„Ich liebe Musik und zu tanzen“: Unter anderem mit diesen Worten stellt sich Tutzings neue evangelische Pfarrerin Anne Roß, die morgen, am 1. Oktober, mit ihrer Tätigkeit in der Christuskirche beginnt, im Gemeindebrief vor.
In musischer Hinsicht gibt es also offensichtlich viele Bezugspunkte zu Pfarrerin Beate Frankenberger, die das Theater liebt, zwei Jahre lang im Pfarrer-Kabarett „Weiss-Blaues Beffchen“ mitgewirkt hat und in diesem Jahr wieder ein attraktives Weihnachtsspiel - sogar mit drei Kamelen - mit verantwortet. Drei Kamele kommen nach Tutzing Das künstlerische Interesse hat in der evangelischen Kirche von Tutzing schon Tradition: Beate Frankenbergers Vorgängerin Ulrike Wilhelm, die heute in Garmisch-Partenkirchen tätig ist, hat die Menschen in Tutzing auch mit ihrer eigenen Band „Makaruli“ begeistert. Streichquartett auf der Alpspitze
Anne Roß übernimmt in Tutzing eine Halbtagsstelle. Das war auch schon bei ihrer Vorgängerin Dorothee Geißlinger-Henckel so, die die Pfarrei Ende Juni vorigen Jahres verlassen hatte und ins Dekanat Weilheim gewechselt war. Ein Gottesdienst zur Amtseinführung der neuen Pfarrerin mit Dekan Jörg Hammerbacher findet am Sonntag nächster Woche, dem 10. Oktober, um 17 Uhr in der Christuskirche statt.
Auch Philipp Roß, der Mann von Anne Roß, ist Pfarrer. Gemeinsam hat die Familie zuletzt zwei Jahre in der Church of Scotland verbracht. Beide sind in der evangelischen Landeskirche als Teilzeitkräfte beschäftigt. Philipp Roß übernimmt nun eine Halbtagsstelle in Penzberg.
Im evangelischen Gemeindebrief hat sich Anne Roß persönlich vorgestellt:
Die Fülle des Lebens
Gott wünscht sich Leben in Fülle für uns, seine geliebten, wunderbaren, sturen, staunenden, suchenden, findenden, ratlosen und zweifelnd glaubenden Kinder weltweit. Ich hoffe, dass dieser Sommer für Sie einiges davon bereithält und freue mich schon, wenn Sie mir im Herbst davon erzählen.
Ich selbst finde Fülle des Lebens derzeit mit meinem Mann Philipp und unseren drei Kindern Kolja (7), Adele (5) und Pina (2) – manchmal liegt die Betonung hier zugegebenermaßen mehr auf ‚voll‘, dann wieder auf ‚erfüllend‘. Ich liebe Musik und zu tanzen. Ich freue mich über Menschen, die unkonventionell sind, ein bisschen (oder auch sehr) verrückt, die „outside the box“ denken, die den Himmel offen sehen und sich dafür einsetzen, immer mehr Menschen Leben in Fülle zu ermöglichen.
In erfüllenden Momenten bin ich selbst eine von denen. Bei all dem, was ich liebe und wofür ich gerne Mensch, Frau, Christin und Pfarrerin bin, geht mir nichts über Gemeinschaft mit anderen Menschen, weshalb ich mich sehr freue, Sie bald kennenzulernen. Sie, deren Kind in den evangelischen Kindergarten geht, und, Dich, die Du selbst dorthin gehst, Sie, die Sie seit Jahren im Kirchenvorstand aktiv sind, Du, die Du im Konfikurs sein wirst, Sie, die Sie treu Ihre Kirchensteuer zahlen, und Sie, die Sie darüber nachdenken, die Kirche zu verlassen. Wer Sie und Du auch seid, ich freue mich auf die Begegnung.
Gottes reichen Segen und bis bald
Ihre Anne Roß
Quelle:
https://www.evangelisch-in-tutzing.de/files/gemeindebriefe/pdf/Gemeindebrief_AugSeptOkt_2021.pdf
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