Von Ferdinand Goslich

Am Bahndamm wurde ausgeholzt

Große Esche am Schönmoosweg vom Triebsterben befallen - Verkehrssicherungsmaßnahme der Bahn

Wie zuletzt immer wieder zu hören und zu lesen war, ist der Wald in Deutschland durch zu trockene Böden, durch Pilz- und Käferbefall gefährdet. Auch in Tutzing ist das an vielen Stellen zu beobachten. So mussten am Schönmoosweg, südlich des Bahnhofs, mehrere Bäume gefällt werden.

Die Deutsche Bahn gab den Auftrag für die Arbeiten im Bereich zwischen Bahnhof und Tutzinger Keller, auf der Ostseite des Bahndamms. Am auffälligsten war, dass dabei auch eine große Esche weichen musste (unsere Bilder). Zuvor waren schon zahlreiche kleinere Bäume gefällt worden.

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Die große Esche (hier der höchste Baum) musste weichen. An einem langen Seil angehängt landete sie im Bereich Schönmoosweg. Rechts der Moment, als sie wegkippt. © F. Goslich
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Nun kam auch der eindrucksvollste (auf dem Foto der höchste Baum) an die Reihe. Zuerst kappten die Arbeiter die Äste im oberen Bereich. An den Reststamm knüpften sie ein langes Seil, um den hölzernen Riesen nicht in Richtung des Hauses Niederebersdorfer Straße, sondern auf den Schönmoosweg fallen zu lassen.

Wie bei der DB Netz AG zu erfahren war, handelte es sich um das Einkürzen von Eschen, die hauptsächlich vom Triebsterben befallen waren. Um die Biodiversität zu erhöhen, ließen die Arbeiter bei den meisten Bäumen ungefährliche Totholzstümpfe (stehendes Totholz) im Boden zurück.

Die Deutsche Bahn nahm damit eine Verkehrssicherungsmaßnahme vor. Diese soll „hauptsächlich den Häusern und dem Weg unterhalb der Böschung und nebensächlich auch der Sicherung des Bahnsteigs und des Schienenverkehrs“ dienen.

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Ferdinand Goslich

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