„W. A. Mozarts Reisen nach Italien 1769 bis 1773“ spiegelt am kommenden Donnerstag, dem 16. August, ein Konzert in der Tutzinger "Galerie am Rathaus" wider. Barbara Sarlangue, Stephan Beck (beide Klavier) und Cornelia Beck-Kapphan (Sopran) tragen unter anderem Musik für Klavier zu vier Händen, Arien und Liedern von W.A. Mozart, Joh. Chr. Bach, Joh. A. Hasse und G. Paisiello vor. Nach dem Konzert ab etwa 21 Uhr können die Gäste bei freiem Eintritt die Vernissage zur Ausstellung “Sommer, Sonne, Sand und Meer” besuchen. Monika Arndt zeigt dort farbenprächtige Sommerbilder und Landschaftsbilder vom Starnberger See des 19. und 20. Jahrhunderts.
Die Sängerin und Musikpädagogin Cornelia Beck-Kapphan wohnt in Garatshausen. Barbara Sarlangue, die an einem Pariser Konservatorium unterrichtet, ist eine gefragte Liedbegleiterin. Bei einer Lesung in der Galerie von Anne Benzenberg haben sie sich vor fünf Jahren kennengelernt. „Ich hörte sie dort spielen“, erzählt Cornelila Beck-Kapphan, „ein halbes Jahr später begleitete sie mich, ebenfalls in der Galerie am Rathaus, bei einer Soiree.“ Cornelia Beck-Kapphans Bruder Stephan Beck kam ergänzend dazu, um das Repertoire mit vierhändiger Klavierliteratur zu erweitern.
Es wurden dann Stücke ausgewählt, in denen die italienischen Einflüsse auf Mozart zu erkennen sind, außerdem Komponisten als Vorläufer aus der neapolitanischen Oper der Barockzeit.
Die Reise, die Mozart zum größten Komponisten unserer Zeit beflügelt hat
Dr. Cornelia Beck-Kapphan über das Konzert am 16. August in der Galerie am Rathaus
In diesem Konzert soll den Einflüssen nachgespürt werden, denen W.A. Mozart auf den drei Italienreisen ausgesetzt war, die er zusammen mit seinem Vater Leopold Mozart in den Jahren 1769 bis 1773 als - aus heutiger Sicht Kind und Jugendlicher - unternahm.
W.A. Mozart erlebte dort in Süditalien noch die von Neapel ausgehende Blüte der alten italienischen Operntradition und lernte namhafte Komponisten dieser Epoche persönlich kennen, z.B. Piccinni, Paisiello, Sammartini, Nardini, u.v.m. Ebenso lernte er Sänger wie den berühmten Carlo Broschi kennen, der unter dem Namen „Farinelli“ in der damaligen Welt großen Ruhm erlangte.
Von Vater Leopold in die großen Fürstenhöfe und die Papstresidenz eingeführt, erhielt Wolfgang Amadeus Kompositionsaufträge, u.a. für die Oper „Mitridate“. Auch Unterricht in Komposition erhielt der junge Mozart von „Padre“ Martini in Mailand. Eine damals hoch anerkannte Auszeichnung, den sog. „goldenen Sporn“ bekam er von Papst Clemens XIV. in Rom, zudem ernannte man Wolfgang Amadeus Mozart zum Mitglied in der Philharmonischen Akademie von Bologna und zum Kapellmeister in der „Accademia“ in Verona.
Vater Leopold hatte vorausschauend eine Bildungsreise konzipiert, die W.A. Mozart in seiner Entwicklung zum größten Komponisten unserer Zeit gefördert und beflügelt hat. Durch passend ausgewählte Briefzitate und Musik soll diese bedeutende Zeitspanne in Mozarts Leben beleuchtet werden.
W. A. Mozarts Reisen nach Italien 1769 bis 1773
Konzert in der Galerie am Rathaus
Tutzing, Kirchenstraße 7
Donnerstag, 16. August 2018
Beginn 19.30 Uhr
Eintritt 18 Euro je Person
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