Von Karlheinz Fuchs

Als Leidls Hund dem Pfarrer lauschte

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Selbstportrait von Anton Leidl

Bei der Kulturnacht führt Karlheinz Fuchs durch eine Ausstellung Werken des Tutzinger Malers Anton Leidl (1900-1976) im Roncallihaus. In vorOrt.news gibt Karlheinz Fuchs vorab ein paar Einblicke.



Jochen Vogel gratulierte 1960 als Münchner Oberbürgermeister dem Tutzinger Maler Anton Leidl zum 60sten Geburtstag mit den Worten: „Dass er dazu beigetragen hat, den Namen Münchens als Stadt der Kunst zu rechtfertigen“. Der Bayerische Ministerpräsident Hans Ehard schickte Grüße, ebenso der ehemalige Bundespräsident Theodor Heuss.

Er war schon ein überregional anerkannter Maler, der Anton Leidl. An ihn erinnert noch bis 25. Oktober eine Ausstellung im Roncallihaus. Im Rahmen der Kulturnacht lädt das Kulturform des Roncallihauses am 20. Oktober um 18 Uhr zu einer Führung ein. Gezeigt werden etwa 30 Bilder aus privaten Beständen, die so sehr selten präsentiert werden können.

Anton Leidl kam 1943 nach Tutzing, nachdem sein Münchner Atelier von Bomben zerstört worden war und blieb hier bis zu seinem Tode 1976. Die „Violaburg“ im Areal des Schlosses wurde sein neues Zuhause,. In Tutzing und Umgebung fand er viele Motive, die Anlass zu Bildern waren, die seine Lebensfreude und seine Malkunst belegen.

Vielen Tutzingern ist er in Erinnerung durch seine frechen, aber immer auch liebevollen Karikaturen. „Er lauscht den Ausführungen des Geistlichen Rats“, schreibt er zu einer Karikatur seines schlafenden Hundes und schickt sie seinem Freund, dem Pfarrherrn Karl Katzenschwanz. Die Ausstellung zeigt in Karikaturen, wie sich diese Freundschaft entwickelt hat und wie sie gepflegt wurde.

Tutzing hat Anton Leidl 1975 zum Ehrenbürger ernannt.

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Der Autor Karlheinz Fuchs führt bei der Kulturnacht am 20. Oktober um 18 Uhr durch die Leidl-Ausstellung im Roncallihaus.
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