In Traubing ist so etwas wie eine Post-Verteilzentrale der hiesigen Region entstanden. Neues Traubinger Postverteilzentrum ist fertig Vom neuen „Zustellstützpunkt“ im Süden des Tutzinger Ortsteils aus, der vor wenigen Tagen in Betrieb genommen worden ist, wird ein größeres Einzugsgebiet zwischen dem Starnberger See und dem Ammersee bedient. Dazu gehören die Gemeinden Herrsching, Andechs, Pöcking, Feldafing und Tutzing, wie die DHL Group, die ehemalige Deutsche Post, auf Anfrage von vorOrt.news mitteilt.
Der neue Zustellstützpunkt befindet sich in der früheren Werkhalle des Ende 2022 stillgelegten Unternehmens Kampf Feinmechanik am Brombergweg. Schon seit langer Zeit befasst sich die Gemeinde Tutzing mit Plänen für ein Gewerbegebiet dort, doch dabei gab es immer wieder Probleme. Das war auch bei dem Post-Projekt der Fall. Behörden sahen etliche Schwierigkeiten, vom Hochwasserschutz bis zur planungsrechtlichen Einstufung als Innen- oder Außenbereich. Eine Lösung für das Vorhaben der Post wurde schließlich mit einem Bebauungsplan nur für die in diesem Fall benötigten Flurstücke gefunden. So etwas wird – nicht unpassend für ein Post-Projekt - „Briefmarken-Bebauungsplan“ genannt.
32 E-Ladesäulen auf früheren Flächen für die Landwirtschaft
Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 2600 Zustellstützpunkte, davon rund 760 in Bayern. Was nun in Traubing geschieht, wurde bisher in Herrsching in der Bahnhofstraße erledigt. Dort und an weiteren Post-Standorten – in Starnberg und Weilheim – waren bisher etliche der 52 Personen tätig, die jetzt in Traubing beschäftigt werden. Für die heißt es frühmorgens sozusagen „ab die Post“: Am Brombergweg bereiten sie ihre Zustelltouren vor.
Die meisten der Briefe, die morgens vom Briefzentrum in Traubing angeliefert werden, sind schon nach der „Gangfolge“ der für die Zustellung Zuständigen sortiert. Sie selbst müssen im Zustellstützpunkt nur noch geringe Mengen von Hand in die Reihenfolge ihrer jeweiligen Touren entlang der Straßen bringen.
Bevor sie zu ihren täglichen Runden aufbrechen, müssen auch die Päckchen und Pakete, die morgens mit mehreren Lastwägen vom Paketzentrum kommen, den Touren entsprechend in die Zustellfahrzeuge geladen werden. Für die Touren stehen 37 Fahrzeuge bereit. 20 von ihnen sind E-Fahrzeuge. Auf dem Gelände sind 32 E-Ladesäulen errichtet worden. Wo mittlerweile die Parkplätze für die Postautos sind, waren früher im Flächennutzungsplan „Flächen für die Landwirtschaft“ ausgewiesen.

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