Der Karibikbaum wurde gefällt, aber nicht nur die kranke Schwarzkiefer, sondern auch die darunter seitlich herauswachsende vitale Eiche!
Der Bürgermeister spricht von einem kranken Baum und lässt dann gleich noch einen zweiten gesunden mit abschneiden. Das wurde so nie kommuniziert und ist wohl auch nicht durch den Beschluss des zuständigen Gemeinderats-Ausschuss gedeckt.
Die Eiche hätte den Platz des Karibikbaums einnehmen können und auf Grund ihrer Formgebung wäre über die Jahre wieder eine ähnliche Silhouette entstanden. Der Baum war gesund, der Stamm hatte schon einen erheblichen Durchmesser (Foto), so dass er als eigenständig gelten konnte.
Die Fällung der Schwarzkiefer hätte bei umsichtiger Arbeitsweise auch ohne Beschädigung der Eiche erfolgen können. Die Gemeinde hätte sich das Geld für eine Neuanpflanzung gespart.
Jetzt ist alles zerstört, wer wollte das?

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Kommentare
Selbst im Gemeinderat wurde der Abholzung auch von wertvollem alten Baumbestand schon öfter zugestimmt, und DAS von Mitgliedern, von denen man es "nie, nicht und nimmer" erwartet hätte.
Gerade hier im wunderschönen Tutzing am Starnberger See sollten wir die einzigartige Umwelt bewahren und damit konsequent sein.
Der Schutz alter, wertvoller, lebender Bäume, auch wenn diese zeitweise pflegebedürftig erscheinen, ist damit DIE ERSTE WAHL.
Sollte es sie in Tutzing geben, wäre es eine unbedeutende Lobby. Denn Erfolg hat sie bisher - meines Wissens nach - keinen einzigen vorzuweisen.
Ob man das nur an einer Schwarzkiefer mit nostalgischem Wert festmachen kann. Sicher nicht. Eine Kosten-Nutzen Abwägung ist logisch. Doch zu beobachten ist, dass wir bei den Fällungen sehr konsequent voranschreiten. Beim Thema Nachpflanzungen zögerlich agieren. Die Größe der Nachpflanzungen ist bestenfalls ein Witz. Es werden schnell "gute" Argumente gefunden, um Fällungen zu rechtfertigen. Mit kümmerlichen Nachpflanzungen soll beschwichtigt werden. Wir hören immer wieder, dass wir "leider" von Landschaftsschutzgebieten umgeben sind, die uns in städtebaulicher Hinsicht das Leben schwer machen, anstatt bessere Antworten auf die Fragen zu bezahlbarem Wohnraum und neuen Wohnkonzepten zu geben. (Im letzten Wahlkampf war noch eine Gemeinde-getriebene Plattform zum Wohnungstausch im Gespräch.)
Baumschutz = Naturschutz. Es ist ein Fehler, dass der Naturschutz offensichtlich von einigen immer noch als Last begriffen wird.
Wo ist also die Tutzinger Baumlobby? Irgendwo im Tutzinger Gemeinderat? Es wäre jetzt der richtige Zeitpunkt auf sich aufmerksam zu machen. Am 8. März haben wir alle die Chance ihr mit unserer Wahl ein größeres Gewicht im nächsten Gemeinderat zu geben!
Auszug aus dem Artikel vom 1.3.2025 (Baumfällungen erhitzen die Gemüter"):
In einem Kommentar auf vorOrt.news wird eine „stetige Abholzung zugunsten anderer Zwecke“ kritisiert. Bürgermeister Horn nahm dagegen den Gemeinderat in Schutz: Seine Mitglieder hätten sich in der Vergangenheit immer als Lobby für die Bäume verstanden.
Das ist Bürokratie die man sich sparen kann!
Auch alte Eichen kann man lange erhalten, siehe Seefelder Allee. Und die werden leider auch immer seltener da die sogenannten Gutachter keine Verantwortung übernehmen wollen!
Ist der Beschluss auch noch für andere Bäume in der Gemeinde anwendbar und wie lange ist der gültig?
Bürger passt auf die Bäume auf!
Gut Holz!