Auf dem Tutzinger Online-Portal „vorort.news“ wird in den Kommentaren aktuell unwahr behauptet, die Entscheidung von Barbara Doll, ihr bei der Kommunalwahl vom 8. März gewonnenes Mandat im Gemeinderat nicht anzunehmen, sei von der Tutzinger Liste beeinflusst worden. Diese Aussagen sind unwahr und entbehren jeder Grundlage. Wir weisen die rufschädigenden Behauptungen in aller Deutlichkeit zurück.
Aufgrund der entstandenen Gerüchte hat das Tutzinger Wahlamt den Vorgang von Amts wegen aufgegriffen. In diesem Zusammenhang wurde uns heute in einem Telefonat mit dem Tutzinger Wahlamt mitgeteilt, dass Barbara Doll bestätigt hat, dass Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg auf ihre Entscheidung keinen Einfluss genommen habe.
Auch hat die Tutzinger Liste Barbara Doll aufgrund der kursierenden Gerüchte am 19.03. mündlich sowie am 21.03. schriftlich dazu aufgefordert, ihr Mandat anzunehmen – als sachlich gebotenen Schritt, um dem Wählerwillen zu entsprechen – mit oder ohne die Tutzinger Liste, also auch in unserem Einvernehmen parteifrei. Barbara Doll hat leider gestern Abend schriftlich gegenüber Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg erklärt, dass sie bei ihrer Entscheidung bleibt und das Mandat nicht antreten wird.
Die Entscheidung über die Annahme eines Mandats ist eine ausschließlich persönliche und eigenverantwortliche Entscheidung. Die Tutzinger Liste hat keinen Einfluss auf diese persönliche Entscheidung von Barbara Doll genommen.
Vorstand Tutzinger Liste e.V.
Der neue Tutzinger Gemeinderat
Weitere Berichte:
Bürgermeister Ludwig Horn
Der konstruktive Kurs
Die Grünen
Mit Hilfe der Bürger
ÖDP
Die besten Lösungen für die Menschen
SPD
„Wohnen darf auch in Tutzing kein Luxus werden“
Tutzinger Liste
Tutzinger Liste weist unwahre Behauptungen in Online-Kommentaren entschieden zurück
Diskussion über den "Wählerwillen"
Tutzinger Liste steigert Stimmenanteil - zweiter Sitz knapp verfehlt
UWG Traubing
Die Tutzinger Ortsteile im Blick
UWG Traubing: Fritz Geiger verzichtet auf Mandat
Kommentar hinzufügen
Kommentare
Habt Ihr den Kommentar im Beitrag: Tutzing ist Ort der Demokratie gelesen?
Ich hab ihn leider erst jetzt gesehen und genauer unter die Lupe genommen!
Ich muss dem Schreiber völlig Recht geben.
Er hätte ihn nur hier veröffentlichen sollen um mehr Beachtung zu finden!
TL. wie war das mit Ort der Demokratie?
Es ist auch ein großer Artikel über den Ort der Demokratie im Starnberger Merkur, in die Demokratie genauer erörtert wird.
Nehmt Euch mal ein Beispiel daran!
Die Partei hat kein Wahlrecht, wen sie nachschiebt. Auch ist keine nachträgliche Änderung möglich. Entscheidend ist ausschließlich das Wahlergebnis nach Stimmen.
