Der Tutzinger Jugendbeirat Tutzing hat im Bayerischen Landtag die Abgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig (CSU) aus Feldafing besucht. Nach Begrüßung durch die Stimmkreisabgeordnete ging es für die Jugendbeiräte zunächst zu einer Filmvorstellung über die Aufgaben, die Zusammensetzung, die politische Bedeutung und Einfluss des Landtags. Im Anschluss durften die Tutzinger die 143. Plenarsitzung, mit einer lebhaften Debatte über Abstandsflächen in der Bauordnung, auf der Tribüne verfolgen.
Anschließend führte die Abgeordnete Dr. Eiling-Hütig die Jugendbeiräte zu ihrem historischen Lieblingsort im Maximilianeum. Im Steinernen Saal ist unter anderem der Inhalt der Zeitkapsel aus dem Grundstein ausgestellt. Bei Bauarbeiten wurde er entdeckt und geöffnet. Er enthielt einige bauliche Dokumente, eine Sammlung der damals üblichen Münzen, eine Lokomotive nach dem damaligen Technikstand sowie zwei auf Porzellan gemalte Portraits des Königs und seiner Frau, erzählte die Abgeordnete begeistert. Aufgrund ihres Geschichtsstudiums sei sie von all dem besonders fasziniert. Man habe damals den Grundstein wieder verschlossen, allerdings mit ein paar Dreingaben - so beispielsweise Unterlagen über den neuesten ICE.
Höhepunkt war die anschließende Frage- und Diskussionsrunde mit Dr. Ute Eiling Hütig. So erfuhren die Jugendbeiräte, dass man als Abgeordnete des Landtags prinzipiell sieben Tage die Woche arbeitet, davon drei Tage im Landtag mit Plenar-, Ausschuss-, Arbeitskreis- und Fraktionssitzungen sowie vier Tage vor Ort im Stimmkreis, zum Beispiel mit Gesprächsterminen, Bürgersprechstunden, Unternehmensbesuchen und weiteren Veranstaltungen.
Fazit des Tages: Landespolitik ist spannend, wichtig, aber genauso zeitintensiv - und sie benötigt teilweise viel Geduld.
„Der Besuch des Landtags war ein voller Erfolg", folgerte der Vorsitzende des Tutzinger Jugendbeirats, Paul Friedrich: „Es ist beeindruckend, die unser Leben bestimmende Politik hautnah zu erleben.“ Die stellvertretende Vorsitzende Juliana von Brühl-Störlein meinte: „Leider werden oftmals die Angebote der Stimmkreisabgeordneten nicht wahrgenommen.“ Ein möglichst direkter Austausch mit den jeweiligen Abgeordneten sei wichtig, um Politik den Menschen und besonders den Jugendlichen näher zu bringen.
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