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Wie soll der Platz heißen?

Bürgerbeteiligung bei Namensuche - "Willkommen auf der neuen Hauptstraße" heute im Ausschuss

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Stachus? Marienplatz? Vetterlhausplatz? Bei der Namengebung ist eine Bürgerbeteiligung vorgesehen © L.G.

Während die Sanierung der Tutzinger Hauptstraße nach sechs Jahren vor ihrem Abschluss steht, rücken Planungen für die künftige Gestaltung des Ortskerns in den Mittelpunkt der Diskussionen. Der Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss des Gemeinderats greift diese Thematik in seiner nächsten Sitzung am kommenden Dienstag, dem 30. September unter zwei verschiedenen Aspekten auf.

Zum einen steht die Namengebung des vorgesehenen neuen Platzes an der Einmündung der Marienstraße in die Hauptstraße zur Debatte., zum anderen die künftige Gestaltung des Ortszentrums. Beim Platz wird in der Einladung zur Sitzung eine Bürgerbeteiligung erwähnt. Zum künftigen Namen sollen also offenkundig die Meinungen der Einheimischen eingeholt werden.

Vor allem drei verschiedene denkbare Bezeichnungen kursieren: Marienplatz, Stachus und Vetterlhausplatz. Für viele Menschen in der Tutzinger Bevölkerung ist diese Fläche seit jeher der „Stachus“. Den Namen „Marienplatz“ haben die Verantwortlichen der in Bau befindlichen Wohn- und Geschäftsanlage gegenüber de Einmündung der Marienstraße auf Plakate geschrieben, und auch das alteingesessene Café neben der Leidlstraße trägt mittlerweile den Namen „Café Marienplatz“. Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK wiederum steht für die Fläche die Bezeichnung „Vetterlhausplatz“, weil sich dort das älteste Gebäude von Tutzing, das Vetterlhaus, befindet. Stachus, Marienplatz, Vetterlhausplatz

"Ein Ende ist in Sicht"

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Lebendig und attraktiv: Während der langen Straßensanierung haben Tutzinger Geschäftsleute mit pfiffigen Ideen versucht, aus der Not eine Tugend zu machen, so beispielsweise mit Liegestühlen neben Baustellenschildern wie hier Intersport Thallmair © L.G.

Komplett fertig ist nach Fertigstellung der Hauptstraße noch längst nicht alles. So sollen anschließend weitere Arbeiten an den innerörtlichen Nebenstraßen, Gestaltungen von Freiflächen und Korrekturen bisheriger Maßnahmen folgen. In der Ausschusssitzung am Dienstag gibt es aber schon einen weiteren in die Zukunft weisenden Tagesordnungspunkt: "Willkommen auf der neuen Hauptstraße - Aktion zur Innenstadtbelebung“.

Auch Tutzings Bürgermeister Ludwig Horn widmet seinen jüngsten Bürgermeisterbrief ganz „der Lebensqualität in unserem Ort“. Bei den Baustellen arbeiteten alle Beteiligten mit Hochdruck daran, wichtige Arbeiten noch vor dem Frost abzuschließen. An der Hauptstraße werde die Fahrbahn in den nächsten Wochen immer weniger beeinträchtigt, die Restarbeiten würden beginnen: „Ein Ende ist in Sicht.“

Ausdrücklich geht Horn auf die Bedeutung des Geschäftslebens für die Attraktivität von Tutzing ein: „Wir alle freuen uns über einen belebten und schönen Ortskern, über das Angebot unserer Gastronomen und Einzelhändler, über eine angenehme Atmosphäre durch Bepflanzungen und durchdachte Wegeführungen.“ Man genieße Aufenthaltsorte zum Verweilen und zur Ruhe ebenso wie Orte voller Unterhaltung und Lebensfreude. „Um all das zu erhalten, braucht es zweierlei: engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer sowie die finanziellen Mittel der Gemeinde, um Investitionen zu ermöglichen“, folgert Horn.

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Kreuz und quer über die Straße, zwischen wartenden Autos hindurch und an Absperrungen vorbei: Mit den Wegen zu den Tutzinger Geschäften haben die Einheimischen Erfahrungen der eigenen Art gemacht. An Klagen von Geschäftsleuten wegen der Belastungen durch die Straßensanierung war in jüngerer Zeit kein Mangel. Aber nun keimen Hoffnungen auf eine neue Belebung im Ort. © "So gehen alle Geschäfte kaputt"

„Denken Sie bei Ihren Einkäufen und Aufträgen an unsere Unternehmerinnen und Unternehmer"

In der gesamten Gemeinde und auch an der Hauptstraße gebe es eine große Vielfalt, zählt der Bürgermeister auf: „Gastronomisches Angebot von Bäckereien, Cafés, Restaurants, Hotels und Imbissen, Einzelhändler und Handwerker für die tägliche Versorgung. Dienstleister, Ärztinnen und Ärzte, Floristen, Apotheken, Friseure, Makler, Optiker und Akustiker, Juweliere, Kosmetiker, Kreative sowie Gewerbetreibende unterschiedlichster Art.“ Sie alle machten den Ortskern und die Gemeinde lebendig und attraktiv: „Sie schaffen Begegnung und Austausch.“ Und durch ihre Gewerbesteuer trügen sie maßgeblich zur Finanzierung der Gemeinde bei – ob für Investitionen beispielsweise in die Feuerwehren, Schulen, Kindergärten, für die Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder für die Verbesserung der Straßen, Wege und Radwege.

