Über Tutzing waren in der vergangenen Nacht erneut Polarlichter zu sehen – ein seltenes Himmelsspektakel, das an die eindrucksvollen Aurora-Nächte im Mai und September 2024 erinnert und nun zum zweiten Mal innerhalb von nicht einmal zwei Jahren viele Nachteulen in Staunen versetzt. Anders als in 2024 spielte das Wetter auch richtig gut mit und die Aurora Borealis war vor wolkenlosem Himmel sichtbar.
In der Nacht auf den 20. Januar färbten schwache rötliche und grünliche Schleier den Nordhimmel über Tutzing, vor allem fotografisch klar sichtbar. Wer spät unterwegs war und einen freien Blick Richtung Starnberger See hatte, konnte ein zartes Leuchten beobachten, das auf den ersten Blick eher wie eine ungewöhnliche Aufhellung als wie das „klassische“ Polarlicht wirkte. Meteorologen führen das Ereignis auf einen koronalen Massenauswurf der Sonne zurück, der einen geomagnetischen Sturm mittlerer Stärke auslöste und das Polarlichtoval zeitweise weit nach Süden verschob.
Rückblick: Die historische Polarlichtnacht 2024
Bereits in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 2024 hatten intensive Polarlichter den Himmel über Bayern und auch über Tutzing in ein Farbenmeer getaucht. VorOrt.news dokumentierte damals leuchtende Bögen und Säulen über dem Ort, entstanden während eines außergewöhnlich starken Sonnensturms mit sehr hohem Kp-Index. Nordlichter färben Nachthimmel rot
Fachleute sprechen rückblickend von einer der hellsten Aurora-Nächte in Südbayern seit Jahrzehnten; vielerorts waren die Farben mit bloßem Auge spektakulär zu erkennen.
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Kommentare
Außerdem wette ich jetzt mal um 'ne Eiskugel, dass Sie doch noch irgendwann bei der Traubinger Fotogruppe andocken!
;-)