Für die Tennisanlage an der Gautinger Straße in Starnberg schien das letzte Stündlein schon geschlagen zu haben. Ihr früherer Pächter hatte vor Monaten Insolvenz angemeldet, das Gelände stand unter Zwangsverwaltung. Es schien sich nur noch die Frage zu stellen, ob das knapp 20 000 Quadratmeter große Gelände in ein Gewerbegebiet umgewandelt oder verkauft und für andere Zwecke umgenutzt werden würde. Doch nun scheint der Tennisbetrieb auf diesem Areal fortgeführt werden zu können. Als Retter erweisen sich Tutzinger: Die Unternehmen mediantis AG und eurobuch Sportanlagen GmbH haben mit Wirkung vom 1. Mai 2018 den Betrieb der ehemaligen Tennispark Starnberg GmbH übernommen.
In einem Netzwerk unterschiedlicher Beteiligter
Federführend ist dabei Richard von Rheinbaben, der Hauptaktionär und Aufsichtsratsvorsitzende der mediantis AG, deren Vorstand sein Bruder Rolf von Rheinbaben ist. Die Tutzinger, Mieter der der Gemeinde gehörenden Kustermannvilla, hatten sich seit Monaten um den Tennispark bemüht.
Doch im Netzwerk unterschiedlicher Beteiligter hatte sich die Angelegenheit als recht kompliziert erwiesen. Da war die Stadt Starnberg als Eigentümerin der Fläche, auf der die Tennishalle steht. Dann das Unternehmen Bayerische Hausbau der Schörghuber-Gruppe, der die Sandplätze, die Zufahrt und die Parkplätze gehören. Weiter die VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg als Gläubiger im Insolvenzverfahren. Und das alles umwoben von Insolvenz- und Zwangsverwalter.
Ab sofort kann auf fünf Sandplätzen gespielt werden
In diesem Geflecht schien eine Fortführung des Tennisbetriebs zuletzt eher unwahrscheinlich. Dass es dazu nun doch kommt, überrascht umso mehr. Ab sofort kann auf fünf Sandplätzen gespielt werden, teilt Richard von Rheinbaben mit. Der Betrieb der Halle sei für die nächsten Jahre gesichert.
Wie das gelungen ist, dazu macht der Tutzinger Unternehmer keine Angaben. Er äußert sich aber sehr positiv über die wesentlichen Beteiligten. Die Fortführung des Betriebs sei ermöglicht worden durch die Professionalität des Insolvenzverwalters Gerloff-Liebler, das Entgegenkommen der Bayerischen Hausbau und die Verhandlungsbereitschaft der VR-Bank.
Nach einem Vorbehalt klingt allerdings noch eine andere Bemerkung: „Um eine reibungslose Fortführung des Tennisbetriebs zu gewährleisten, sollten möglichst zeitnah auch die Stadtverwaltung der Stadt Starnberg und der Stadtrat in die Gespräche, insbesondere mit der Bayerischen Hausbau und dem hagebaumarkt, eingebunden werden.“
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