Kommunikation
20.5.2020
Von vorOrt.news

Internet und Mobilfunk bleiben schlecht

Deutsche Telekom: Verbesserung erst bei Rückkehr der Antenne in die Tutzinger Bahnhofstraße

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Mäßig guter Standort: Mast beim Waldfriedhof

Keine guten Nachrichten für Tutzing gibt’s von der Deutschen Telekom. Die Mobilfunk- und Internet-Versorgung ist an etlichen Stellen der Gemeinde immer noch schlecht - und eine Verbesserung ist so schnell nicht zu erwarten. Das hat die Telekom der Gemeinde Tutzing klipp und klar mitgeteilt, wie Bürgermeisterin Marlene Greinwald im Gemeinderat berichtet. hat. Die neben dem Waldfriedhof errichtete Anlage sei zwar stark genug, doch in Tutzing gebe es allzu viele Störeinflüsse, vom See bis zu vielen anderen Sendern.

Die Deutsche Telekom hat ihre eigene Verantwortung für die Probleme zugegeben, wie die Bürgermeisterin berichtete. Eine Mobilfunkantenne des Unternehmens auf einem der Altgebäude von Boehringer-Mannheim musste wegen des Abbruchs dort abgebaut werden - und die Telekom hat sich nicht frühzeitig genug um einen anderen Standort gekümmert.

Andere Mobilfunkunternehmen waren schneller und haben längst für Ersatz gesorgt, so mit einem Mast am Bahnhof. Die Tutzinger werden deshalb in den betreffenden Netzen zurzeit deutlich besser versorgt als von der Deutschen Telekom. Sie hatte schon auf einem ihr gehörenden Grundstück an der Kirchenstraße mit einem Mastbau begonnen, doch das führte zu Protesten von Nachbarn und der Einstellung dieser Maßnahme durch das Starnberger Landratsamt. Später wurde eine provisorische Anlage beim Waldfriedhof errichtet, doch die erweist sich nun als nicht ausreichend.

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Mast am Tutzinger Bahnhof: Andere Mobilfunkenbieter nutzen ihn
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Mahnmal schlechter Planung: Der Mast an der Kirchenstraße blieb unvollendet
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Abgebrochen: Antenne auf dem Boehringer-Altbau
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In Bernried steht dieser Mast

Beschwerde in der obersten Telekom-Etage "würde nichts ändern"

Bürgermeisterin Greinwald berichtet von großen Problemen mit den Internet-Verbindungen der Deutschen Telekom in etlichen Teilen von Tutzing, so im Fischerbuchet, in Unterzeismering und im Ortszentrum. Die Deutsche Telekom sieht aber offensichtlich keinen Anlass, schnell mehr für die Versorgung ihrer Tutzinger Kunden zu tun. Sie wartet auf die Rückkehr mit ihrer Antenne auf einen der Neubauten an der Bahnhofstraße. Das wird also wohl noch zwei, drei Jahre dauern. Welche Chancen die Tutzinger mit einer Beschwerde hätten, das hat ein Mitarbeiter der Telekom gegenüber Bürgermeisterin Greinwald so formuliert: „Wir könnten bis in die oberste Telekom-Etage gehen - aber das würde für uns auch nichts ändern.“

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Während die Telekom auf die Rückkehr ihrer Antenne wartet, handhabt sie die Beschwerden ihrer Kunden sehr kulant. Wer sein Problem plausibel macht, kann mit einem ordentlichen Entgegenkommen rechnen. Dem Konzern ist es erkennbar wichtig, seine Kunden zu halten.
Wenn man bedenkt, dass das Ratsgremium den Funkmast (aus ästhetischen Gründen?) lieber gegenüber direkt im Wald aufstellen lassen wollte! Die Folge wäre eine dauerhafte Zerstörung der Natur, noch dazu in dem sensiblen Bereich zum Martelsgraben hin. Gott sei Dank hat der Waldeigentümer Weitsicht bewiesen und dem Ansinnen nicht nachgegeben.
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