Von vorOrt.news

Gemeinderat: CSU siegt mit 40,1 Prozent

Acht Mandate - Grüne mit 17,8 Prozent und vier Mandaten auf Platz zwei - Einige Jüngere gewählt

Die CSU hat die Tutzinger Gemeinderatswahl mit 40,1 Prozent gewonnen. Im Vergleich mit der Gemeinderatswahl 2020 hat sie kräftig zugelegt, damals waren es 31,43 Prozent (siehe unten). Zulegen konnten bei den Stimmanteilen außer der CSU auch die Tutzinger Liste (von 5,7 auf 6,9 Prozent) und die SPD (von 5,33 auf 6,3 Prozent). Verluste gab es für die Grünen, die Freien Wähler, die UWG Traubing und die ÖDP, die FDP ist etwa auf ihrem Stand vor sechs Jahren geblieben. Bei den Mandaten wirkt sich das unterschiedlich aus. Die UWG beispielsweise hat trotzdem ein Mandat gewonnen.

Einige Jüngere haben den Sprung in den Gemeinderat geschafft, so Ann-Kathrin Pulfer, Tobias Wegl (beide CSU) und Tobias Möller (Grüne).

Mehrere Gemeinderatsmitglieder, die schon relativ lange diesem kommunalen Gremium angehört haben, sind zunächst nicht wiedergewählt worden, so Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (Tutzinger Liste), Georg Schuster (FDP) und Claus Piesch (Freie Wähler). Nun stehen aber erst einmal Beratungen in den einzelnen Parteien und Gruppen an. Es gilt als möglich, dass nicht alle der Gewählten ihre Mandate auch annehmen. Falls jemand auf sein Mandat verzichten sollte, dann wäre jemand von den Nachrückern am Zug.

Die Stimmenzahl allein ist nicht entscheidend dafür, wer in den Gemeinderat gewählt worden ist. Da spielen auch andere Faktoren eine Rolle. Alle 20 Personen. die auf der CSU-Liste kandidiert haben, sind zum Beispiel mit mehr als 1000 Stimmen gewählt worden. Bei einigen anderen reichen ein paar hundert Stimmen zum Einzug in den Gemeinderat.

Platz 1: CSU

Die CSU (35 951 Stimmen) ist aus dieser Gemeinderatswahl so stark hervorgegangen wie lange nicht mehr. Sie hat zwei Mandate dazu gewonnen und verfügt damit künftig über acht Sitze. Zusätzlich stellt sie den Bürgermeister. Gewählt wurden für die CSU Ludwig Horn (5046 Stimmen), Dr. Thomas von Mitschke-Collande (2973 Stimmen), Ann-Kathrin Pulfer (2217 Stimmen), Thomas Parstorfer (2197 Stimmen), Dr. Ernst Lindl (2123 Stimmen), Tobias Wegl (2043 Stimmen), Rolf Bäck (1984 Stimmen) und Florian Schotter (1979 Stimmen). Da Ludwig Horn als gewählter Bürgermeister sein Mandat nicht in Anspruch nehmen wird, wäre die Nächste Johanna Pfänder (1954 Stimmen). Auf sie folgt als weitere Nachrückerin Juliana von Brühl-Störlein mit 1618 Stimmen.

Platz 2: Bündnis 90 / Die Grünen

Auf Platz zwei stehen die Grünen (15 972 Stimmen) mit 17,8 Prozent. Sie haben gegenüber 2020 verloren (damals 21,37 Prozent), aber wieder vier Mandate erreicht, ebenso viele wie 2020. Wegen der Trennung von Christine Nimbach waren sie aber zuletzt nur mit drei Sitzen in dem Gremium vertreten. Gewählt worden sind für die Grünen Flora Weichmann (1533 Stimmen), Bernd Pfitzner (1454 Stimmen), Tobias Möller (1202 Stimmen) und Gerald Herrmann (1113 Stimmen).

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Platz 3: Freie Wähler

Verloren haben auch die Freien Wähler (7879 Stimmen). Sie haben nur 8,8 Prozent erreicht gegenüber 14,53 Prozent 2020. Und sie haben jetzt nur noch zwei Mandate, bisher waren es drei. Gewählt worden sind für die Freien Wähler Altbürgermeisterin Marlene Greinwald (2196 Stimmen) und Verena von Jordan-Marstrander (1429 Stimmen).

Platz 4: UWG Traubing

Leichte Einbußen gab es für die UWG Traubing (6765 Stmmen), die als einzige Gruppierung des Gemeinderats einen Tutzinger Ortsteil vertritt. Sie bringt es diesmal auf 7,5 Prozent, vor sechs Jahren waren es 7,97 Prozent. Trotz des gleichen Stimmenanteils wie die FDP - beide haben 7,5 Prozent erreicht - erhält die UWG zwei Mandate. Das verdankt sie einem Vorsprung von 79 Stimmen vor der FDP. Die zwei Mandate gewonnen haben Dr. Franz Matheis mit 1202 Stimmen, der im Gemeinderat auch bisher dritter Bürgermeister ist, und Fritz Geiger jun. mit 533 Stimmen.

