Die CSU Tutzing hat als erste Partei ihre Liste zur Gemeinderatswahl am 8. März 2026 aufgestellt. Auf ihr stehen bekannte Gemeinderatsmitglieder ebenso wie Namen, die bisher aus der Kommunalpolitik weniger oder gar nicht bekannt waren. Bürgermeister Ludwig Horn, der auch CSU-Ortsvorsitzender ist, führt die Liste an, auf der sich je zehn Frauen und Männer jeweils abwechseln, abgesehen von drei Ersatzpersonen ("E" auf der Liste).
Ein bekannter Name fehlt: Elisabeth Dörrenberg. Die seit Jahrzehnten aktive Kommunalpolitikerin, die aus der Textilfamilie Lindemann stammt und seit Jahren Vizebürgermeisterin ist, kandidiert auf eigenen Wunsch nicht mehr, wie Horn auf Nachfrage sagte.
Zurzeit verfügt die CSU im 20-köpfigen Tutzinger Gemeinderat über sechs Mandate. Die anderen fünf derzeitigen CSU-Gemeinderatsmitglieder stehen alle auf der Liste. Einer von ihnen taucht allerdings erst auf dem für die Wahl nicht sehr sicheren Platz 19 auf: Florian Schotter, der 2018 selbst Bürgermeisterkandidat war, in die Stichwahl kam und sich dann Marlene Greinwald von den Freien Wählern geschlagen geben musste. Mit seinem Beruf als Polizist sei der Gemeinderat immer schwieriger zu vereinbaren, sagt er auf Nachfrage. So habe er zum Beispiel zur Wiesn-Zeit keine einzige Sitzung geschafft. Eine weitere ehemalige Bürgermeisterkandidatin folgt auf Platz 20: Stefanie von Winning schaffte es 2014 in die Stichwahl, aus der Rudolf Krug, der für die ÖDP antrat und von den Freien Wählern unterstützt wurde, als Sieger hervorging.
„Gemeinsam wollen wir gestalten, was Tutzing morgen ausmacht"
Bereits im Frühjahr hatte der CSU-Ortsverband Ludwig Horn erneut als Bürgermeisterkandidaten nominiert. Obwohl er bei seiner Wahl im November 2023 für sechs Jahre, 2024 bis 2030, gewählt worden ist, hatte er im Bürgermeister-Wahlkampf 2023 versprochen, dass er im Fall seines Wahlsiegs 2026, also bereits zwei Jahre nach seinem Amtsantritt, erneut kandidieren werde. Auf diese Weise sollen die seit dem Tod des früheren Bürgermeisters Rudolf Krug 2017 getrennten Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen wieder zusammengeführt werden.
Für die CSU-Liste sei ein breites Angebot mit amtierenden Gemeinderäten und neuen Gesichtern das Ziel gewesen, sagte Horn. Der selbst erst 29 Jahre alte studierte Wirtschaftsinformatiker hat in den vergangenen Monaten viele Gelegenheiten genützt, gerade auch jüngere Menschen aus Tutzing für eine solche Aufgabe zu gewinnen - natürlich für die CSU, aber auch generell für die kommunalpolitische Arbeit, auch in anderen politischen Richtungen. In etlichen Fällen ist ihm das gelungen, wie die CSU-Liste zeigt, wenn sich auch längst nicht alle, die er angesprochen hat, für die Kommunalpolitik begeistern ließen, wie er offen gesteht.
Mit der Liste zeigt sich Horn aber sehr zufrieden. Es handele sich um eine große Bandbreite an Personenkreisen, Alter und Beruf - von der Studentin über den Handwerksmeister bis hin zum Juristen, mit sowohl bekannten CSU-Gesichtern als auch kommunalen Erstkandidierenden. „Ich freue mich über diese engagierte Mannschaft“, sagt er, die zeige, dass Tutzing Zusammenhalt lebe – über Generationen, Berufe und Lebenswege hinweg. Selbstbewusst kündigt er an: „Gemeinsam wollen wir gestalten, was Tutzing morgen ausmacht.“

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Tutzinger Sachthemen gibt es überreichlich, einige sogar besonders wichtig bzw. drängend, beispielsweise:
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Wie stellen sich die Kandidatinnen & Kandidaten Wege zur Lösung vor?
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Was geschieht denn bei einer solchen Vorgehensweise? Es wird so getan, als gäbe es in der betreffenden Gruppe nur eine einzige Meinung, hinter der alle Mitglieder der Gruppe stünden oder zu der sie gar verpflichtet werden. Das ist schon eine recht merkwürdige Vorstellung von innerparteilicher Demokratie. In dem hier zur Debatte stehenden Fall suggeriert die Person, die unter der Bezeichnung "Die Grünen Tutzing" kommentiert hat, dass im Tutzinger Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen niemand außer dem namentlich (!) genannten Kommentator dessen Meinung vertritt. Ob dies wohl durch eine Umfrage ermittelt worden ist?
Wir werden solche Kommentare und Beiträge, bei denen diejenigen, die sie verfasst haben, offenkundig nicht mit ihrem Namen zum Geschriebenen stehen wollen, künftig nicht mehr zulassen. In diesem Fall lassen wir den Kommentar mit der Bezeichnung "Die Grünen Tutzing" nur deshalb stehen, weil sich andere Kommentare darauf beziehen und sonst der Zusammenhang nicht klar würde. In Zukunft werden wir alle Kommentare löschen, die nicht mit dem Namen derer, die sie verfasst haben, gekennzeichnet sind.