Horn richtet in seinem Bürgermeisterbrief einen Appell an die Tutzinger Bevölkerung: „Denken Sie bei Ihren Einkäufen und Aufträgen an unsere Unternehmerinnen und Unternehmer hier vor Ort. Denken Sie an die Einzelhändler für die Besorgungen des Alltags, an die Handwerker für erstklassige Arbeiten in den eigenen vier Wänden und an die Dienstleister, die mit hoher Qualität und großem Engagement unser Leben bereichern.“

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Kommentare

Warum braucht der Platz überhaupt einen Namen? Ist doch gut wie es jetzt ist. So viel ändert sich nun auch wieder nicht. Auf jeden Fall aber einen kurzen einprägsamen Namen mit Bezug zu Tutzing wie z.B. Vetterl-Platz .
(Bearbeitet)
Lieber Herr Jilg, das war nur ein Augenzwinkern mit dem Ludendorff in Richtung Elly Ney. Natürlich sollte man den sogenannten
"Held von Tannenberg"nicht mit einem "Platztitel" ehren.

Man könnte noch ein anderes Kaliber präsentieren und zwar den Michael von Godin, Er wurde bekannt als Leiter der Polizeieinheit, die 1923 während des Hitler- Ludendorff Putsches in München den Marsch der Nationalsozialisten zur Feldherrnhalle gewaltsam auflöste und so das endgültige Scheitern des Putsches herbeiführte. Ich erzähle das nur, es gab auch solche Menschen in Tutzing.

Godin wohnte mehrere Jahre in der Villa Waldschmidt Strasse, , heute Dr.Zimmermann.

Dies nur, welch interessante Leute in Tutzing gelebt haben.

Ich bin jedenfalls als Tutzinger für Marienplatz!

So is Moni - und bevor wieder die Geschichtsbücher dann gewälzt werden (und der Name einer natürlichen Person genommen werden sollte) nach Jahrzehnten abermals ausgetauscht wegen muss…
Da könnt ihr den Platz nennen wie ihr wollt, für die Einheimischen wird das immer der Stachus bleiben.
…ich glaube mal - wir lassen diesen Ort lieber so - wie er ist - die älteren Einheimische sagen weiterhin „Stachus“ und guad is - als „Platz“ zu bezeichnen - mit einer ? Parkbank - ist eh schon relativ hoch gegriffen….
(Bearbeitet)
Klasse Vorschlag Herr Wagenseil. Jetzt wo die Elly Ney aus dem Ort gejagt wurde, holen wir uns den Vater der Dolchstoßlegende daher. Spitze.
Wie wäre es wenn man diese ganzen fraglichen Leute der Geschichte mal ruhen lässt.
Vetterlplatz, Fischerplatz, das ist doch viel zu gewöhnlich und entspricht nicht der Kreativität der Tutzinger.
Ich würde Erich Ludendorff Platz vorschlagen.
Zur Wahl des Namens:
Selbstverständlich hätte auch ich meinen sehr persönlichen Namensfavoriten.
Auf ganz Tutzing übertragen ist das dann allerdings vernachlässigbar.

Wichtig wäre wohl eher dass wir uns im 1. Schritt auf einige Grundsätze einigen.
Meine Vorschläge hierzu:
1. Wir sollten uns Zeit nehmen, um für solch einen zentralen & besonderen Platz auch einen Namen zu finden, der in der Bevölkerung wirklich eine breite & dauerhafte Akzeptanz findet.
2. Ein 2. Mal sollte uns so etwas wie bei Elly Ney nicht mehr passieren; daher sollten vorgeschlagene Persönlichkeiten – sofern sie in die engere Auswahl kommen - zuvor entsprechend geprüft werden.
3. Ohne Einzelnen zu nahe treten zu wollen, aber Immobilienentwickler kommen & gehen, ebenso viele Café Betreiber. Vorgriffe von dieser Seite können für uns in Tutzing nicht relevant sein.

Da der Kreuzungsbereich Hauptstraße mit Marienstraße & Leidlstraße noch eine Weile in Bearbeitung sein wird, stünde auch die Zeit für ein betont basisdemokratisches Vorgehen zur Verfügung:
-> Man könnte die Bevölkerung bitten, bei der Gemeindeverwaltung Namensvorschläge einzureichen. Sagen wir in einer Frist von 4 Wochen?
-> Die Gemeindeverwaltung prüft die Vorschlage, und im Gemeinderat einigt man sich auf eine qualifizierte Vorauswahl von Vorschlägen? Jeder GR kann 1 der Vorschläge auf die Wahlliste setzen; Parteien sollten sich vielleicht auf 1 gemeinsamen Vorschlag einigen, um nicht gegeneinander zu konkurrieren?
-> Bei der Kommunalwahl im März 2026 könnten wir in Tutzing mit wenig zusätzlichem Aufwand einen speziellen Wahlzettel für unseren zentralen & frisch sanierten Platz ausreichen & auszählen.
(Bearbeitet)
Wo ist Tutzings Eigenständigkeit – die Eigenidentität? "Vetterlhausplatz" wäre eine stimmige und passende Bezeichnung. Meine weiteren Einfälle: "Tutzinger Platz", "Am Platzl", "Am Seeplatz", "Fischerplatz" und "Bürgerplatz" (wenn gewollt ist, hier echt einen Treffpunkt/ Aufenthaltsraum zu schaffen). Anmerkung Bereich Eisdiele: größere Außenbereich zum Sitzen top, aber die Nähe zum Verkehr... hier wäre eine Trennwand/ ein Sichtschutz notwendig! Wer will schon sein Spaghettieis mit einem Hauch von Abgasen genießen? Auch mit kleinen Kindern wäre mir das zu gefährlich! Da kippt der Stuhl um und zack liegt das Kind auf der Straße...