Der Blick des Philosophen Dr. Alexander Grau auf die evangelische Kirche ist von Skepsis geprägt. Ein Protestantismus, der „zu einer NGO, zu einer politischen Partei oder zu einer Selbsterfahrungsgruppe“ werde, schreibt er in seinem Buch „Die Zukunft des Protestantismus“ (Claudius Verlag), delegitimiere sich selbst und werde neben den weltlichen Akteuren zwangsläufig untergehen. Statt protestantischer Freiheit dominiere vielerorts ein „unappetitliches Amalgam aus linken Politphrasen und moralischem Kitsch, garniert mit Spiritualitätsfolklore aus dem weltweiten Religionsmarkt“.
Tatsächlich ringt die evangelische Kirche hierzulande um ein zukunftsfähiges Konzept. Die Zahl ihrer Mitglieder ist stark rückläufig. Das hat vor allem mit dem demografischen Wandel zu tun, aber auch mit Austrittszahlen auf hohem Niveau. Perspektivisch gehen die Finanzmittel zurück und es stellt sich die Frage nach Prioritäten in der Arbeit. Zugleich bleiben die Erwartungen an die Kirche hoch, wie Umfragen zeigen.
Wir freuen uns auf die Diskussion – und auf Ihre Themen, die Sie ins Gespräch einbringen wollen. Mit dabei sind neben Dr. Alexander Grau Thomas Prieto Peral, früherer Planungsreferent der bayerischen Landeskirche und Regionalbischof im Kirchenkreis Schwaben-Altbayern, sowie Beate Frankenberger, Pfarrerin in Tutzing und Beauftragte für den Wiedereintritt im Dekanat Weilheim. Es moderiert Akademiedirektor Udo Hahn.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Bitte melden Sie sich über die Website an: https://www.eatutzing.de/veranstaltung/die-zukunft-des-protestantismus/
Kommentar hinzufügen
Kommentare