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Patt bei der ATG

Dreimal Stimmengleichheit für Mestanza und Schäfer - Gewerbetreibende brechen Wahl ab

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Zwei Bewerber, kein Sieger: Der ATG-Vorsitzende Roberto Mestanza (links) und sein Herausforderer Christoph Schäfer (rechts). Auch Bürgermeisterin Marlene Greinwald war bei der Versammlung dabei. © L.G.

Die Wahl eines ersten Vorsitzenden für die Aktionsgemeinschaft Tutzinger Gewerbetreibende (ATG) endete heute Abend in einer Mitgliederversammlung mit einem Unentschieden. In drei Wahlgängen gab es Stimmengleichheit für den bisherigen Vorsitzenden Roberto Mestanza und seinen Herausforderer Christoph Schäfer. Beide erhielten bei geheimer Abstimmung immer acht Stimmen - und daran änderte sich bei jedem weiteren Wahlgang nichts. „Diese Situation hatten wir noch nie“, sagte Wahlleiter Arnold Walter, der Mestanzas Vorgänger an der Spitze der ATG war. Als zum zweiten Mal das gleiche Patt-Ergebnis herauskam, witzelte Mitglied Jochen Twiehaus, man könne es ja mit einem Elfmeterschießen probieren. „Nicht schlecht“, erwiderte Walter: „Wer tritt an?“ Er startete dann aber doch einen anderen Versuch und bat die beiden Bewerber, ihre Ziele vorzustellen.

Mestanza hatte schon zuvor in einem Rechenschaftsbericht unter anderem zahlreiche Projekte erwähnt, so den Aufbau einer neuen Marketingkonzeption mit neuem Logo und neuer Internet-Webseite. Er habe vor, das alles weiterzuführen. „Wir können belegen, dass wir viel tun“, bekräftigte er. Nicht recht geklappt habe es bisher mit einem neuen Internet-Auftritt, es fehle noch an Inhalten. Es habe einige Austritte gegeben, doch zurzeit gebe es stabiles Mitgliederwachstum. Schäfer will die begonnenen Projekte nach eigenen Worten fortführen. Er sah aber Bedarf für mehr Kontakte und für mehr Verbindungen der Gewerbetreibenden mit der Gemeinde. Als sein Planziel bezeichnete er es, „wieder mehr Leben in den Ort zu kriegen“.

Auch die Präsentationen änderten aber nichts: In einem dritten Wahlgang gab es abermals das Ergebnis von acht zu acht Stimmen. Walter sah nun keinen anderen Ausweg mehr, als die Wahl abzubrechen: „Ich wüsste nicht, wie wir anders weiter machen sollten - alles andere wäre anfechtbar.“ Zur Abstimmung über die weiteren Vorstandsmitglieder kam es nicht mehr.

Der bisherige Vorstand bleibt nun kommissarisch im Amt. Für den 22. September dieses Jahres ist eine weitere Mitgliederversammlung angesetzt worden. Bei ihr hoffen nun alle Beteiligten auf eine Entscheidung. Während der heutigen Versammlung, die im Roncallihaus stattfand, wurde deutlich, dass es im Vorfeld Diskussionen über die Führung und die Ausrichtung der ATG gegeben hatte. Etliche Mitglieder, die selbst nicht an der Versammlung teilnahmen, ließen sich mit Vollmachten vertreten.

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Der im Mai 2019 gewählte ATG-Vorstand: (v.li.) Michael Lanio, Thomas Bove, Sandra Loeger, Roberto Mestanza (vorn), Maximilian Bauer, Arnold Walter, Petra Bauer und Christoph Schäfer © ATG
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