
Bei der Bundestagswahl hat die CSU in Tutzing mit ihrem Kandidaten Michael Kießling klar gewonnen - mit 40,8 Prozent bei den Zweitstimmen und 44,5 Prozent bei den Erststimmen. Auf dem zweiten Platz liegen die Grünen mit Verena Machnik, 18,0 Prozent der Zweitstimmen und 17,8 Prozent der Erststimmen erhalten haben.
Die SPD mit Carmen Wegge kommt bei den Erststimmen mit 12,0 Prozent auf den dritten Platz, bei den Zweistimmen mit 10,8 Prozent aber nur auf den vierten. Bei der AfD ist es umgekehrt: Sie liegt bei den Erststimmen mit 10,9 Prozent auf Platz vier, bei den Zweitstimmen aber mit 11,4 Prozent auf Platz drei. Auffallend ist der relativ hohe Anteil der AfD im Stimmbezirk Traubing: Dort hat sie 22,8 Prozent der Erststimmen und 25,8 Prozent der Zweitstimmen erhalten. In einigen anderen Tutzinger Stimmbezirken liegt sie unter zehn Prozent.
Die FDP mit dem Tutzinger Paul Friedrich erreicht den fünften Platz, mit 5,5 Prozent bei den Erststimmen und 7,3 Prozent bei den Zweitstimmen. Damit überspringt sie in Tutzing die Fünf-Prozent-Hürde, was bundesweit nicht gelungen ist. "Gestern Abend war ein herber Schlag für den Liberalismus in Deutschland und für uns als Partei", kommentiert der Tutzinger FDP-Direktkandidat Paul Friedreich heute in einem Mitgliederbrief: "Denn ich bin überzeugt, dass in Zeiten aufgeschobener Reformen und gesellschaftlicher Spaltung eine liberale Kraft im Parlament wichtig (gewesen) wäre."
Die Freien Wähler bringen es in Tutzing nur auf 2,4 Prozent der Zweistimmen und 3,0 Prozent der Erststimmen.Besser hat die Linke mit 4,3 Prozent der Zweistimmen und 2,5 Prozent der Erststimmen abgeschnitten.
Die Wahlbeteiligung betrug in Tutzing 87,4 Prozent. Damit war sie höher als im Bundesdurchschnitt, der nach unterschiedlichen Angaben bei 83 oder 84 Prozent lag und höher war als in der gesamten Zeit seit der Wiedervereinigung.




Die Tutzinger Ergebnisse bei der Bundestagswahl 2021


In Tutzing ist die Bundestagswahl heute rege verlaufen. In der Grundschule führte der Weg zu den dort eingerichteten vier Stimmbezirken an Bauschildern und Absperrungen vorbei - das wirkte fast wie ein Symbol für schwere Arbeiten, die auf die künftige Bundesregierung zukommen. In manchen anderen Kommunen wurden alle möglichen Orte als Wahllokale genutzt: Eine Eis- und eine Zirkushalle dient diesem Zweck, ein Bettengeschäft, eine Sauna und sogar ein Wohnzimmer.
In den Tutzinger Wahllokalen war ein ständiges Kommen und Gehen, berichteten Wahlhelfer. Zu spüren sei allerdings der hohe Anteil der Briefwähler gewesen, der die persönlichen Gänge an die Wahlurnen doch erkennbar eingeschränkt habe. Für insgesamt mehr als 59 Millionen Wahlberechtigte standen bundesweit etwa 65 000 Wahllokale zur Verfügung, und 675 000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren eingesetzt.
In Tutzing waren heute neun Wahllokale geöffnet. Darunter waren vier Urnenwahllokale in der Grundschule in Tutzing, ein Urnenwahllokal in der Grundschule in Traubing sowie vier Briefwahlbezirke im Rathaus. Die Wahlvorbereitungen waren zuvor nach Angaben der Gemeinde reibungslos verlaufen. In Tutzing sind 81 Wahlhelfer im Einsatz. Viele Einheimische haben diese Aufgabe schon oft übernommen, sie haben entsprechende Erfahrungen. Manche engagieren sich erstmals in dieser Funktion. Für die Wahlhelfer gab es Schulungen.
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