Das ist die Nachrücklisste:
Lucie Vorlíčková – 452 Stimmen
Markus Guggemos – 292 Stimmen
Dr. Barbara Hopf – 267 Stimmen
Katharina de la Fontaine – 259 Stimmen
David Freiherr von Hammerstein – 251 Stimmen
Fabian Waidacher – 245 Stimmen
Uli Dillmann – 243 Stimmen
Thorsten Kerbs – 239 Stimmen
Anna Freifrau von Werthern-Kuhn – 238 Stimmen
Sophie Schmitz – 234 Stimmen
Dr. Kira Essiger – 231 Stimmen
Prof. Dr. Heinrich Aldebert – 214 Stimmen
Gerd Bittl-Fröhlich – 167 Stimmen
Michael Schubert – 165 Stimmen
Felicia Kollhuber – 154 Stimmen
Isabell Riedelsheimer – 148 Stimmen
Dr. Franz Schenk – 118 Stimmen
Christian Frohnholzer – 110 Stimmen
Kerbs ist also out of bounds
Da Frau Doll die Wahl nicht annimmt, rückt automatisch der nächste Kandidat gemäß Stimmenreihenfolge nach – in diesem Fall Dr. Behrens-Ramberg. Maßgeblich ist ausschließlich das Wahlergebnis. Und nimmt er nicht an dann siehe oben.
Doll Barbara
Dr. Behrens-Ramberg Wolfgang
Vorlíčková
Guggemos
Wenn Herr Dr. Behrens-Ramberg also verzichten würde, könnte Frau Barbara Doll in Funktion der 1. Nachrückerin demnach also wieder im Gemeinderat sein.
Barbara Doll → 1. Nachrückerin
Lucie Vorlíčková → 2. Nachrückerin
Das dürfte zum Glück der aktuelle Stand sein.
Nur am Rande:
Der Versuch der Tutzinger Liste, den Sachverhalt zu erklären, war zwar grundsätzlich lobenswert, war kommunikativ jedoch nicht optimal. Es hätte völlig ausgereicht, die Fakten schlicht zu benennen: Frau Doll nimmt die Wahl nicht an – idealerweise verbunden mit einer kurzen persönlichen Erklärung von ihr selbst, dass sie die Wahl aus persönlichen Gründen nicht annimmt. Stattdessen hat man sich unnötig ins Kreuzfeuer der Meinungen begeben. Eine solche klare Aussage hätte bei den Wählern für Bedauern gesorgt – und damit wäre es gut gewesen.
Dazu müssten gemäß Wahlergebnis noch acht Nachrücker der TL die Wahl nicht annehmen.
Im Gegenteil: Genau dieser, von Herrn Dornow in die Debatte geführte, freiwillige Rücktritt von Herrn Dr. Behrens-Ramberg wäre die beste aller Möglichkeiten um Vertrauen sofort und nachhaltig wieder herzustellen. Es wäre eine große menschliche Geste.
Damit würde am Ende genau das eintreten, was die Wähler vermutlich am wenigsten wollten – sonst hätten sie gleich grün gewählt. Allein schon die Aufstellung von N3 hat so manchem, wie ich höre, nicht gefallen und zum Wettbewerb wechseln lassen.
Ansonsten ist auch Herrn Rekus durchaus recht zu geben; eine wirklich überzeugende Erklärung vermisse ich ebenfalls.
All' denen ganz unpolitisch und nachvollziehbar erklären, warum ihre 1.144 Stimmen für Frau Doll nach der Wahl ins Leere gingen?
Dabei auch eigene Fehler unumwunden zu benennen, wäre ein Akt menschlicher Größe und der Empathie gegenüber den Tutzinger Wählerinnen & Wählern.
Was ist passiert? Barbara Doll gewinnt bei der Kommunalwahl ein Mandat für die Tutzinger Liste. 1.144 Stimmen. Ordentlich. Und dann: tritt sie es nicht an. Einfach so. Wie jemand, der im Restaurant bestellt, das Essen kommt, und man sagt: „Ach wissen Sie was, ich hab eigentlich keinen Hunger." Nachrücker wird ausgerechnet Dr. Behrens-Ramberg, der mit 131 Stimmen weniger auf dem Zettel stand. Die Online-Kommentarspalte explodiert. Wurde da nachgeholfen? Wurde geschoben? War das die bayerische Variante von „Frank, du übernimmst jetzt"?