Herr Rekus erwidert in klar überspitzter Weise (“Und ich Dummerchen dachte…) den Kommentar von Thorsten Kerbs : “Die spektakuläre Ausbootung von Helga Schmid zu Gunsten der frisch abgewählten Annalena Baerbock ist noch nicht sooo lange her; da sitzt man doch irgendwie im grünen Glashaus, oder?… “
Herr Rekus erwidert eindeutig Thorsten Kerbs und bemüht für SEINE Argumentation einen Vorgang aus 2024, bei dem Helga Schmid von Deutschland für die Präsidentschaft der Vereinten Nationen-Generalversammlung nominiert (Sitzung 2025/26) wurde, deren Kandidatur aber später zugunsten von Annalena Baerbock zurückgezogen wurde.
Wenn der Kommentator “Die Grünen Tutzing” jede überspitzte “grüne” Erwiderung von Herrn Rekus in Richtung Thorsten Kerbs “klarstellen” würde, hätte er und der Tutzinger Ortsverband hier viel zu tun:-).
Nein, jetzt im Ernst. Es geht hier um Transparenz.
Der Kommentator “Die Grünen in Tutzing” hat mit seinem Kommentar nichts “klargestellt”. Er hat im Gegenteil für Irritation gesorgt. Solange ich an dieser Stelle also nichts von vorOrtnews höre, gehe ich weiter davon aus, dass
- ein Kommentar unter Nennung des Vor- und Nachnamens allein dieser Person zuzurechnen ist,
- ein Kommentar für eine Institution deutlich zu kennzeichnen ist wie z.B. “Im Auftrag/im Namen von XY…” und
- nicht transparente Kommentatoren-Namen weiterhin gelöscht werden. So möge bitte der Kommentator “Die Grünen Tutzing” sich entweder transparent machen oder aber vOn sollte - wie in anderen Fällen auch - diesen Kommentator löschen.
die Gründe für meine Metapher stammen aber nicht von mir und liegen doch klar auf der Hand:
Ein langjähriges grünes Parteimitglied kritisiert offen die Konkurrenz für ein Verhalten, von dem eine andere ranghohe Grünenpolitikerin erst kürzlich selbst profitiert hat.
Angesichts dessen leuchtete gewiss nicht nur bei mir die Warnlampe für Doppelmoral auf.
so wie Sie sehen das aber anscheinend nicht alle, da Herr Rekus ja gleich vom "GRÜNEN Glashaus" gesprochen hat. Ich denke, dass deshalb die Klarstellung gut und wichtig war.
Beste Grüße
Bernd Pfitzner
Tatsache ist, dass wir Kommentatoren auf diesem Portal eine transparente Praxis pflegen. Wer NICHT als Bürger kommentiert, sondern als Vertreter einer Institution (was sehr selten vorkommt!) hat dies immer mit einem Zusatz transparent gemacht (z.B. ich in zwei Fällen “Im Namen des Vorstands des Bürgervereins Tutzinger Liste e.V. erkläre ich “blabla”). Herr Kerbs hat hier klar als “Thorsten Kerbs” kommentiert. Ich sehe den Kommentar des Kommentators “Die Grünen Tutzing” daher kritisch, da er einerseits die transparente Kommentarpraxis auf diesem Portal unbegründet in Frage stellt und andererseits eine neue Praxis einführt, die aber intransparent ist. Wer bitte ist der Kommentator “Die Grünen Tutzing”? Der Vorstand des Ortsverbands? Oder Vorstand und alle Mitglieder des Ortsverbands? Nur die amtierenden Ratsmitglieder? Ich empfehle den Namen des Kommentators “Die Grünen Tutzing” zu konkretisieren.
Und zur Sache sei angefügt, dass die öffentliche Debattenkultur von sichtbaren Positionen lebt. Wo der Ortsverband öffentlich wenig sichtbar ist, habe ich als Einzelner versucht, diese Lücke zu schließen. Nicht als Konkurrenz, sondern aus der schieren Notwendigkeit heraus. Gerade im Gemeinderat wäre das wichtig – denn dort wird die Zukunft des Ortes im Diskurs verhandelt, und dafür braucht es klare ökologische Positionen.
Man wünschte sich sehr, dass diese Positionierung vom grünen Vorstand und den grünen Gemeinderäten eingebracht würde. Wo das nicht gelingt, werden diese Lücke in Zukunft wohl andere füllen müssen.
In den Gemeinderatssitzungen zeigt sich das damit einhergehende Problem den Zuschauern eindrücklich: Echte Dialogbereitschaft und Dialogfähigkeit sucht man vergeblich; Argumente werden einfach nur gegeneinander gestellt, statt sie im Austausch reifen zu lassen und aus dem Ergebnis die besten Beschlüsse entstehen zu lassen.
Zu viel Sitzfleisch wird so zu einem Problem für das gesamte Gremium. Denn ohne frischen Atem wird aus Erfahrung Routine und aus Routine Widerstand. Dann überlebt das Gestern, und kreative Gestaltungskraft, die es zur Lösung der gegenwärtigen Probleme braucht, kommt nicht zum Zug.
Alle dürfen sich gleichermaßen für politische Ämter bewerben, und die Wähler entscheiden mit ihren Stimmen.
^^ Wie naiv von mir !!!
Apropos "nicht von der Macht lassen" ...
Die spektakuläre Ausbootung von Helga Schmid zu Gunsten der frisch abgewählten Annalena Baerbock ist noch nicht sooo lange her; da sitzt man doch irgendwie im grünen Glashaus, oder? Ist es da klug mit Steinen zu werfen?
Interessant, dass gleichzeitig Jahrgangs-Kollegen weiter antreten und von der Macht nicht lassen können. Demut scheint kein Kalenderjahr zu kennen.
Absolut nachvollziehbar und nachfühlbar.
Ich wünsche Ihnen weiterhin ALLES GUTE !!
Ich bleibe tief verbunden mit diesem Ort und seinen Bürgern.
Danke für diese Zeit
Elisabeth Dörrenberg