„Ohne Beanstandung“: So lautet eine aktuelle Bewertung der Wasserqualität im Bereich des Tutzinger Südbads und des Freibads Garatshausen.
Das Gesundheitsamt Starnberg überprüft während der Badesaison von Mitte Mai bis Mitte September eines Jahres regelmäßig die Gewässerqualität der Badeseen im Landkreis. „Die Untersuchungen an 28 Badestellen bescheinigen einwandfreie Messwerte für den Starnberger See, Ammersee, Wörthsee, Pilsensee, Weßlinger See und auch den Gilchinger See“, teilt das Landratsamt Starnberg mit.
Die Seen bieten damit nach Einschätzung der Kreisbehörde „die besten Voraussetzungen für eine erfrischende und unbeschwerte Abkühlung“. Das darf auch für die Wasserqualität an anderen Badestellen in Tutzing und anderswo am Starnberger See vermutet werden. Warnungen gab es kürzlich aus anderen Gründen: Die "Quagga-Muschel" verbreitet sich auch in dieser Gegend. Sie gilt nicht als giftig, aber wer barfuß baden geht, kann sich an den scharfen Kanten der Muschel die Füße aufschneiden. Vorsicht bei Wassersport und Schwimmen
Freude im Südbad: "Ein gutes Gefühl, dass alles sauber ist"
Viele Badegewässer in Bayern sind im Rahmen der jüngsten Untersuchungen bewertet worden. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat sich über die Messergebnisse der Wasserqualität zufrieden geäußert: „Bayerns Badeseen bieten auch in diesem Jahr eine wunderbare Möglichkeit, die warmen Tage zu genießen.“ Es sei jedoch sehr wichtig, beim Schwimmen unnötige Risiken zu vermeiden. So könne gerade bei hohen Temperaturen ein Sprung in kaltes Wasser Herz-Kreislauf-Probleme auslösen. Außerdem müsse konsequent auf die Sicherheit von Kindern geachtet werden.
Gerhard Galdia überwacht als Hygienekontrolleur beim Gesundheitsamt die Badewasserqualität an 36 verschiedenen Badestellen, wie das Landratsamt berichtet. Was genau im Wasser gesucht worden ist, wird in einem eigenen Beitrag auf der Webseite der Kreisbehörde erklärt https://www.lk-starnberg.de/index.php?NavID=2235.2454.1 Über „exakt zwei Übeltäter“ wird dort berichtet, die in Badegewässern in möglichst geringen Konzentrationen vorkommen sollen: E. coli und intestinale Enterokokken. Beide seien Darmbakterien und Hinweis darauf, dass es zu einer fäkalen Verunreinigung gekommen sei: „Klingt nicht nur sehr unschön, diese Bakterien können auch gesundheitlich bedenklich sein.“ Ins Wasser kommen sie nach Angaben der Experten beispielsweise durch Wasservögel oder Abschwemmungen in Zuläufen nach Starkregen. Nach den aktuellen Ergebnissen zur Badegewässerqualität der Seen im Landkreis Starnberg steht aber einem Sprung ins kühle Nass nichts im Wege, wie das Landratsamt versichert.
Gestört fühlt sich nach Angaben von Kontrolleur Galdia durch die Untersuchungen niemand - eher im Gegenteil: „Man ist schon sehr beruhigt, dass das Amt hier regelmäßig kontrolliert.“ Im Tutzinger Südbad habe ihm ein Badegast gesagt: „Wir sind ja bei schönem Wetter jeden Tag im Wasser und haben daher ein gutes Gefühl, dass alles sauber ist.“
Die Messergebnisse an den einzelnen Badestellen:
https://www.lk-starnberg.de/badegew%C3%A4sserqualit%C3%A4t
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