Schönstes Ambiente für anspruchsvolle Musik: Das Schloss Tutzing ist in diesem Jahr wieder die Hauptspielstätte der Brahmstage. Mehrere der Konzerte finden dort statt, wo sonst die Evangelische Akademie ihre Tagungen abhält. Maren Martell, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Tutzinger Brahmtstage, stellt hier die Mitwirkenden der diesjährigen Brahmstage vor.
Das Programm:
https://tutzinger-brahmstage.de/
Martin Stadtfeld
Martin Stadtfeld hat sich in den vergangenen zehn Jahren als einer der führenden Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs und der deutschen Romantik etabliert. Im Jahr 2002 gewann er den ersten Preis beim Bach-Wettbewerb in Leipzig. Eine daraufhin bei Sony Classical erschiene Einspielung der „Goldberg-Variationen“ von Bach gelangte auf Platz eins der deutschen Klassik-Charts und wurde mit dem Echo-Klassik ausgezeichnet. Konzertauftritte führen ihn in die wichtigsten Musikzentren und zu den großen Orchestern Europas und Asiens. Er konzertiert mit Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, der Academy of St Martin in the Fields, dem Leipziger Gewandhausorchester, der Staatskapelle Dresden, den Wiener Symphonikern, der Tschechischen Philharmonie Prag, dem Mozarteum Orchester Salzburg u.v.m. Neben regelmäßigen Auftritten auf den großen deutschen Konzertpodien gastierte er zudem in Konzerthäusern Tokios, dem Seoul Arts Center, dem National Center of Performing Arts in Peking, im Wiener Konzerthaus und Musikverein, der Tonhalle Zürich, dem Concertgebouw Amsterdam und vielen weiteren international renommierten Konzerthäusern. Bei den großen Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Rheingau Musik Festival, dem Schleswig Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Lockenhaus Festival, Ljubljana Festival, Festival International Echternach, der Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems und dem Menuhin Festival Gstaad ist er regelmäßig zu Gast. Ein großes Anliegen des Künstlers ist es, Kindern und Jugendlichen in Schulen den Zugang zur klassischen Musik zu ermöglichen. So spricht Martin Stadtfeld bei regelmäßigen Schulbesuchen mit Schülern über seine Arbeit als Pianist, stellt ihnen die Musik vor und vermittelt so außerhalb des Konzertlebens auf eine unmittelbare persönliche Art die Begeisterung für klassische Musik.
Martin Stadtfeld, Klenke Streichquartett, 14. Oktober 2018, 18 Uhr, Empfangskonzert, Klavier- und Kammermusik, Evangelische Akademie Tutzing
Roman Gerber
Roman Gerber, 1991 in Starnberg geboren, erhielt seinen ersten Klarinettenunterricht im Alter von neun Jahren bei Stefan Komarek an der Städtischen Musikschule Starnberg. Seit 2005 ergänzte er seine Ausbildung mit Klavierunterricht bei Karin Bublak. Ab Oktober 2007 studierte er als Jungstudent bei Professor Ulf Rodenhäuser, langjähriger Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker, an der Hochschule für Musik und Theater in München. Mit dem Wintersemester 2010 begann Roman Gerber sein Studium in der renommierten Klarinettenklasse von Professorin Sabine Meyer und Professor Reiner Wehle an der Musikhochschule Lübeck und schloss es im Sommer 2016 mit dem „Master of Music“ ab. Anschließend wurde er als Konzertexamist an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg aufgenommen. Bei zahlreichen Teilnahmen auf Bundesebene des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ stellte er sein Können erfolgreich unter Beweis. Er nahm an Meisterkursen der Professoren Ulf Rodenhäuser, Eduard Brunner, Sabine Meyer und Reiner Wehle teil und wurde unter anderem zu einem Kammermusikmeisterkurs des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks eingeladen. Während seines Studiums führten ihn Konzertreisen nach Dänemark, Norwegen, Portugal und Belgien. Im Frühjahr 2013 wurde Roman Gerber der Kulturpreis „Musik 2013“ der Stadt Gersthofen verliehen. Sein Repertoire umfasst die frühesten Klarinettenwerke aus dem Spätbarock bis hin zu Kompositionen, die für ihn geschrieben wurden.
