Wölfe sind unterwegs in Garatshausen, fast lebensecht im Siebdruck unter den mächtigen Bäumen und im Dickicht des Schlossparks. In der Eröffnungsfeier am 26. Januar erklärte die Deixelfurther Künstlerin Gisela Krohn ihre Gedanken hinter den Ölbildern zum Thema Wald Wolf Wildnis.
”Ein Plädoyer für die Natur in uns und um uns herum” sollen die Werke sein. 2006 wurde ein Wolf in Pöcking überfahren, das war der Anlass für sie, sich mit dem Thema Wildnis auseinanderzusetzen. Wir sind durch Märchen sozialisiert, ein Wolf im Wald bedeutet Gefahr. Wie geht man mit solchen Schwierigkeiten um? Haben wir das Recht, uns in jeden Lebensraum einzumischen?
Ein Perspektivwechsel sei nötig. Sich die Welt untertan zu machen bedeute im alttestamentarischen Sinne auch, Verantwortung zu übernehmen, zu schützen und zu bewahren. So gründete sie das Projekt Wald Wolf Wildnis, quasi als Gegenpol zu dem World Wide Web (www.), da vor allem die junge Generation, die zum großen Teil in der digitalen Welt verhaftet ist, den Kontakt zur analogen Welt wieder verstärken sollte.
Am Eingang zum BRK Schloss Garatshausen findet sich der "Königliche Lichterschwan” von Paolo de Brito und der “Wintervogel” von Jürn und Eva Ehlers schwebt über dem See. Das “wollevolle Steppenschaf” von Shige Miyagawa als Beutetier des Wolfes steht geschützt im Foyer. Inspiriert wurde er durch das Schaf, das nach 10 Jahren in der Wildnis von Neuseeland gefunden wurde und sich vor lauter Wolle kaum noch bewegen konnte.
Ein Besuch im Schlosspark lohnt sich für alle. Ein großer Dank an alle Beteiligten und vor allem an Rita Enzinger, die als Koordinatorin so wunderbar die Kunst nach Garatshausen bringt und unser BRK- Heim zu einem überregionalen kulturellen Schwerpunkt macht.




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