Von Martin Laußer

Der Wald im Umbruch - Infoveranstaltungen

Klimawandel erfordert auch im Wald Veränderungen

Hinweis: Der Autor ist an dem in diesem Artikel beschriebenen Unternehmen wirtschaftlich ganz oder teilweise beteiligt bzw. handelt auf Veranlassung einer solchen Person.
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Der Herbst hält Einzug im Wald © M.L.
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Brücke in der Waldschmidtschlucht © M.L.
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Wer über längere Zeiträume seine natürliche Umgebung beobachtet, wird nicht erst nach dem heurigen Jahr feststellen können, dass die Natur kaum Zeit zur Anpassung an die Veränderungen findet.
Im Wald mit den langen Lebenszyklen fällt das besonders auf.

In den Schluchten rund um Tutzing stürzen Bäume unkontrolliert auf Wege oder auch Gebäude. Auffällig ist, dass dies vor allem starke Bäume betrifft, die aufgrund der überdurchschnittlichen Gesamthöhe in Verbindung mit einer großen, oftmals einseitigen Kronenlast die Extremwetterlagen nicht durchstehen können. So geschehen dieses Jahr mehrmals in der Waldschmittschlucht und am Martelsgraben!

Wir werden deshalb hier zur Vorbeugung weiterer Schäden die Hänge entlasten durch Entnahme der starken Altbäume, vor allem Fichten. Es haben sich bereits großflächig Jungbäume etabliert. Nach der Maßnahme werden wir die Bestandsstruktur pflegen und Fehlstellen mit standortgerechten und klimaangepassten Bäumen auspflanzen. Vor allem auch solchen, die bislang noch nicht im Altbestand vorkamen, aber geeignet sind.

Uns ist bewusst, dass dies vor allem eine visuelle Veränderung mit sich bringen wird, die nicht jedem gefallen kann. Aber wenn wir den Wald auch in den kommenden Jahren zur Hangsicherung einsetzen wollen, ist dies nach mehr als drei Jahrzehnten des bewussten Nichtstuns und den drastischen Veränderungen beim Klima leider notwendig.

Ich bin schon seit längerem deswegen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Starnberg, der Gemeinde Tutzing und der Ortsgruppe des Bund Naturschutz Bayern im Austausch.

Damit sich alle Interessierten ein Bild davon machen können, lade ich jeweils zu einer einstündigen Waldführung ein:

Am 21. November treffen wir uns um 09:30 Uhr am Eingang zur Waldschmittschlucht (Am Pfaffenberg 1) und gehen bis zum Ende des sog. Siebenbrückenweges.

Hangabbrüche, Hangrutschungen und damit einhergehend auch Baumstürze sind auch am Martelsgraben keine Seltenheit mehr. Wer das vor Ort sehen möchte, ist herzlich eingeladen am 28. November mit mir dort zusammenzukommen. Treffpunkt ist um 09:30 Uhr am Parkplatz Waldfriedhof.

Am 21. und am 28. November will ich Interessierten jeweils ab 11:00 Uhr an der Monatshauser Strasse zeigen, wie sich die Natur ein Jahr nach der Maßnahme am Erlenbergraben bzw. zwei Jahre später am Staudagraben regeneriert hat und wie sich in diesem Zug auch der Waldumbau hin zu Laubholz dominierten Wäldern vorantreiben lässt. Treffpunkt ist hier der alte Bolzplatz/ die Pischetsrieder Wiese an der Monatshauser Strasse, etwa 400m oberhalb vom Ortsende.

Die Waldbegänge finden auch bei novembertypischem Wetter statt.
Bitte tragen Sie passende Kleidung und festes Schuhwerk.
Ich freue mich auf Ihr reges Interesse und eine offene, sachliche Diskussion.

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