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Flaniermeile von der Hauptstraße zum See

Ansätze für Ortsverschönerung werden konkreter - Kern rund um den "Marienplatz"

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Künftig eine Flaniermeile? Rechts die Schlossstraße, links das Seehof-Grundstück © L.G.

Die Herrschinger Landschaftsarchitektin Monika Treiber ist von Tutzing recht angetan. Beim Bürgerforum am Montagabend schwärmte sie regelrecht vom Ortszentrum mit Tischen und Stühlen im Freien, Eisdiele, Pizza-Verkauf und vielen kleineren Geschäften, die Gemüse, Obst und Blumen noch direkt an er Straße anbieten. Bei einer Bestandsaufnahme hat sie alle Details im Zentrum in eine Karte eingetragen (siehe unten) - bis hin zu den Namen der Geschäfte, zu Bäumen und Pflanzen auch auf Privatgrundstücken, sofern sie in den öffentlichen Raum wirken. An der Einmündung der Greinwaldstraße möchte sie einen vierten Baum neben drei bestehenden Bäumen pflanzen.

Die bevorstehende Sanierung der Hauptstraße sieht Monika Treiber als gute Möglichkeit, „diese wichtigen Dinge zu erhalten und zu stärken“.

"Die Schlossstraße ist eine der schönsten Straßen von Tutzing"

Die zum See und zum Dampfersteg führende Schlossstraße würde die Landschaftsarchitektin gern als eine Art begrünte, nicht asphaltierte, aber befahrbare Flaniermeile gestalten. „Die Schlossstraße ist eine der schönsten Straßen von Tutzing“, sagte sie, „sie sollte aufgewertet werden.“ Auch Busgäste sollen dort aussteigen können. Alles in allem schwebt ihr ein „verkehrsberuhigter Bereich mit hoher Aufenthaltsqualität“ vor. Für gute Fahrradständer, die Bürger anregten, will sich Bürgermeisterin Marlene Greinwald einsetzen.

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Details des Tutzinger Ortszentrums sind in einer Karte eingetragen © Ingenieurbüro Neudert / Monika Treiber, Landschaftsarchitektin

Kleine Details, die das Leben interessant machen

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Viele Ideen für eine Neugestaltung: Rechts Schlossstraße und Eisdiele, links das vietnamesische Restaurant, im Hintergrund der "Marienplatz" © L.G.

Die Planung soll nach den Worten von Monika Treiber dazu beitragen, „den Ortskern lebenswert zu gestalten, die Arbeitsplätze zu erhalten und die Aufenthaltsqualität zu steigern“. Sie hat dafür zahlreiche Ideen vorgestellt, wobei es ihr gerade auf „kleine Details“ ankommt, „die das Leben interessant machen“. Sie zeigte Bilder mit verschiedenden denkbaren Materialien für Pflaster, Platten und Plätze, und sie erläuterte, wie man mit verschiedenen Formaten und Farbtönen Gestaltungseffekte erzielen kann. Dafür sieht sie im Tutzinger Zentrum viele Potenziale, so rund um die Einmündung der Marienstraße in die Hauptstraße - am „Marienplatz“, wie sie mehrmals sagte, obwohl die tatsächlich von vielen Einheimischen so genannte Stelle offiziell gar nicht so heißt. In der Fragerunde schlug jemand auch gleich ihre formelle Umbenennung vor.

Vom Brunnen über die Eisdiele bis zum vietnamesischen Restaurant

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Der Brunnen neben dem Vetterlhaus, am Eck Marienstraße/Leidlstraße © L.G.

Den Brunnen neben dem Vetterlhaus könnte man, wie Monika Treiber meinte, etwas mehr in die Mitte des Platzes rücken. Sitzstufen und andere attraktive Elemente könnte man einbeziehen. Im gesamten Bereich mit der Gäste-Information des Tourismusvereins und der Leidlstraße könnte man die Aufenthaltsqualität verbessern, wie sie meinte, ebenso neben der Eisdiele, wo die Sitzbereiche ausgeweitet werden könnten. Eine Erweiterung ihrer Freischankfläche steht bereits in der Karte.

Im Frageteil des Abends kam sogar die Hecke beim bisher chinesischen und seit einigen Tagen vietnamesischen Restaurant gegenüber zur Sprache. Sie sie zu hoch, meinte ein Bürger. Auch Bürgermeisterin Marlene Greinwald war der Meinung, dass der Garten des Lokals aus diesem Grund nicht richtig wahrgenommen werde.

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Mitten im Tutzinger Zentrum: Eisdiele und vietnamesisches Restaurant (re.) mit der Hecke © L.G.
Quelle Titelbild: L.G.
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