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Josef Brustmann verläuft sich nach Tutzing

Auftritt heute in der Evangelischen Akademie

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Josef Brustmann kommt am Samstag nach Tutzing © Volker Derlath

"Ein Kabarettist verläuft sich in der Zeit": Diesen Titel hat ein Auftritt von Josef Brustmann heute, am Samstag, dem 27. April, um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) in der Evangelischen Akademie Tutzing. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr, der Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 10 Euro. Karten können telefonisch unter 08158 2510 bestellt oder an der Abendkasse gekauft werden.

Brustmanns Auftritt ist Teil einer Tagung „Zeiten des Umbruchs – Perspektiven einer Ökologie der Zeit“. Deshalb habe er sein aktuelles Programm an die Thematik angepasst, berichtet die Akademie - und verlaufe sich entsprechend in der Zeit.

Zur Tagung, die am Freitag begonnen hat und morgen, am Sonntag, endet, schreibt die Evangelische Akademie in der Ankündigung: "Was ist das rechte Zeitmaß? Die Frage stellt sich nicht nur in Bezug auf den gesellschaftlichen Wandel, sondern auch in Bezug auf den Umgang mit der Natur. Allzu sehr haben wir uns daran gewöhnt, Zeit mit Geld und Innovationen mit guten Lösungen gleichzusetzen. Die Monetarisierung von Zeit gemäß der 'Zeit ist Geld'-Logik und das damit verbundene reduktionistische Verständnis von Zeit dürfte eine der Ursachen für die Krisen der Gegenwart sein. Die Klimakrise, die Verschmutzungskrise und der weltweite Verlust biologischer Vielfalt sind Beispiele für die tiefgreifende Störung unseres Umgangs mit Natur, der Auswirkungen auf alle Aspekte unseres Lebens hat. In Zeiten des Umbruchs wird das Tempo der Transformation zum Streitthema – politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich; auch persönlich. Unausgesprochen und unreflektiert wird damit aber auch die Zeit und unser Umgang mit ihr zum Thema. Wir wollen aus einer zeitökologischen Perspektive die ökonomische Engführung unseres Verständnisses von Zeit überwinden. Diese Perspektive sensibilisiert für die Bedeutung der Zeitlichkeit und Vielfalt in unserem Leben. Sie macht deutlich, wie sehr menschliches Handeln in Naturzusammenhänge eingebettet ist – und damit auch in die vielfältigen Zeiten der Natur. Doch Umbruchzeiten sind nicht nur Zeiten hoher Unsicherheiten. Vielmehr tun sich auch neue Möglichkeiten auf. In der Stadtentwicklung wird mit dem Konzept der Schwammstadt der Natur (Starkregen, Hitze) wieder Raum und Zeit gegeben. In der Landwirtschaft lassen agrarökologische Methoden die vielfältigen Rhythmen und Eigenzeiten der Natur fruchtbar werden. In Bezug auf die Welt des Arbeitens, sind wir auf der Suche nach neuen Wegen, die temporalen Anforderungen des Berufs, der Familie, der Partnerschaft und der Sorge für uns selbst besser auszubalancieren. Über allem steht die zentrale Zeit-Frage: Was tun und was lassen wir? Zeiten der Umbrüche können Zeiten der Hoffnung werden – vor allem der Hoffnung, die vermeintlich guten alten, fossil geprägten Zeiten endlich hinter uns zu lassen. Wir leben in Zeiten des Umbruchs – und das ist gut so!"

Bild auf der Startseite: Thomas Dashuber

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