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Weg wird verlegt

Hintergrund ist eine Erweiterung des Firmengeländes von Verla-Pharm

Ein bekannter Weg in Tutzing wird verlegt: Den Zirngiblweg wird es in seiner bisherigen Form künftig nicht mehr geben. Er hat bisher von der Lindemannstraße am Aldi-Markt vorbei bis zur Bernrieder Straße geführt, auf die er gegenüber der Treppe am Johannishügel getroffen ist. Stattdessen soll der Weg künftig über das Grundstück der Lindemannstraße 7 verlaufen. Er wird also neben dem Aldi-Markt nördlich der dort befindlichen Halle, die früher vom Unternehmen Zirngibl betrieben worden ist, zur Bernrieder Straße hin abzweigen.

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Der Weg ist bisher von der Lindemannstraße zwischen dem Aldi-Markt und der ehemaligen Zirngibl-Halle bis zur Bernrieder Straße verlaufen. Im Hintergrund sieht man Gebäude von Verla-Pharm. Künftig soll der Weg nach links in Richtung Bernrieder Straße abzweigen. © L.G.
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Der bisherige Weg ist rot markiert, der künftige Weg grün. Links oben der Aldi-Markt, links unten Firmengebäude von Verla-Pharm, rechts die Bernriede Straße. Die rot markierte Fläche kennzeichnet den bisherigen Wegverlauf, die grün markierte Fläche stellt die neue Wegführung dar. © Gemeinde Tutzing

Bisher verlief der Zirngiblweg nach Angaben der Gemeinde Tutzing auf Privatgrund. Seine Verlagerung des Wegs hat damit zu tun, dass das daneben befindliche Unternehmen Verla-Pharm sein Firmengelände erweitert. Das bisherige Firmengrundstück und der neue Erweiterungsteil sollen verbunden werden.

„Da es sich um einen frequentiert genutzten Weg handelt, hat das Unternehmen dankenswerterweise einen Teil am Rand seines Grundstücks für die neue Wegführung dauerhaft zur Verfügung gestellt“, erklärt die Gemeinde Tutzing. Sie sieht in dieser Lösung einen entscheidenden Vorteil: Die rechtliche Situation des bisherigen Weges habe sich in einer Grauzone befunden - sowohl bezüglich der Grundstückssituation als auch der Nutzungsrechte. Mit der neuen Widmung entstehe nun eine eindeutige rechtliche und dauerhafte Situation.

Nach Auffassung der Gemeinde bringt diese Lösung allen Beteiligten Vorteile. Die Gemeinde erhalte einen rechtlich eindeutig abgesicherten Weg, das Unternehmen könne seine Erweiterung realisieren und der Gewerbestandort werde gestärkt. Alter-native Lösungen wie Brücken oder Unterführungen seien geprüft worden, stünden aber in keinem annehmbaren Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Trotz der Änderung wird der Weg nach Ansicht der Gemeinde weiterhin seinen Zweck erfüllen und die Bernrieder Straße/Hauptstraße mit der Lindemannstraße inklusive den dort ansässigen Einkaufsmöglichkeiten verbinden. Der Lageplan zeigt die geplanten Änderungen im Detail: Die rot markierte Fläche kennzeichnet den bisherigen Wegverlauf, die grün markierte Fläche stellt die neue Wegführung dar.

Die Gemeinde bittet alle Fußgänger, in der ersten Zeit nach der Umstellung etwas vorsichtiger und langsamer unterwegs zu sein, bis sich alle an die neue Wegführung gewöhnt haben.

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Kommentare

Ich möchte vorweg schicken, dass ich für die Interessenlage des Tutzinger Unternehmens Verla Pharm in dieser Sache absolutes Verständnis habe!

Allerdings, habe ich den Eindruck, dass der neue Verla Weg (?) den alten Zirngiblweg in der jetzigen Ausbaustufe noch nicht 1:1 ersetzen kann:
-> Die 3 neuen Pfosten an der Bernrieder Straße (gab's zuvor gar nicht) behindern die Nutzung mit Kinderwägen und Rollstühlen; am Ende verhindern sie diese Nutzung gar komplett?
-> Die Randsteine zur Bernrieder Straße hin wurden (noch ?) nicht abgesenkt, wie am alten Zirngiblweg. Das erschwert unnötig die Querung der Straße vom einfachen Fußgänger bis hin zu Rollstuhlnutzern.
-> Die Querungshilfe an der Bernrieder Straße zur Treppe hinauf zum Johannishügel hängt nun einseitig in der Luft.

Daraus ergeben sich 3 Verbesserungsvorschläge:
1. Entfernung aller 3 Pfosten an der Bernrieder Straße; zumindest aber des mittleren Pfostens.
2. Absenkung der Randsteine zur Bernrider Straße.
3. Und dies würde dann auch zu einer echten Verbesserung der früheren Situation führen ... Verlegung der Querungshilfe und der steilen Treppe auf den Johannishügel hin zum neuen Ausgang des Verla Weges. Die Treppe bitte durch eine flache Rampe ersetzen, die endlich auch allen gehbehinderten Mitmenschen einen selbst begehbaren Zugang zum Johannishügel ermöglichen würde.

Für den Fall der Umsetzung bedanke ich mich im Voraus!
(Bearbeitet)