Kultur
21.10.2020
Von vorOrt.news

Tutzinger Reise ins Umfeld von Brahms

Ein Novum am Freitag in der Aula des Gymnasiums - Finale der Brahmstage am Sonntag im Schloss

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Eine musikalische Reise ins Umfeld von Brahms unternehmen Esther Schöpf und Norbert Groh am Freitag © Isabelle Kroetsch

Halbzeit bei den "Tutzinger Brahmstagen". An diesem Wochenende finden die letzten Konzerte des Musikfestivals statt, bei dem es auch in diesem Jahr anspruchsvolle Darbietungen gibt.

Sehr interessant zu werden verspricht das Konzert am kommenden Freitag, dem 23. Oktober. Das renommierte Künstlerpaar Esther Schöpf und Norbert Groh stellt mit Violine und Klavier zehn kürzere Stücken von Komponisten aus dem Umfeld von Johannes Brahms vor - quasi eine Reise zu äußeren und inneren Lebenssituationen des Komponisten. Das Konzert, ein echtes Novum, findet in der Aula des Tutzinger Gymnasiums statt, Beginn ist um 20 Uhr.

Finale der Brahmstage ist am Sonntag, dem 25. Oktober im Tutzinger Schloss, wo das Festival in der vorigen Woche auch begonnen hat. Der wohl weltweit vielseitigste Cellisten Wen-Sinn Yang, der vielfach ausgezeichnete Pianist Michael Schäfer und die von Konzertkritikern immer wieder hoch gelobte Ilona Then-Berg an der Geige spielen ein Variations-Klaviertrio von Ludwig van Beethoven, das man selten hören kann, und das zweite Klaviertrio in C-Dur von Brahms. Beginn ist um 18 Uhr.

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Zum Finale der Brahmstage treten Michael Schäfer, Ilona Then-Berg und Wen-Sinn Yang (v.li.) im Tutzinger Schloss auf © wildundleise

Novum: Eine Reise zu äußeren und inneren Lebenssituationen von Brahms

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Eine Rarität präsentierten Raphaela Gromes und Julian Riem den Besuchern © Sammy Hart

Der international gefeierte Pianist Juan Pérez Floristán hatte das Festival im gut besuchten Tutzinger Schloss mit einem anspruchsvollen Klavierabend eröffnet, der wegen der Corona-Vorkehrungen gleich kurz darauf noch ein zweites Mal stattgefunden hat - sozusagen ein "doppelter" Auftakt.

Der Spanier, der bereits in fast allen Ländern Europas, in Nord- und Südamerika und in Asien konzertierte, hat ein Klavier-Recital vorgetragen: das Scherzo es-Moll op. 4 und die Intermezzi op.117 von Johannes Brahms sowie die Papillons op. 2 von Robert Schumann. Anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens spielte Floristán außerdem dessen berühmte Appassionata, die Klaviersonate f-Moll op. 57.

Weiter ging es ein paar Tage später mit einem Konzert der vielfach ausgezeichneten Raphaela Gromes am Cello und Julian Riem, ihrem äußerst vielseitigen Partner am Klavier. Sie spielten von Richard Strauss die Walzererfolge aus der Oper „Der Rosenkavalier“ sowie die bislang verschollene erste Sonate F-Dur op. 5, außerdem von Brahms die großartige zweite Cello-Sonate F-Dur op. 99 und den Ungarischen Tanz Nr. 5 fis-Moll.

„Wir wollen Kunst und Kultur auch in Pandemie-Zeiten fördern“

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Gleich zwei Mal hat der spanische Pianist Juan Pérez Floristán die Tutzinger Brahmstage in der vorigen Woche eröffnet © Agentur

Wegen der Corona-Lage ist das Programm dieser 23. Tutzinger Brahmstage etwas kürzer ausgefallen als sonst. In den Aufführungsstätten - dem Tutzinger Schloss, Sitz der renommierten Evangelischen Akademie, und der Aula des Tutzinger Gymnasiums - wurden die Sicherheitsregeln sehr ernst genommen. „Wir wollen Kunst und Kultur auch in Pandemie-Zeiten fördern“, sagte Andreas Dessauer, der 1. Vorsitzende vom Freundeskreis Tutzinger Brahmstage. Und Elisabeth Carr von den KunstRäumen am See, die seit Jahren mit den Tutzinger Brahmstagen kooperieren, ergänzte: „Wir setzen mit den Brahmstagen auch ein Zeichen.“

Die ersten Tutzinger Brahmstage haben zum 100. Todestag des Komponisten im Oktober 1997 stattgefunden. International gefeierte Opernstars wie Jonas Kaufmann, Hermann Prey, Christian Gerhaher, Michael Volle oder Franz Hawlata sowie herausragende Musiker traten hier schon auf und interpretierten Werke von Brahms und anderen Komponisten. Der vom Freundeskreis Tutzinger Brahmstage in Kooperation mit den KunstRäumen am See von Elisabeth Carr veranstaltete Konzertyklus zieht jedes Jahr im Herbst Klassikfans aus nah und fern an. Derzeit zählt der Freundeskreis 160 Mitglieder.

Die weiteren Konzerte der 23. Tutzinger Brahmstage

Freitag, 23. 10. 2020, 20 Uhr
Konzert mit Esther Schöpf und Norbert Groh (Violine/Klavier-Duo) in der Aula des Tutzinger Gymnasiums

Sonntag, 25.10.2020, 18 Uhr
Kammerkonzert mit Michael Schäfer (Klavier), Ilona Then-Berg (Violine) und Wen-Sinn Yang (Violoncello), Evangelische Akademie Tutzing

Weitere Informationen, Programm und Ticketpreise:
www.tutzinger-brahmstage.de

Kartenvorverkauf nur online
E-Mail: [email protected]
Tel. 08151 559721
Personendaten werden aufgenommen, keine Abendkasse

Mehr zu den Tutzinger Brahmstagen:
Uraufführung im Pavillon

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