In Zusammenhang mit den Corona-Infektionen gerade bei Kindern und Jugendlichen in Tutzing ist in den vergangenen Tagen von verschiedenen Seiten auch immer wieder der Kinderhort „Krambambuli“ erwähnt worden. Die vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) betriebene Einrichtung sei von einem „Ausbruch“ betroffen. Dabei wurde darauf verwiesen, dass in diesem Hort ein „offenes Konzept“ verfolgt werde, dass also Kinder aus verschiedenen Gruppen zusammenkommen können. vorOrt.news hat beim BRK nachgefragt.
Bei einem Kind, das den Hort besucht, habe es einen Corona-Kontakt gegeben, sagt Ralf Greif, der Bereichsleiter für Kinder, Jugend und Familie im BRK-Kreisverband Starnberg. Der Hort sei deshalb in der vorigen Woche vorsichtshalber vom Gesundheitsamt geschlossen, die betreffende Gruppe für fünf Tage in Quarantäne geschickt worden. Diese Phase sei mittlerweile vorbei. Greif wundert sich über Berichte in Medien, die den Hort Krambambuli mit einem Corona-„Ausbruch“ in Zusammenhang gebracht haben. Davon könne keine Rede sein, bei ihm habe aus diesem Grund auch von den betreffenden Medien niemand angefragt.
Vom sonst üblichen „offenen Konzept“, das gemeinsame Aktivitäten der Hortkinder ermöglicht, sei man aber zunächst abgekommen, sagt Greif. Derzeit laufe der Hortbetrieb in geschlossenen Gruppen ab. Das seien Vorsichtsmaßnahmen.
„Wir haben ein ganz strenges Konzept in allen Einrichtungen“, sagt Greif. Die 3G-Regel sei grundlegend, alle zwei Tage werde getestet. Beim Hort kämen die Kinder aus der Schule: „Da wissen wir, dass getestet wird.“ Das sei ein Unterschied zu normalen Kitas, bei denen die Kinder von den Eltern kommen.
Alles werde genau dokumentiert, versichert Greif. Ein hauptamtlicher „Infektor“ werde beschäftigt, in wöchentlichen Sitzungen aller Beteiligten gebe es intensive Besprechungen und Anpassungen an die jeweils aktuellen Vorschriften.
Im Jahr summieren sich beim Starnberger BRK-Kreisverband laut Greif etwa 500 000 Betreuungstage für Kinder in 36 Einrichtungen im Landkreis Starnberg; eine Einrichtung befindet sich im Kreis Weilheim-Schongau. Täglich würden etwa 1500 Kinder betreut. Es gebe bisher fast keine Corona-Fälle in all diesen Einrichtungen, die normalerweise alle mit offenen Konzepten arbeiteten.
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