Kirche
14.12.2023
Von vorOrt.news

Zweimal „Die Heilige Nacht“

Ludwig Thomas bayerische Version Samstag mit den „Stimmen der Berge“ in Söcking und Sonntag mit Peter Weiß in Tutzing

Heilige-Nacht-2023.png
Der Schauspieler Peter Weiß erzählt am Sonntag in Tutzing die "Heilige Nacht" von Ludwig Thoma

Die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma wird in dieser Vorweihnachtszeit in vielen Orten aufgeführt. Am Sonntag, dem dritten Advent, erzählt der Schauspieler Peter Weiß die in den bayerischen Alltag verlegte und im Dialekt verfasste Geschichte um 16 Uhr in der Tutzinger Pfarrkirche St. Joseph. Auch die bekannte Gruppe „Stimmen der Berge“ wollte mit der „Heiligen Nacht eigentlich in Tutzing auftreten. „Dies war aber leider aus terminlichen Gründen heuer nicht möglich“, sagt Benjamin Grund, Mitglied des von vielen Radio- und Fernsehsendungen bekannten Ensembles. Deshalb findet die Aufführung der „Heiligen Nacht“ mit den „Stimmen der Berge“ am Samstag in der Söckinger Kirche St. Ulrich statt.

Grund hofft, dass seine Gruppe im nächsten Jahr in Tutzing zu Gast sein kann. Vielleicht bietet die Söckinger Aufführung für manche in Tutzing eine willkommene Möglichkeit, die sich vor der Qual der Wahl gesehen haben. Am Sonntagnachmittag findet nämlich in der evangelischen Christuskirche auch die inzwischen weithin bekannte Aufführung des Tutzinger Weihnachtsspiels statt, bei der neben vielen engagierten Laienschauspielern ein Kamel zum Ensemble gehört. Die Terminüberschneidung sorgt für Diskussionen. Engagierte Vereinsarbeit und Terminkollision

Peter Weiß - die Stimme von "quer"

Prominente Besetzung lockt bei der „Heiligen Nacht“ sowohl in Tutzing als auch in Söcking. Für die Aufführung in der katholischen Tutzinger Kirche St. Joseph hat die Pfarrei den Schauspieler Peter Weiß gewonnen, der vielen auch als künstlerischer Sprecher beim Bayerischen Rundfunk bekannt ist. 1990 hat er den Förderpreis des Freistaates Bayern für junge Künstler erhalten, Theaterengagements führten ihn unter anderem nach Frankfurt, Salzburg und München. Er spielte in zahlreichen Filmen und Fernsehproduktionen, für das Bayerische Fernsehen ist er regelmäßig als Sprecher der Sendung „quer“ und beim „Adventssingen des Bayerischen Rundfunks“ zu hören und zu sehen. Im Radio hört man seine Stimme in den Programmen von Bayern 2, Bayern 4 und Bayern 1. Für die musikalische Gestaltung sorgen bei der „Heiligen Nacht“ die Schwangauer Geigenmusik und Werner Zuber an der Truhenorgel. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Anzeige
Webrug_1_EDEKA_HEISS.gif
stimmen_der_berge-2.jpeg
Die "Stimmen der Berge" treten am Samstag mit der "Heiligen Nacht" in Söcking auf. Links Benjamin Grund.

