Der Hauptausschuss des Tutzinger Gemeinderats hat die Auflösung zweier gemeindlicher Spielplätze beschlossen. Es handelt sich zum einen um den unteren von zwei Spielplätzen am Schorn, zum anderen um einen Spielplatz am Kirchlehel in Traubing.
Beide Spielplätze waren im Zuge von Einheimischenmodellen errichtet worden - am Schorn in den 1980er Jahren, am Kirchlehel Ende der 1990er Jahre. In beiden Fällen argumentierte die Gemeindeverwaltung, dass es sinnvoller sei, im Gegenzug jeweils einen anderen Spielplatz besser auszustatten. Das betrifft am Schorn einen höher gelegenen Spielplatz, in Traubing einen Spielplatz am Keltenweg.
Die Ausschussmitglieder zeigten sich von dieser Überlegung überzeugt. Bürgermeisterin Marlene Greinwald will nach Sponsoren für Spielgeräte suchen. Dabei nannte sie Handwerker.
Traubinger Schützen hatten Spielplatz am Keltenweg errichtet
Der Spielplatz am Kirchlehel werde nur wenig „bespielt“, sagte Bürgermeisterin Marlene Greinwald. Er müsse sonst komplett erneuert werden.
Den Spielplatz am Traubinger Keltenweg hatten vor etwa zehn Jahren die Schützen für mehr als 25 000 Euro und mit viel Eigeninitiative errichtet, wie Thomas Parstorfer (CSU) sagte. Eine Erneuerung sei für den Verein heute nicht mehr tragbar. Deshalb will die Gemeinde dies nun übernehmen. Die Auflagen seien auch deutlich verschärft worden, sagte Greinwald, die die damalige Initiative der Schützen sehr lobte. Dieser Spielplatz sei aber ziemlich weit vom Kirchlehel entfernt, gab Parstorfer er zu bedenken.
Schorn-Anlieger verweisen auf Finanzierung über Erschließungsbeiträge
Bei Anliegern am Schorn ist die Entscheidung auf Verwunderung gestoßen. Sie weisen darauf hin, dass die Finanzierung des Spielplatzes seinerzeit bei der Errichtung des Einheimischenmodells im Zuge einer Erbpachtregelung Bestandteil der Erschließungsbeiträge gewesen sei. Damit hätten Anwohner den Spielplatz bezahlt.
Greinwald gestand zu, dass Spielplätze auch als Treffpunkte fungierten. Aber in den Siedlungen habe auch jeder einen Garten. „Wir müssen froh sein, wenn die Kinder überhaupt rausgehen“, sagte Verena von Jordan-Marstrander (Freie Wähler): „Vieles findet heutzutage in den Kinderzimmern an Spielekonsolen statt.“




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