Kommunikation
5.12.2020
Von vorOrt.news

Im Wald oder beim Bahnwärterhäuschen

Firma Vodafone will bei Unterzeismering eine Mobilfunk-Anlage für die Bahnlinie errichten

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Nahe der Bahnschranke bei Unterzeismering gibt es nach dem Tutzinger Mobilfunkkonzept einen geeigneten Standort © L.G.

Wieder mal gibt es einen neuen Anlauf für den Mobilfunk in Tutzing. Diesmal geht es erneut um eine bessere Versorgung der Bahnlinie, damit deren Fahrgäste in diesem Bereich gute Verbindungen haben, was zurzeit offenbar nicht ausreichend der Fall ist. Aus geplanten Mastbauten der Deutschen Telekom für diesen Zweck ist bisher nichts geworden. Standortvorschläge von Tutzing hat sie nicht akzeptiert, mit anderen Versuchen direkt neben Tutzings Gemeindegrenzen, in Garatshausen und bei Kampberg, aber in den Nachbargemeinden Bernried und Feldafing hat es bisher nicht geklappt. Nun versucht es ein anderes Unternehmen in Tutzing: Vodafone.

Vodafone will anderen Standort als das Tutzinger Mobilfunkkonzept

„Die Funknetzplanung der Vodafone GmbH hat dringenden Bedarf für einen weiteren Standort südlich von Unterzeismering ermittelt“: Das hat die Rathaus-Verwaltung im Gemeinderat mitgeteilt. Das von Vodafone beauftragte Unternehmen Vantage Towers GmbH hat auch schon einen Wunschplatz gefunden: im Wald direkt südlich der Stelle, an der sich die Bahnlinie in einen Zweig nach Weilheim/Garmisch und einen anderen Zweig nach Kochel gabelt.

Ein Mobilfunkkonzept, das die Gemeinde vor Jahren unter dem damaligen Bürgermeister Rudolf Krug erstellen ließ, hält für diese Gegend jedoch einen anderen Standort-Vorschlag bereit: südlich des Bahnübergangs an der Diemendorfer Straße, beim dort befindlichen Bahnwärterhaus.

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Gemeinderat hält beide Varianten für möglich

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Hoch hinaus über Tutzing will Vodafone - aber wo genau, das steht noch nicht fest © pixabay

Im Gemeinderat gab es - bei einer Gegenstimme von Caroline Krug - eine generell positive Entscheidung für die Planung von Vodafone. Wie die Standort-Entscheidung ausfallen wird, ist aber dennoch nicht klar: Der Beschluss hält beide Varianten offen. Auf der einen Seite wird auf das Mobilfunkkonzept und den eigentlich bevorzugten Standort beim Bahnwärterhäuschen verwiesen. Auf der anderen Seite wird erklärt, auch der vorgeschlagene Standort südlich der Gabelung der Bahnlinie könne herangezogen werden, falls der Platz beim Bahnwärterhäuschen aus technischen Gründen nicht geeignet sei.

Dem neuen Wunschstandort von Vodafone schreibt die Gemeindeverwaltung sogar Vorteile zu. So seien die Entfernungen zur Wohnbebauung von dort aus größer als an der anderen Stelle. Die Abstände betragen nach Angaben der Gemeinde 560 Meter bis zu einer Streusiedlung östlich von Kampberg, 900 Meter bis Unterzeismering und 1000 Meter bis Kampberg. Außerdem könne der Mast im Wald fürs Landschaftsbild optisch unauffälliger gestaltet werden.

Was sagen die Grundstückseigentümer?

Ob dabei auch die - offenbar privaten - Grundstückseigentümer dieses Bereichs mitspielen werden, scheint allerdings noch nicht festzustehen. Nach Kenntnis von Georg Schuster (FDP) hat von Seiten Vodafone mit ihnen darüber mit ihnen noch niemand gesprochen. Im Gemeinderat wurde die Auffassung vertreten, dass der Plan schon an diesem Aspekt scheitern könnte, falls sie nicht zustimmen sollten.

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