Roman Gerber, Goldmann Streichquartett, 21. Oktober, 18 Uhr, Kammermusik-Abend Evangelische Akademie Tutzing
Andrea Jörg
Im Alter von zehn Jahren erhielt Andrea Jörg ihre erste Solorolle und gesangliche Ausbildung im Ludwig II. Musical "Sehnsucht nach dem Paradies" in Füssen. Schon früh sang sie Solorollen unter anderem im "Zigeunerbaron" von Johann Strauß (Sohn), sowie im Musical "Franziskus" von Kurt Gäble. Nachdem sie die Berufsfachschule für Musik in Krumbach (Schwaben) absolviert hatte, studierte sie bei Prof. Monika Bürgener an der Hochschule für Musik in Würzburg. Anschließend studierte sie im Master Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater in München. Dies schloss sie mit der Jahresbestnote ab. Sie ist Gewinnerin des "Armin Knab Wettbewerbs" an der Hochschule für Musik in Würzburg, Preisträgerin beim "Heinrich Strecker Gesangswettbewerb - Crossover Competition" in Baden bei Wien und Stipendiatin des "Deutschlandstipendiums" der Hans und Eugenia Jütting Stiftung in Stendal sowie des Wagnerverbandes Würzburg". Meisterkurse besuchte sie unter anderem bei Ingeborg Hallstein, Michael Volle, Juliane Banse, Dorothee Mields und Angelika Kirchschlager. Die vielseitige Sopranistin ist als Konzert- und Liedsängerin erfolgreich tätig. Ihr Repertoire reicht von Barock bis zur Musik der Gegenwart.
Andrea Jörg, Julian Riem am Klavier, 17. Oktober, 20 Uhr, Liederabend, Galerie Benzenberg, Tutzing
Trio Vivente
Trio Vivente
Die Pianistin Jutta Ernst studierte bei Kirsti Hjort, Christoph Lieske und Bernd Glemser und beschäftigt sich seit ihrem Studium intensiv mit Kammermusik. Als Partnerin von Ariadne Daskalakis, Sylvie Altenburger, Andreas Rothkopf, Gustav Rivinius, Jone Kaliunaite und anderen wirkte sie bei zahlreichen Konzerten und Rundfunkaufnahmen mit. 1997 veröffentlichte Jutta Ernst mit Martin Dobner und Dirk Altmann bei Tacet die CD „Leÿptziger Allerleÿ“ mit Werken von Paul Hindemith. Mit dem Trio Vivente, 1992 mit Anne Katharina Schreiber und Kristin von der Goltz gegründet, errang sie 1996 im 1. Internationalen Joseph-Joachim-Kammermusik-Wettbewerb in Weimar den 2. Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation einer zeitgenössischen Komposition.
Schon während ihres Studiums in Freiburg bei Rainer Kussmaul wurde die Geigerin Anne Katharina Schreiber 1988 Mitglied des Freiburger Barockorchesters, mit dem sie weltweit konzertiert und zahlreiche CDs eingespielt hat. Bis heute ist sie dort auch als Solistin, Konzertmeisterin und Leiterin eigener Projekte tätig. Daneben gilt ihre musikalische Liebe der Kammermusik. Neben dem Trio Vivente gibt es Kammermusikprojekte mit geschätzten Partnern wie Isabelle Faust und Jean-Guihen Queras in wechselnden Besetzungen oder mit Daniel Sepec und Roel Dieltiens im Streichtrio.
Die Cellistin Kristin von der Goltz studierte bei Christoph Henkel in Freiburg und William Pleeth in London, wo sie Mitglied bei New Philharmonia London unter dem damaligen Chefdirigenten Guiseppe Sinopoli war. Seit dieser Zeit beschäftigt sie sich auch intensiv mit dem Barockcello und historischer Aufführungspraxis. Von 1991 bis 2004 war sie Mitglied im Freiburger Barockorchester, mit dem sie zahlreiche CDs veröffentlichte und weltweite Konzertreisen unternahm. 2006 wurde sie Mitglied der Berliner Barock Solisten, einem Ensemble der Berliner Philharmoniker. Von 2009 bis 2011 war sie Solocellistin des Münchner Kammerorchesters. Kristin von der Goltz ist regelmäßig als künstlerische Leiterin zu Gast beim norwegischen Orchester "Barokkanerne Norwegian Barocke".
Elke Heidenreich
Kabarett- und Literaturkönigin titulierte sie die Berliner Morgenpost zu ihrem 75. Geburtstag. Durch ihre Rolle der Else Stratmann aus Wanne-Eickel wurde sie bekannt. Sie liebt Bücher, schreibt Bücher und hat in ihrer TV-Sendung "Lesen!" bei Millionen Spaß an Literatur geweckt. Was Elke Heidenreich aber so besonders macht, ist ihre Lust, nah bei den Menschen zu sein. Elke Heidenreich gilt als eine der erfolgreichsten Frauen Deutschlands, eine begnadete Erzählerin, deren Stil unterhaltsam und elegant ist, Autorin und Literaturexpertin.
Trio Vivente, Elke Heidenreich 28. Oktober, 18 Uhr, Gesprächs-Konzert, Evangelische Akademie Tutzing

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