Derzeit durch Oberbayern ziehende Unwetter haben Tutzing mächtig im Griff. Heute Nachmittag waren etliche Rasenflächen vom Hagel weiß, als hätte es geschneit. Die Natur hat teils schwer gelitten, Bäume wurden umgerissen. Schon gestern Abend gab es durch Unwetter viele Beschädigungen, voll gelaufene Keller und überschwemmte Straßen, so auch in anderen Gemeinden am Westufer des Starnberger Sees.
Für eine bestimmte Zeit hat der Deutsche Wetterdienst für die hiesige Region die Warnstufe vier ausgegeben. Das ist die höchste Warnstufe. Bei solchen Unwettern sind Orkanböen, Starkregen und Hagelkörner mit bis zu fünf Zentimetern Durchmessern zu erwarten.
Teils große Hagelkörner mit bis zu drei Zentimern Durchmesser haben in Tutzing bereits Dellen an vielen Autos verursacht. Einige der Besitzer haben noch versucht, ihre Fahrzeuge irgendwo unterzustellen oder zumindest abzudecken, doch die Schäden waren in vielen Fällen nicht mehr zu verhindern. Auch in Fenster hat der Hagel Löcher geschlagen, gerade auf den Dächern. Ebenso hat es Photovoltaik-Anlagen erwischt.
An den Straßen - vor allem solchen, die bergab führen - haben sich blitzschnell reißende Bäche entwickelt. Regenrinnen konnten die Wassermassen nicht mehr fassen. Die Tutzinger Hauptstraße war zeitweise überschwemmt (siehe Bild oben und YouTube-Video unten auf dieser Seite).
Immer wieder schallen heute Sirenen durch Tutzing - die Feuerwehr und andere Rettungsdienste haben eine Menge zu tun. Viele Bürger packen mit an, räumen Gullys frei und Hagelkörner weg. Noch weit schwerer als in Tutzing hat das Unwetter gestern in Wolfratshausen gewütet. Viele erzählen von Unwetter vor 18 Jahren. Damals waren die Schäden in Tutzing und Umgebung aber nach den Erinnerungen noch größer.



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