„20 Gesichter für Tutzing“: Unter diesem Motto hat der Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen Tutzing am Donnerstag im Tutzinger Hof die Liste seiner Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl 2026 aufgestellt. Im aktuellen Tutzinger Gemeindrat verfügen die Grünen über drei Mitglieder: Flora Weichmann, Bernd Pftzner und Michael Ehgartner.
Die vier Gemeinderatsmandate wie 2020 sind der Maßstab
Bei der Kommunalwahl 2020 hatten die Tutzinger Grünen vier Mandate gewonnen, doch mit der Vierten in ihrem Bunde, Christine Nimbach, gab es Auseinandersetzungen, die schließlich 2023 zur Trennung führten. Nimbach, die die Grünen über drei Amtsperioden - von 1996 bis 2014 - allein im Tutzinger Gemeinderat vertreten hatte, ist inzwischen der Partei „Die Basis“ beigetreten Christine Nimbach tritt der „Basis“ bei
Obwohl die Trennung für die Tutzinger Grünen den Verlust eines Gemeinderatsmandats bedeutete, erklärte Tyll Gundermann, Vorstandsmitglied und Wahlkampfmanager, bei der Aufstellungsversammlung auch für die nächste Periode 2026 bis 2032 des dann wieder 20-köpfigen Tutzinger Gemeinderats das Ergebnis von 2020 um Maßstab: „Wir wollen wieder an den erfolgreichen Wahlkampf bei der letzten Gemeinderatswahl mit vier Gemeinderatsmitgliedern anschließen.“
Von der derzeitigen grünen Fraktion stehen Flora Weichmann auf Platz eins und Bernd Pfitzner auf Platz vier. Der dritte Gemeinderat der Grünen, Michael Ehgartner, steht nur als zweiter Ersatzkandidat auf der Liste. Er möchte nicht wieder in das Kommunalgremium einziehen, wie er auf Nachfrage sagt. Das habe ausschließlich private Gründe, es habe nichts mit der Partei und mit Tutzing zu tun. Es sei ein „tolles Amt“, sagt er, doch er könne diese Funktion zurzeit nicht so ausüben, wie er es gern tun würde. In Kirchham im Landkreis Passau war Ehgartner vor Jahren CSU-Gemeinderat gewesen.
Agraringenieur Gerald Herrmann auf Platz zwei, Betriebswirtin Miriam Pawlitzek auf Platz drei
Die Wahl leitete Florian Hönicke, Mitglied des Kreisvorstands bei den Grünen. Auf der Liste stehen 13 Frauen und acht Männer.
Neue Gesichter im vorderen Feld sind der Agraringenieur Gerald Herrmann auf Platz zwei sowie die Betriebswirtin Miriam Pawlitzek auf Platz drei. Erfreut äußern sich die Vorstandsmitglieder der Grünen über Vertreter auch der jungen Generation auf der Liste. Auf Platz sechs wurde der Lehramtsstudent Tobias Möller gewählt, der bereits im Jungendbeirat engagiert ist, auf Platz 14 steht Mia Pawlitzek, die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert.
Pfitzner: Horn hat gezeigt, dass er bereit ist, nachhaltige und grüne Themen umzusetzen
Benjamin Barho, der Landratskandidat der Grünen aus Gauting, eröffnete den Abend mit einem Impulsvortrag, der nach Einschätzung der Tutzinger „eine positive Aufbruchstimmung erzeugte“. Positive Kommentare gab es auch über Tutzings CSU-Bürgermeister Ludwig Horn. Der Rathauschef habe gezeigt, dass er bereit sei, nachhaltige und grüne Themen in der Gemeinde umzusetzen, sagte Bernd Pfitzner anerkennend, er fügte jedoch hinzu: „Dies wird er aber nur mit einer starken Grünen-Fraktion realisieren können.“
Flora Weichmann, die Sprecherin der Grünen Tutzing, sieht dafür mit denen, die für die Partei kandidieren, gute Voraussetzungen: „Mit unserer ausgewogenen Liste vereinen wir kommunalpolitische Erfahrung, frische Perspektiven, verschiedene Generationen und Kandidierende aus allen größeren Ortsteilen Tutzings."
Am 13. November soll das "Grüne Tutzinger Wahlprogramm" verabschiedet werden
In den kommenden Monaten wollen die Mitglieder ihre inhaltlichen Schwerpunkte und Ziele für die Gemeinde Tutzing vorstellen. Am 13. November 2025 soll das „Grüne Tutzinger Wahlprogramm“ verabschiedet werden.
Darüber hinaus plant der Ortsverband zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und ihre Anliegen aufzunehmen. Man setze auf ein Team, das die vielfältigen Interessen der Menschen in Tutzing vertrete und gleichzeitig die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit im Blick behalte.
"Unsere Kandidierenden bringen vielfältige berufliche Hintergründe und Kompetenzen mit“; sagte Vorstandsmitglied Gundermann: „Gemeinsam werden wir uns für ein zukunftsfähiges Tutzing einsetzen, das Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, eine ausgewogene Verkehrspolitik und eine lebendige Demokratie in den Mittelpunkt stellt."

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