Von Paul Friedrich

FDP-Ortsvorstand neu gewählt

Debatte über Tutzinger Gymnasium und Krankenhaus Starnberg

Am Montag dieser Woche hat die FDP Tutzing zur Neuwahl ihres Ortsvorstandes eingeladen. Als Vorsitzender wiedergewählt wurde der Tutzinger Gastroenterologe Dr. Joachim Weber-Guskar, der seit 2020 auch Mitglied im Tutzinger Gemeinderat ist. Seine Stellvertreter sind Paul Friedrich, ehemaliger Jugendbeirat und Gemeinderatskandidat sowie der Immobilienunternehmer aus Traubing Marc-Philipp Pisarek, der ebenfalls für den Rat kandidiert. Schatzmeister ist weiterhin der Steuerberater und Professor Prof. Dr. Maximilian Levasier (Gemeinderat von 2017 bis 2020, nun wieder Kandidat).

Geleitet wurde die Sitzung vom FDP-Landratskandidaten Markus Deschler aus Gauting. Mit dabei war auch die FDP-Kreisvorsitzende und stellvertretende Landrätin Britta Hundesrügge.

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FDP-Kommunalpolitiker aus Tutzing und dem Landkreis: (von links) Markus Deschler, Prof. Maximilian Levasie, Britta Hundesrügge, Paul Friedrich, Dr. Joachim Weber-Guskar und Marc-Philipp Pisarek © FDP Tutzing

Gymnasium braucht Neubau

Intensiv diskutiert wurde über das Tutzinger Gymnasium. „Das Gymnasium ist so seit langem nicht mehr tragbar. Schon als ich noch Schüler war, ist das Gebäude höchst baufällig gewesen“, konstatiert Friedrich. Auch der Landkreis, der mittlerweile Sachaufwandsträger ist habe das erkannt, betonte Hundesrügge, erklärte aber auch: „Im Kreis wurden uns verschiedene Sanierungskonzepte vorgestellt. Ich weigerte mich jedoch, die am ‚wenigsten schlechte Alternative‘ zu wählen. Was wir brauchen ist eine gute Lösung!“ Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass allein ein Neubau eine gute Lösung wäre. „Alles andere wäre Flickschusterei“, meint Friedrich. Der Bürgermeister stehe deshalb in der Verantwortung ein neues Grundstück zu finden. „Daran werden wir ihn in den kommenden Jahren messen“, betonte Dr. Weber-Guskar.

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Kreiskrankenhaus frisst Handlungsfähigkeit der Gemeinde auf

Auch ein anderes Thema besorgte die FDP. Dr. Weber-Guskar, der als Arzt die Krankenhauslandschaft in Starnberg und Umgebung gut kennt, sorgt sich um das Kreiskrankenhaus und dessen Finanzen. „Das Kreiskrankenhaus erzielt jährlich ein horrendes Defizit. Ausgeglichen kann dies nur werden durch eine Erhöhung der Kreisumlage, dadurch sinkt aber der Handlungsfreiraum von uns als Gemeinde“, kritisiert Dr. Weber-Guskar. Der Landratskandidat Markus Deschler, selbst dritter Bürgermeister in Gauting, pflichtete ihm bei: „So geht es nicht weiter. Die Kreisumlage muss langfristig auf 50 % zurückschrumpfen. Dafür brauchen wir eine Krankenhausreform im Landkreis.“ Die FDP setzt sich deshalb für ein, das Kreiskrankenhaus einhäusig zu gestalten, Doppelstrukturen abzubauen und sich besser mit anderen Krankenhäusern in der Region zu koordinieren.

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