Geschichte
5.12.2018
Von Brigitte Grande / vorOrt.news

Tutzings "Erinnerungsorte"

Ein neuer Katalog dokumentiert ortsprägende Akzente in der Gemeinde

Es sind wahre Schätze: Schöne alte Gebäude in Tutzing. Und sie sind nicht nur geschätzt, sondern auch geschützt. In einem sehenswerten Katalog sind sie jetzt zusammengefasst worden. „Denkmalgeschützte Häuser in Tutzing“ lautet sein Titel. Gestern Abend ist er im Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Tutzinger Kulturreferentin Brigitte Grande hat vorab erläutert, wie es dazu kam:

Ein „Erinnerungsschatz“ für denkmalgeschützte Häuser in Tutzing

Die Idee hatten sie schon lange, das passende Zeitfenster für die Realisierung kam mit dem historischen Ortsjubiläum der Gemeinde Tutzing im vergangenen Jahr. Denn im Jubiläumsjahr luden Veranstaltungen und Projekte zur Begegnung mit Tutzings Geschichte ein und in diese Angebotsreihe passte perfekt Elke Schmitz` und Stefanie Knittls Idee, alle unter Denkmalschutz stehenden Häuser in Tutzing in einer Ausstellung zu dokumentieren.

Die Ausstellung der beiden Kuratorinnen vom Ortsgeschichtlichen Arbeitskreis zeigte nicht nur, welche Häuser in Tutzing Denkmäler sind, sie berichtete auch darüber, wer diese Häuser geplant und gebaut hatte, wie sie früher aussahen, wem sie im Lauf der Zeiten gehörten und wie sie heute genutzt werden. Ein Lageplan ergänzte die Ausstellung und lud zum Spaziergang durch Tutzing „auf den Spuren der Denkmäler“.

Die Ausstellung mit dem Titel „Häuser als Denkmäler – Erinnerung und lebendige Gegenwart“ war ein halbes Jahr lang im Rathaus zu sehen und inspirierte Tutzings Bürgerinnen und Bürger, sich mit Tutzings Ortsbild und der baulichen Entwicklung der Gemeinde zu beschäftigen.

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Die behutsam renovierte Villa Schnell in der Bahnhofstraße ist eines der denkmalgeschützten Häuser von Tutzing © L.G.

Die beiden Kuratorinnen hatten die Geschichte der Häuser mit Unterstützung von Gemeindearchivarin Roswitha Duensing liebevoll recherchiert, der Großteil der aktuellen Fotos der Häuser stammt von Heidi Gläsener. Im Rathaus wurde ein Begleitprogramm zu dieser Schau organsiert mit Besichtigungen in Villen und Parks.

Ausstellung und Begleitprogramm stießen auf begeisterte Resonanz bei Tutzings Bürgern. Mit ihrem Interesse bekundeten sie, wie wichtig Denkmäler als Erinnerungs- und Bezugsorte für uns heute und für nachwachsende Generationen sind.

Das große Interesse hat uns ermutigt, Tutzings „Erinnerungsorte“ dauerhaft sichtbar zu machen. Die Fotos der schönen alten Häuser und die Geschichte, die sie repräsentieren, haben wir deshalb mit Ende der Ausstellung nicht wieder in den Archivkeller gesperrt, sondern sie in einem Katalog aufbereitet.

Unter dem Titel „Denkmalgeschützte Häuser in Tutzing“ dokumentiert der Katalog auf 113 Seiten die unter Denkmalschutz stehenden Häuser, ergänzt von ebenfalls denkmalgeschützten Kirchen, Gütern oder dem Schloss. Der Katalog macht aus den Erinnerungsorten einen „Erinnerungsschatz“ für alle, die sich für die Geschichte und Weiterentwicklung, für Herkunft und Zukunft Tutzings interessieren und engagieren.

Gerhard Schober, Heimatpfleger im Landkreis Starnberg, schreibt in seinem Grußwort zum Katalog: „Es sind vor allem die vielen mit individueller Architektur gestalteten Villen und Landhäuser des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (…), die hier eine ganz besondere Wirkung entfalten. Es sind nicht zuletzt die architektonischen und geschichtlichen Denkmäler, die dabei entscheidende ortsprägende Akzente setzen und sich als wertvolle, Identifikation stiftende Elemente der 'Heimat Tutzing' erweisen.“

Der Katalog „Denkmalgeschützte Häuser in Tutzing“

Preis: 9,90 €
Erhältlich bei:
Buchhandlung Held, Buchhandlung Eselsohr, Tourismusbüro, Rathaus

Quelle Titelbild: L.G.
Über den Autor

Brigitte Grande / vorOrt.news

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