Kino
18.9.2018
Von Michael Teubig / vorOrt.news

Nach oben buckeln, nach unten treten

DEFA-Film „Der Untertan“ von 1951 morgen, Mittwoch, im Tutzinger KurTheaterDer Autor ist Betreiber des Tutzinger Kinos "KurTheater"

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In der Reihe „Deutsche Film-Kunst-Stücke unbd Kino-Raritäten“ zeigt das Tutzinger KurTheater am morgigen Mittwoch, dem 19. September, den Film „Der Untertan“. Heinrich Manns brisanter Roman „Der Untertan“ wurde 1951 in den DEFA-Studios in Osterberlin von Wolfgang Staudte mit Werner Peters in der Titelrolle verfilmt.

Erzählt wird die Geschichte von Diederich Heßling. Der bedient alle Klischees vom guten preußischen Untertan. Er ist autoritätsgläubig, lernt aber, dass es am angenehmsten ist, wenn man auch entsprechende Macht besitzt.

Dass man auch der Macht dienen muss, wenn man selber in Bezug auf Macht vorankommen möchte, lernt er ebenso: Nach oben buckeln und nach unten treten. Der "Spiegel" des "Deutschen" - böse und wahr!

Staudtes Film wurde seinerzeit in der Bundesrepublik Deutschland zunächst verboten. Er durfte nur in geschlossenen Veranstaltungen gezeigt werden. Erst 1957 wurde er in einer stark gekürzten Fassung freigegeben. 20 Jahre später zeigte ihn das westdeutsche Fernsehen ungekürzt.

Ein wahres FILM-KUNST-STÜCK, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten!

Termin: Mittwoch 19.September um 18:00 Uhr im KurTheater

Eintritt nur 6 Euro je Person

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Michael Teubig / vorOrt.news

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