Zwei noch recht junge Gesangstalente – die Sopranistin Henrike Legner und der Bariton Gerrit Illenberger, beide sind bereits auf den großen Bühnen unterwegs – treffen am kommenden Sonntag, dem 18. Oktober in der Evangelischen Akademie auf einen Meister der Liedbegleitung. Unter dem Titel „tutto Brahms“ präsentieren sie bei den Tutzinger Brahmstagen gemeinsam mit dem vielfach ausgezeichneten Pianisten Gerold Huber im Duett Lieder, die Johannes Brahms bearbeitet oder komponiert hat. Es werden Kunst- und Volkslieder, altdeutsche Lieder und Duette erklingen, so wie „Vergebliches Ständchen“, „Da unten im Thale“ oder „Der Jäger und sein Liebchen“.
Gerold Huber zählt zu den international gefragtesten Liedpianisten seiner Generation. Das Klavierspiel des zweimaligen Echo-Preisträgers zeichnet sich durch außergewöhnlichen Tiefgang, Ausdruckskraft und stilistische Sensibilität aus. Huber ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, den Salzburger Festspielen, den Münchner Opernfestspielen, dem Schleswig-Holstein Musik-Festival u.v.m. Darüber hinaus konzertierte er in bedeutenden Sälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus und Musikverein, der Carnegie Hall in New York und der Wigmore Hall London. Als Solist widmet er sich vor allem den Werken von Bach, Beethoven, Brahms und Schubert. Auch als Pädagoge ist er international geschätzt und gibt regelmäßig weltweit Meisterkurse.
Gerrit Illenberger gab in der Spielzeit 2025/26 in einer Neuproduktion von Händels „Alcina“ als Melisso sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper. Er war bereits als Opernsänger an vielen renommierten Bühnen unterwegs, so an der Semperoper Dresden, bei den Opernfestspielen Heidenheim und im Festspielhaus Baden-Baden, wo er unter Kirill Petrenko sang. Auch als Konzertsolist ist er gefragt. Sein breitgefächertes Repertoire umfasst Standardwerke wie Bachs Matthäus-Passion oder Mendelssohns Elias, aber auch selten gespielte Oratorien wie Händels Occasional Oratorio.
Die Sopranistin Henrike Legner ist laut Süddeutsche Zeitung eine „Verheißung für das Barockfach“. Die junge Sängerin verbindet eine enge Zusammenarbeit mit dem Pianisten Gerold Huber. Gemeinsam mit ihm gab sie zahlreiche Liederabende. Also Solistin konzertierte sie u.a. mit dem Ensemble des WDR-Funkhausorchesters und dem Münchner Rundfunkorchester. Beim 50. Deutschen Musikwettbewerb gewann sie 2026 ein Stipendium und wurde in die Konzertförderung für die Saison 2027/28 aufgenommen.
18. Oktober 2026 – Liederabend
18 Uhr, Festsaal der Evangelischen Akademie Tutzing
„tutto Brahms“ – Volks- und Kunstlieder und Duette
Die Nachwuchsprofis Henrike Legner (Sopran) und Gerrit Illenberger (Bariton) präsentieren gemeinsam mit dem renommierten Liedbegleiter Gerold Huber Kunst- und Volkslieder sowie Duette von Johannes Brahms.
Veranstalter der Tutzinger Brahmstage ist der gleichnamige in Tutzing ansässige Freundeskreis in Kooperation mit den KunstRäumen am See von Kulturgestalterin Elisabeth Carr. Der Konzertzyklus am oberbayerischen Starnberger See zieht jedes Jahr im Herbst Fans aus Nah und Fern an. Johannes Brahms verbrachte 1873 einen Sommer in Tutzing. Sein Aufenthalt in der romantischen Voralpenregion, direkt am Starnberger See inspirierte ihn zum Komponieren bedeutender Stücke wie die Haydn-Variationen op. 56.
Die Veranstalter der Tutzinger Brahmstage danken ihren Sponsoren:
Landratsamt Starnberg, Gemeinde Tutzing, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (vertreten durch den Bayerischen Musikrat), Bezirk Oberbayern sowie der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg und dem Rotary Club Tutzing
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