Der Tutzinger CSU-Ortsverband hat Ludwig Horn einstimmig erneut als Bürgermeisterkandidat für die Wahl am 8. März 2026 nominiert. Horn hatte bereits im letzten Wahlkampf versprochen, die Gemeinderatswahlen und Bürgermeisterwahlen zusammenzulegen, da diese bislang – anders als üblich – nicht zeitgleich stattfanden. Mit einem entsprechenden Antrag an den Gemeinderat hat er dies umgesetzt.
In seiner Bewerbungsrede in "Eschi's Restaurant" hat Horn zentrale Themen seiner Kandidatur vorgestellt: die Finanzlage der Gemeinde, die Fertigstellung laufender Großprojekte, Investitionen in die Infrastruktur, die Förderung von Familien, Gewerbe, Klimaschutz, Vereinen und sozialen Strukturen. Zudem betonte er die Bedeutung einer weiterhin konstruktiven Zusammenarbeit im Gemeinderat, um wichtige Themen für die Gemeinde erfolgreich anzugehen.
In einer Aussprache haben mehrere CSU-Mitglieder anschließend ihre Gedanken zur Zukunft Tutzings geäußert und Horn als Kandidaten bestärkt. Wahlleiterin der Aufstellungsversammlung war die Landtagsabgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende Dr. Ute Eiling-Hütig. Auch der Bundestagsabgeordnete Michael Kießling nahm zur Unterstützung von Horn an der Aufstellungsversammlung teil.
Mit der einstimmigen Wahl zum Kandidaten für das Bürgermeisteramt setzt Ludwig Horn auf die Fortführung seiner bisherigen Arbeit. „Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung und möchte mit vollem Tatendrang das Amt weiterhin ausführen“, sagte er: „In den nächsten Jahren müssen wir mit Sorgfalt an den großen Themen arbeiten, um unsere Gemeinde zukunftssicher zu machen.“ Dabei setze er weiterhin auf die sehr konstruktive Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. betonte Horn nach seiner Nominierung.

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Kommentare
Das ist vielleicht nicht die schlechteste Gesellschaft, mit der vorOrt.news und seine vielen klugen Nutzer da in Verbindung gebracht werden. Ein früherer Direktor des Stockholmer Goethe-Instituts hat einmal den Begriff "Bullerbü-Syndrom" geprägt. Es sei gleichbedeutend mit der Sehnsucht nach einer verlorenen Kindheit, meinte er, nach einer unschuldigen Welt, in der Urbanisierung, Industrialisierung und vor allem der Zweite Weltkrieg niemals stattgefunden haben. Was offenbar gerade viele Deutsche an der schwedischen Kleinstadt-Idylle wie in Bullerbü so lieben, hat er so beschrieben: "Wenn unsere Geschichte besser verlaufen wäre, wenn wir unsere Natur nicht vergiftet und unsere Dörfer nicht verlassen hätten, um in die Anonymität der Städte zu ziehen, wenn wir keine Kriege geführt und mehr Glück mit unseren Staatsoberhäuptern gehabt hätten, wenn wir uns am Rand Europas befänden statt in der begehrten Mitte, wenn wir nicht so viele gewesen wären … dann hätte so etwas Ähnliches wie Schweden aus uns werden können.“
Eine Nachrichtenwelt bei vorOrt.news wie in Bullerbü? Gern, wenn sie solche weitreichenden Überlegungen zulässt. Dann kann sie ganz so schlecht nicht sein.
Wir reden hier über einen Bürgermeister, der Mitglied einer Bundespartei ist – einer Partei, die kürzlich noch die Schuldenbremse als unantastbar erklärte. Dies hätte massive Auswirkungen auf kommunale Finanzen. Dennoch sollen wir uns auf vorOrt.news nur innerhalb der Gemeindegrenzen bewegen, trotzdem in einer globalisierten Welt alles mit allem zusammenhängt?
Erwarten die Leser hier wirklich eine auf Hochglanz polierte Bullerbü-Nachrichtenwelt? Oder wünschen sie sich vielleicht doch einen Blick über den Tellerrand hinaus – auch wenn viele das nicht offen aussprechen?
Auf X, z.B., können Sie die große weite Welt diskutieren - und natürlich auch alles, was Deutschland, inklusive der Bundesländer, bewegt. Mache ich übrigens auch ????.
Einen sonnigen Aschermittwoch Ihnen!
Ansonsten - weiter so mit vorOrt.news, sie sind ist eine Bereicherung für Tutzing :) Danke!
Zwei Chefs also, die in ihrer Partei starken Rückhalt genießen. Ein Rückhalt, der von Mitgliedern kommt, die Ludwig Horn in Tutzing kräftig auf den Füßen stehen und ihn in die politisch unzuverlässige Ecke schieben könnten.
Als vernünftig und ausgewogen auftretender Bürgermeister dürfte er es unter dieser durch und durch unberechenbaren Parteiführung nicht ganz leicht haben. Ein Spagat, der Fingerspitzengefühl verlangt.
Ansonsten freu ich mich, dass der Ludwig Horn noch mal sich der Wahl stellt.
Leider wird seine kommunale Arbeit von einem Parteichef überschattet, der seine Wähler hintergeht und die Bürger an der Nase herumführt. Wie durch Zauberei wird nun die Schuldenbremse aufgeweicht, was er zuvor stets kategorisch ablehnte. Und siehe da, eine Zusammenarbeit mit teilweise nachgewiesen rechtsradikalen Kräften, die er noch Tage zuvor ausgeschlossen hatte, fand plötzlich vor aller Augen statt.
Möge Ludwig Horn in einer Partei, die unter Friedrich Merz das Christliche im Namen zur Farce verkommen lässt und sich vom Stil eines Donald Trump angezogen zu fühlen scheint, weiterhin seine pragmatische, konstruktive und überparteiliche Haltung bewahren.
Es gibt viel zu tun, sie sind jung und haben noch viel Kraft.
Toi, toi, toi
Ich hoffe es findet sich ein Weg die Kustermannvilla zu finanzieren, damit die Gemeinde die schöne Villa behält.
Ebenfalls hoffe ich, daß der geplante Solarpark schnell umgesetzt und von den Tutzinger Bürgern finanziert wird.