Platz 5: FDP

Die FDP (6686 Stimmen) hat mit 7,5 Prozent etwa wieder das gleiche Ergebnis wie 2020 erreicht, aber dennoch eines ihrer bisher zwei Mandate verloren. Gewählt worden ist Dr. Joachim Weber-Guskar mit 2217 Stimmen.

Platz 6: Tutzinger Liste

Die Tutzinger Liste (6184 Stimmen) konnte ihren Stimmenanteil von 5,7 auf 6,9 Prozent erhöhen . Das Ziel der Wiederwahl der beiden amtierenden Gemeinderäte wurde dennoch knapp verfehlt (um 0,7 Prozentpunkte). So bleibt es für den Bürgerverein bei einem Mandat - aber das erhält nicht Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg (1013 Stimmen), der diese Gruppierung über zwei Perioden allein im Tutzinger Gemeinderat vertreten hat. Gewählt worden ist mit 1144 Stimmen Barbara Doll, die sich in der jetzt ablaufenden Periode von der UWG Traubing getrennt und nun bei der Tutzinger Liste auf Platz 1 kandidiert hat.

Platz 7: SPD

Die SPD (5672 Stimmen) hat gegenüber 2020 leicht von 5,33 auf 6,3 Prozent zugelegt. Sie bleibt aber bei einem Mandat, das Christiane Feichtmeier mit 955 Stimmen gewonnen hat. Stefanie Knittl, die die SPD bisher als einzige im Gemeinderat vertreten hat, liiegt mit 808 Stimmen auf dem zweiten Platz.

Platz 8: ÖDP

Etwas verloren hat gegenüber 2020 die ÖDP (4502 Stimmen). Sie erreicht 5,0 Prozent, damals waren es 6,22 Prozent. Gewählt worden ist Caroline Krug, die auch bisher die einzige Mandatsträgern dieser Partei war, mit 1699 Stimmen.

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Das Ergebnis der Tutzinger Gemeinderatswahl 2020

Die gewählten neuen Gemeinderatsmitglieder

CSU 8 Mandate
Ludwig Horn, Dr. Thomas von Mitschke-Collande, Ann-Kathrin Pulfer, Thomas Parstorfer, Dr. Ernst Lindl, Tobias Wegl, Rolf Bäck und Florian Schotter. Da Ludwig Horn als gewählter Bürgermeister sein Mandat nicht in Anspruch nehmen wird, wäre die Nächste Johanna Pfänder.

Freie Wähler 2 Mandate
Marlene Greinwald und Verena von Jordan-Marstrander

Grüne 4 Mandate
Flora Weichmann, Bernd Pfitzner, Tobias Möller und Gerald Herrmann

SPD 1 Mandat
Christiane Feichtmeier

UWG 2 Mandate
Dr. Franz Matheis
Fritz Geiger jr.

FDP 1 Mandat
Dr. Joachim Weber-Guskar

ÖDP 1 Mandat
Caroline Krug

Tutzinger Liste 1 Mandat
Barbara Doll

ID: 8589
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Kommentare


Für die ödp und damit für Frau Krug hätte ich mir sehr viel mehr Stimmen gewünscht, denn es ist wichtig, dass sich eine ökologische, demokratische Partei beidem zuwendet:

- Der Ökologie UND
- den betroffenen Menschen!

Beides gehört zusammen, damit ökologische Veränderungen verträglich sind und gesellschaftliche Akzeptanz finden.

Genau dies, das menschliche Zusammenspiel sehe ich bei der ödp.
“Die Kombination „FW Freie Wähler Tutzing“ ist gemäß Wahlanmeldung erforderlich und wird am 26.02. im Tutzinger Hof oder schon am 22.02. vor dem Rathaus/Wochenmarkt natürlich gerne erklärt.”

So lautete die einzige öffentliche Erklärung eines Kandidierenden der freie Wähler TUTZING in einem Kommentar zu einer Wahlwerbung der Wählervereinigung auf vorOrtnews vom 26.2. In diesem Artikel kamen Fragen auf anlässlich Fragen des eingefügten “FW” vor "freie Wähler TUTZING". Das hat mich bestärkt in meiner Wahrnehmung, dass die Wählervereinigung eigenständig kandidiert und es sich lediglich um eine bürokratische Formalie handelt, wie die freie Wähler TUTZING neu abgekürzt werden.

Denn die einzig richtige und transparente Antwort wäre doch gewesen: "Die Kombination "FW Freie Wähler Tutzing" ist gemäß Wahlanmeldung erforderlich, da wir als Wählervereinigung freie Wähler TUTZING zusammen mit der Partei FREIE WÄHLER Bayern einen gemeinsamen Wahlvorschlag eingereicht haben und wie in 2020 als politisches Bündnis kandidieren."
Der Wahlkampf der Wählervereinigung freie Wähler TUTZING mit ihrer deutlichen Betonung auf Abgrenzung zur Partei FREIE WÄHLER Bayern hat mir den Eindruck vermittelt, dass die lokale Wählervereinigung eigenständig zur Gemeinderatswahl antritt. Selbst die amtliche offizielle Abkürzung für den Wahlvorschlag wurde abgeändert von "FW" in 2020 auf "FW Freie Wähler Tutzing" in 2026 . Erst aus der Angabe auf dem Stimmzettel habe ich erkannt, dass in 2026 bei der Gemeinderatswahl wieder das politische Bündnis von Partei FREIE WÄHLER Bayern und lokaler Wählervereinigung Freie Wähler Tutzing gemeinsam kandidiert - in einer gemeinsamen Wahlvorschlagsliste.

