Von vorOrt.news

Gemeinde-Haushalt „nicht gefährdet“

Tutzinger Steuereinnahmen sinken offenbar trotz der Corona-Folgen nur moderat

Die Gemeinde Tutzing kommt bisher relativ gut durch die Corona-Zeit. „Für dieses Jahr ist unser Haushalt nicht gefährdet“, sagte Bürgermeisterin Marlene Greinwald gestern in der Bürgerversammlung. Die mit 7,9 Millionen Euro veranschlagte Einkommensteuerbeteiligung wird zwar nach ihren Worten niedriger ausfallen, doch im Dezember werde die Gemeinde noch Zahlungen erhalten. Und die Gewerbesteuer werde in diesem Jahr nicht so stark sinken wie zunächst befürchtet. Für sie beträgt der Haushaltsansatz 4,6 Millionen Euro.

Die Einkommensteuerbeteiligung und die Gewerbesteuer sind die wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinde. Reduzierungen der Gewerbesteuer im nächsten Jahr gelten als möglich. Ob und in welcher Höhe dann, wie angekündigt, mit staatlichen Ausgleichszahlungen gerechnet werden kann, ist laut Greinwald derzeit offen. Mit einem Haushaltsvolumen von 30 Millionen Euro sei die Gemeinde „wie ein kleines mittelständisches Unternehmen“, sagte sie. Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Einnahmen und Ausgaben widerspiegelt, umfasst in diesem Jahr 22,9 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt, aus dem die Investitionen getätigt werden, beläuft sich auf 7,1 Millionen Euro.

Tutzing8a.jpg
Tutzing ist eine Gemeinde mit 30 Millionen Euro Haushaltsvolumen © Hans Christoph Greif

Der Schuldenabbau der Gemeinde setzt sich wie geplant fort, in diesem Jahr von 2,54 Millionen auf 2,26 Millionen Euro. Wie schon angekündigt, schmelzen aber auch die Rücklagen deutlich ab - von 9,95 Millionen (2019) auf 4,9 Millionen Euro (2020). 2021 werden sie sich nach der Planung um weitere 3,37 Millionen Euro verringern. Für die folgenden Jahre ist bereits eine Kreditaufnahme zum Haushaltsausgleich geplant. Die Gemeinde wird in den nächsten Jahren zudem mehrere teure Projekte finanzieren müssen, von den Sanierungen der Mittelschule und des undichten Dachs an der Würmseehalle bis zu ihren eigenen Aufgaben in Zusammenhang mit der - vom Staat zu finanzierenden - Sanierung der Hauptstraße. Wie schnell sich dabei Vieles ändern kann, belegt aktuell die Verschiebung der eigentlich im nächsten Schritt vorgesehenen Arbeiten in der Ortsmitte.

Über den Autor

vorOrt.news

Add a comment

Anmelden , um einen Kommentar zu hinterlassen.
Feedback / Report a problem