Die "Stimmen der Berge" - vier ehemalige Regensburger Domspatzen

In Söcking gibt es eine ganz andere Fassung der „Heiligen Nacht“. Die „Stimmen der Berge“ sind eine Formation von vier ehemaligen Regensburger Domspatzen, inzwischen auch bekannt durch Funk und Fernsehen. Die Großmutter von Tenor Benjamin Grund, die sein musikalisches Talent 1986 entdeckte, hat in Tutzing gelebt, auch seine Schwester Miriam wohnt mit Ihrer Familie in Tutzing. Grund, der in Starnberg aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, bevor er ins Internat zu den Domspatzen ging, wird das Werk, wie er sagt, nicht lesen, sondern auswendig und schauspielerisch vortragen. Die „Stimmen der Berge“ singen dazu weihnachtliche Lieder und begleiten sich dabei selbst mit Klavier, Geige, Akkordeon und Gitarre. Karten gibt es entweder über die Touristinfo Starnberg, Hauptstraße. 1, 82319 Starnberg oder bei Schreibwaren Schmid, Luitpoldstr. 1a, 82319 Starnberg sowie über www.okticket. de zum Preis von 27 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr. Einlass ist ab 18 Uhr bei freier Platzwahl, die Aufführung beginnt um 19 Uhr.

Titelauswahl bei der Aufführung der "Stimmen der Berge":

Gesegnet sei die Heilige Nacht / Heilige Nacht / Maria durch den Dornwald ging / Im Wald is so staad / O Maria wie gefährlich / Und draußen geht da Wind / Wos eppa does bedeut / Oh Heilige Nacht / Es mag ned finsta wern / Adeste fidelis / Und ko man koa Bettstatt / Zu Bethlehem geboren / Gloria / Ich steh an deiner Krippen hier / Es wird scho glei dumpa / Andachtsjodler / Stille Nacht, heilige Nacht / Oh du fröhliche / Guten Abend, gut Nacht / Am Abend

Die Herbergssuche, hineinprojiziert in die bayerische Landschaft

Die Geschichte um die Herbergssuche, hineinprojiziert in unsere Bayerische Landschaft, ist ein Kultklassiker der Alpenländischen Literatur. Der Autor Ludwig Thoma lässt in sechs Hauptstücken die Figuren seiner Weihnachtslegende mit den eigenen Charakteren fast schon zum Leben erwecken. Da ist der hilfsbereite Handwerksbursche „Hansei“, der gütige alte „Simmei“, die keifende Base mit Ihrem grantigen Mann „Josias“ und natürlich Maria und Joseph, die auf Ihrer Herbergssuche immer wieder abgewiesen werden und dennoch nie den Mut verlieren. (Quelle: Epos Medien & Marketing GmbH)

ID: 6420
Über den Autor

vorOrt.news

Kommentar hinzufügen

Anmelden , um einen Kommentar zu hinterlassen.

Kommentare

Die Kirche ist Veranstalter von Lichterketten gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung und macht sich hier keine Gedanken zum Autor, nur weil es hier um eine Weihnachtsgeschichte geht und es der Kirche gerade in den Kram passt ? Wie soll das bitte zusammengehen? Damit fällt der letzte Rest an Glaubwürdigkeit.
(Bearbeitet)
Jetzt beginnen wieder einige Leute die alten Wunden aufzuweisen, lässt doch diese ewige antisemitische Vergangenheit in Ruhe, es gab und gibt immer Leute die andere Leute wegen ihrer Einstellung, Hautfarbe, Religion, Kulturzugehörigkeit diskriminieren.
Da müssten wir alle Künstler der Gegenwart und Vergangenheit durchleuchten.
Wer bliebe da frei von jeder Schuld.
Diese antisemitischen Anschuldigungen sind wie Feuer im Strohhaufen und bewirken leider das Gegenteil von mehr Toleranz unter den Menschen.
Bitte hört damit auf. ????
Wie bekannt, war Ludwig Thoma Verfasser von 170 antisemitischen Hetzartikeln im Miesbacher Anzeiger. In Hinblick auf den wachsenden Antisemitismus, muss die Frage erlaubt sein, ob die Pfarrei St. Joseph hier auf dem richtigen Weg ist, wenn sie Ludwig Thoma mit dieser Lesung ehrt. Wenn man in Tutzing über die NS Vergangenheit von Elly Ney diskutiert, muss diese Veranstaltung ebenfalls thematisiert werden. Oder gibt es etwas guten und schlechten Antisemitismus? Ich denke nicht, alles andere wäre scheinheilig.
(Bearbeitet)