Der Ausweis in der Tabelle oben zeigt ein Wahlergebnis der "Freie Wähler" von 8,8 % (für 2020 unter der Abkürzung "FW" von 14,53%).
Die Zahlen sind richtig, die gewählte Bezeichnung also falsch.

Wer sind die "Freie Wähler" in 2026? Die lokale Wählervereinigung freie Wähler TUTZING oder die Partei FREIE WÄHLER Bayern? Oder das politische Bündnis von Partei und Wählervereinigung? Und warum wurde die offizielle Kurzbezeichnung für das Bündnis von "FW" in 2020 auf "FW FW Tutzing" in 2026 geändert?

In 2020 hat sich die Wählervereinigung Freie Wähler Tutzing (bzw. deren Kandidaten) in ihrer Wahlwerbung klar unter dem Logo der Partei FREIE WÄHLER Bayern als "Ortsverband Tutzing" öffentlich präsentiert. Bei der Gemeinderatswahl hat das politische Bündnis von Partei FEIE WÄHLER Bayern und lokaler Wählervereinigung Freie Wähler Tutzing gemeinsam kandidiert - in einer gemeinsamen Wahlvorschlagsliste.

In 2026 hat sich die lokale Wählervereinigung Freie Wähler Tutzing (bzw. deren Kandidaten) in ihrer Wahlwerbung öffentlich von der Partei FREIE WÄHLER Bayern distanziert. Mit einem neuen Internetauftritt, neuem Logo, in sonstiger Wahlwerbung und in Pressemitteilungen. Das neue Logo der lokalen Wählervereinigung freie Wähler TUTZING bekam explizit den Zusatz "parteifrei". Erst aus der gemeinsamen Nennung von Partei und Wählervereinigung auf dem Stimmzettel habe ich erkannt, dass in 2026 bei der Gemeinderatswahl wieder das politische Bündnis von Partei FEIE WÄHLER Bayern und lokaler Wählervereinigung Freie Wähler Tutzing gemeinsam kandidiert - wieder in einer gemeinsamen Wahlvorschlagsliste.

So hat auch die offizielle digitale Anzeigetafel für das Wahlergebnis der "FW/FW Tutzing" von 8,8%-Punkten zunächst falsch einen Stimmengewinn von +8,8 %-Punkte ausgewiesen. Also den Eindruck vermittelt, die Wählervereinigung wäre eigenständig neu zur Wahl angetreten. Erst nach dem Schreiben der TUTZINGER LISTE vom 10.3.26 an die Tutzinger Wahlleiterin wurde diese fehlerhafte Angabe auf - 5,7%-Punkte Stimmenverlust korrigiert.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass in Tutzing der Wahlkampf mal wieder sehr lau geführt wurde, und meist jede Partei für sich auf eigenen Veranstaltungen, wo man v.a. auf das eigene Klientel trifft. Gut um diese Wähler bei der Stange zu halten, aber andere Wählerschichten gehen da weniger hin.
Gefehlt hat die große Podiumsdiskussion auf der die Vertreter möglichst aller Parteien ihre Positionen zu den wichtigsten Themen für Tutzing im direkten Vergleich darstellen und begründen ... Die Stände am Wochenmarkt jeden Samstag können solch direkte Dispute nicht ersetzen.
Davon - so scheint mir - hat der Platzhirsch CSU mehr profitiert, als all die anderen und kleineren Wettbewerber.

Jetzt ist es so wie es ist.
Für unsere CSU Fraktion geht mit der herausragenden Präsenz im Gemeinderat und den Ausschüssen auch eine ebenso herausragende Verantwortung über die eigene Wählerschaft hinaus einher.
Als Tutzinger Bürger erwarte ich ganz offen, dass sich unsere CSU Gemeinderäte diesbezüglich KEIN VORBILD bei der Söderschen Landespolitik nehmen, à la "unsere Politik ist immer die Bessere, alles was von den anderen kommt, kann nur schlecht sein".
(Bearbeitet)
Sehr geehrte Tutzinger Bürgerinnen und Bürger,
ich möchte Ihnen hiermit ausdrücklich meinen herzlichen Dank für das in mich gesetzte Vertrauen bei der Gemeinderatswahl in Tutzing aussprechen. Ich werde weiterhin versuchen, den Menschen eine Stimme zu verleihen, die Unterstützung und Hilfe brauchen. Für den Erhalt unserer Natur und Artenvielfalt sowie eine lebendige Demokratie und eine Politik mit transparenten und bürgernahen Entscheidungen werde ich mich einsetzen.
Mit lieben Grüßen Caroline Krug