Am Wochenende gab es wieder eine größere Impfaktion im Landkreis Starnberg. Auch diesmal waren Tutzinger Helfer mit dabei. Schon bei einem Sonderimpftag im Starnberger Landratsamt im April hatten unter anderem viele Mitglieder der Wasserwachten im Landkreis zugesagt, auch bei der zweiten Impfrunde zu helfen. Es ging um eine besondere Gruppe Menschen, die eine Impfung bekommen sollten: Menschen, die aufgrund von Krankheiten oder Einschränkungen in privater Pflege und an ihr Bett gebunden sind. Am Sonderimpftag hatte die Wasserwacht diese Menschen schon mit zwei Impftrupps, Ärzten und Sanitätern besucht. Nun lösten die Helfer, deren Hauptaktionsbereich eigentlich auf dem Wasser ist, ihr Versprechen ein.
Neun Helfer aus fünf Ortsgruppen der Wasserwacht beteiligt
Für die Planung und Organisation der zweiten Impfrunde war Fiona Kemp, die Vorsitzende der Herrschinger Wasserwacht, zuständig. Sie betreut zurzeit auch die Impfkoordination im Landkreis. Die zwei Impftrupps haben etwa die 30 Personen zuhause besucht und ihnen ihre zweite Impfung verabreicht. Um die Aktion überhaupt zu schaffen, beteiligten sich neun Helfer aus den Wasserwacht-Ortsgruppen Pilsensee, Wörthsee, Buch, Herrsching und Tutzing sowie zwei Ärzte mit Assistenten. Nach jeder Impfung blieben noch Sanitäter zur Sicherheit eine Zeit vor Ort, um zu sichern, dass bei möglichen Komplikationen schnell Hilfe geleistet werden konnte.
Menschen, die helfen - egal ob zu Wasser oder zu Land
Für die Koordination der Aktion bekam Fiona Kemp Unterstützung von Robert Lettenbauer aus Tutzing, dem Einsatzleiter des Wasserrettungsdienstes, und Jule Heuchert von der Wasserwacht Wörthsee, damit alles zeitlich effektiv abgearbeitet werden konnte. Von 7.15 Uhr morgens bis 18.30 Uhr abends waren die hoch motivierten Wasserwachtler unterwegs.
Bei den Menschen, die nun ihre zweite Impfung bekamen, handele sich um Menschen, die keine Lobby haben in unserer Gesellschaft, sagt Lettenbauer: „Wie sollen Angehörige ihre Liebsten, die ans Bett gebunden sind, zu einem Impfzentrum bringen können?“ Hausärzte engagierten sich sehr bei der Impfaktion, aber auch ihnen seien Grenzen gesetzt.
Der Starnberger Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Starnberg sehe hier eine sehr wichtige Aufgabe, die er verantwortungsvoll an die zu ihm gehörende Wasserwacht übergeben habe. Die Helfer, berichtet Lettenbauer, seien dankbar und mit Freude empfangen worden, die Resonanz sei durchweg positiv: „So zeigt sich die Wasserwacht entsprechend dem Leitspruch des BRK ‚Menschen die helfen‘ - egal ob zu Wasser oder zu Land.“
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