Die Tutzinger Liste reagiert, wie Organisationen immer reagieren, wenn's eng wird: mit einer Pressemitteilung, die vor lauter „entschieden zurückweisen" und „jeder Grundlage entbehren" klingt wie vom Anwalt diktiert, der nach Silben abrechnet. Man habe Frau Doll sogar aufgefordert, das Mandat anzunehmen. Mündlich am 19. März. Schriftlich am 21. Am 23. kam dann das Nein. Man stelle sich das vor: Eine Wählergemeinschaft bettelt ihre eigene Kandidatin an, doch bitte den Job zu machen, für den man sie aufgestellt hat. Das ist, als würde der FC Bayern seinen Neuzugang bitten, vielleicht doch mal zum Training zu erscheinen.
Das Wahlamt hat den Vorgang „von Amts wegen aufgegriffen". Von Amts wegen. In Tutzing. Das ist ungefähr so, als würde Interpol einen Fahrraddiebstahl in Traubing untersuchen. Aber gut, Ordnung muss sein, auch zwischen Ammersee und Starnberger See.
Was bleibt? 1.144 Wählerinnen und Wähler, die Barbara Doll ihr Kreuzchen gaben und jetzt jemand anderen bekommen. Demokratie als Überraschungsei. Und eine Wählergemeinschaft, die versichert, keinen Einfluss genommen zu haben. Was natürlich stimmen kann. Aber wie sagt man so schön in Oberbayern: Wer sich verteidigt, bevor er angeklagt ist, hat den Richter schon nervös gemacht.
Gemeinderat: CSU siegt mit 40,1 Prozent
Am gleichen 17.3.2026 an dem die TL auch die nachträgliche Kandidatenrochade veröffentlichte.
Ein Paradebeispiel für einen Zufall.
Ein Schelm, dem dabei das Stichwort "Ablenkungsmanöver" durch die Birne geistert.
Dieses Ergebnis konnte nur zustande kommen, indem Barbara Doll ihre Wahl abgelehnt bzw. nicht angenommen hat. Dieses Ergebnis steht auch schon eine Weile so fest, jedenfalls stand es schon vor dem 19.03.2026 fest.
Ich verstehe nicht, was es bringen sollte, Barbara Doll nachdem sie ihre Wahl bereits abgelehnt hat am 19.03. mündlich sowie am 21.03. noch einmal schriftlich dazu aufzufordern, ihr Mandat anzunehmen. Soweit ich weiß, ist das dann doch gar nicht mehr möglich. Einmal abgelehnt ist abgelehnt. Da gibt es meines Wissens keinen Rücktritt vom Rücktritt.
Ich will an dieser Stelle nicht mehr der dennoch weiterhin spannenden Frage nachgehen, was die motivierte und frisch wiedergewählte Barbara Doll zu ihrem Rücktritt bewogen haben könnte. Erstens werde ich sonst wieder zensiert (Diskussion über den "Wählerwillen" ) und zweitens soll Barbara das lieber selber machen, falls sie es will.
Mir geht es um was anderes. Wir sind alle Laien. Ich habe ja auch keine Ahnung von Kommunalpolitik. Aber was mich maßlos ärgert ist, wenn mir jemand, der offensichtlich noch weniger Ahnung hat, zuerst erklärt, wie vorbildliche Kommunalpolitik zu funktionieren hat und dann selbst genau die Sachen macht, die anprangert werden. Also zum Beispiel wie man durch "freiwillig vollzogene Transparenz die Wähler vor (unliebsamen) Überraschungen schützt" (Kandidatenlisten zwischen Gesetz und Lebensrealität ) und dann selber die gravierendste dieser "Überraschungen" produziert.
Da wird der Splitter im Auge des Bruders erkannt und der Balken im eigenen übersehen.
So oder so ist es für den Wähler eine Entäuschung.
Da kann man nur hoffen das der Nachfolger keinen Rückzieher macht!