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215 Kilometer Kabel und Leitungen

Tutzing und Bayernwerk verlängern Konzessionsvertrag um weitere 20 Jahre

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Im Sitzungssaal des Rathauses unterzeichneten Bürgermeisterin Greinwald (2.v.re.) und Vertreterinnen des Bayernwerks den neuen Konzessionsvertrag © Gemeinde Tutzing

Der regionale Netzbetreiber Bayernwerk wird auch in den nächsten 20 Jahren das Stromnetz im Gebiet von Tutzing betreiben. Der Konzessionsvertrag wurde heute verlängert. Unterzeichnet haben ihn Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald sowie von Seiten des Bayernwerks Ursula Jekelius, Leiterin des Bereichs Kommunen und Kooperationen Oberbayern, und Kommunalbetreuerin Silke Mall. Neben dem Betrieb des Stromnetzes räumt die Gemeinde dem Bayernwerk damit auch formal das Recht ein, Versorgungsanlagen und Leitungen auf gemeindlichen Wegen und Grundstücken für die Versorgung der Bürger und der örtlichen Wirtschaft zu errichten.

Tutzing liegt im Zuständigkeitsbereich des Bayernwerk-Kundencenters Penzberg. Zum Stromnetz der Kommune mit ihren rund 10 000 Einwohnern gehören nach Angaben des Unternehmens Kabel und Leitungen im Nieder- und Mittelspannungsbereich mit einer Länge von rund 215 Kilometern. Zur sicheren Stromversorgung der rund 2400 Hausanschlüsse seien 74 Trafostationen und 770 Kabelverteiler installiert.

Rund 270 000 dezentrale Erzeugungsanlagen im Bayernwerk-Netz

Ins Bayernwerk-Netz speisen insgesamt rund 270 000 dezentrale Erzeugungsanlagen erneuerbare Energie ein, wie die zum Eon-Konzern gehörende Gesellschaft bei dieser Gelegenheit mitteilt. Dies, fügt sie hinzu, stelle die Leistungsfähigkeit der regionalen Verteilnetze im Zuge der Energiewende vor zunehmende Herausforderungen. Als Grundlage einer umfassenden Versorgungssicherheit vor dem Hintergrund der Energiewende bezeichnete Ursula Jekelius in Tutzing kontinuierliche Wartung und Instandhaltung der Infrastruktur, den Einsatz innovativer Technologien, einen modernen Netzbetrieb und die strukturelle Nähe zum Netz.

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"Großer Vertrauensbeweis" durch die Gemeinde Tutzing

Die Verlängerung des Konzessionsvertrags bezeichnete Ursula Jekelius als großen Vertrauensbeweis für das Bayernwerk durch die Gemeinde Tutzing. Sie sprach gleichzeitig von einem wichtigen Schritt in die Energiezukunft. „Wir freuen uns", sagte sie, "dass wir weiterhin der Wunschpartner der Gemeinde für den Betrieb des Stromnetzes sind und die Zusammenarbeit für eine sichere Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Energie fortsetzen.“

Das Unternehmen transportiert zu 60 Prozent regenerative Energie

Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt nach eigenen Angaben mit etwa 2700 Mitarbeitern an mehr als 20 Standorten rund fünf Millionen Menschen in Bayern mit Energie. Ihr Netzgebiet erstrecke sich über Unterfranken und Oberfranken, die Oberpfalz, Niederbayern und Oberbayern. Mit einem Stromnetz von rund 154 000 Kilometern Länge und einem mehr als 5800 Kilometer langen Erdgasnetz sei das Unternehmen der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern. Zudem betreibe die Bayernwerk Netz GmbH ein Straßenbeleuchtungsnetz mit einer Länge von 34 600 Kilometern.

In seinem Netz transportiert das Unternehmen nach eigenen Angaben zu 60 Prozent regenerative Energie. Dafür sorgten rund 265 000 regenerative Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks einspeisten.

Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Die Bayernwerk Netz GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Quelle Titelbild: Gemeinde Tutzing
ID: 1840
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