Gemeindeleben
28.9.2026
Von vorOrt.news

Ein Nachmittag für alle im Tutzinger Schloss

Am Tag der offenen Tür öffnete die Evangelische Akademie gestern ihre Tore für die ganze Bevölkerung

Jubil-um7-eat.png
Beim Tag der offenen Tür strahlt das Tutzinger Schloss mit dem Schlosspark meist große Anziehungskraft aus - hier ein Archivbild von eine früheren Veranstaltung © eat - Archiv

Die Evangelische Akademie Tutzing hat am Sonntag zu einem Tag der offenen Tür ins Tutzinger Schloss und in den Schlosspark eingeladen. Den ganzen Nachmittag wechselten sich Kurzimpulse und Diskussionen mit musikalischen Beiträgen und einer Tanzvorführung ab. Dazu gab es Führungen durch das Schloss und den Park mit seinem vielseitigen Angebot an Kunst und Kultur. Auf dem Gelände und in den historischen Bauten gibt es zahlreiche Kunstwerke, Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen aus unterschiedlichen Epochen. Das Team der Hauswirtschaft bot im Restaurant der Akademie Kaffee, Tee, Kuchen und weitere Getränke an.

Die Akademie, die im nächsten Jahr ihr 80-jähriges Bestehen feiern kann, hat für diesen Sonntagnachmittag einen vielsagenden Titel gewählt: „Denken ins Offene - an einem Ort der Geschichte". Dieses Motto scheint auch zu neuen Entwicklungen beim historischen Schloss Tutzing und seinem direkt am Ufeur des Starnberger Sees gelegenen Park selbst zu passen. Kürzlich hat die evangelische Kirche, der das Areal gehört, auch das benachbarte Seeufergrundstück mit der „Violaburg“ gekauft. Darüber hinaus gibt es in der Kirche Bemühungen um Umstrukturierungen, die auch das Schloss Tutzing betreffen sollen. Schloss Tutzing vor Neuausrichtung

Religion, Looksmaxxing, Wehrdienst und wie Sinn im Leben Demokratie stärkt

Das abwechslungsreiche Programm am Tag der offenen Tür hatte aber andere Schwerpunkte. „Religion im öffentlichen Raum – aber wie viel?" wurde zum Beispiel gefragt. Auch ein neues Gesprächsformat wurde zur Diskussion gestellt: „Manosphere, Looksmaxxing und die rote Pille". Dabei ging es darum, wie sich die Jungen im Zeitalter von Social Media begleiten lassen – ein Thema, das derzeit viele Eltern und Lehrkräfte umtreibt. Es gab eine „Politikwerkstatt light, bei der der Wehrdienst früher und heute zur Debatte stand. Bei einem Workshop traf Psychologie auf Politik: "Wie Sinn im Leben Demokratie stärkt" war das Thema. An anderer stelle versuchte man zu klären, was das „gute Leben" für alle mit Wirtschaft zu tun hat. „Das Beste zum Schluss?" stand schließlich als Titel über Erkundigungen nach Perspektiven auf ein gutes Lebensende. Mit einem musikalischen Begleitprogramm verdeutlichte die Akademie ihre lokale Verwurzelung: Tanzgruppen der Tutzinger Gilde,. die Ammertaler Alphornbläser aus Dießen sowie der Tutzinger Chor „Blue Notes“ traten auf. Parallel zum Programm wurden Führungen für Erwachsene und auch für Kinder durch Schloss und Park angeboten. Wer das Haus bisher nur von außen kannte, kam so an Orte, die sonst Tagungsgästen vorbehalten sind.

Anzeige
Webrug_1_EDEKA_HEISS.gif

Eine der ältesten evangelischen Akademien Deutschlands

Died Evangelische Akademie Tutzing, 1947 gegründet, war eine der ersten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland. Die älteste Evangelische Akademie in Deutschland ist in die in Bad Boll https://www.elk-wue.de/news/2025/07102025-zum-80-jaehrigen-bestehen-der-evangelischen-akademie-bad-boll, die im vorigen Jahr ihr Jubiläum zum 80-jährigen Bestehen gefeiert hat. Bis heute ist ist die Evangelische Akademie Tutzing ein Ort, an dem Kirche, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch kommen.

ID: 9154
Über den Autor

vorOrt.news

Kommentar hinzufügen

Anmelden , um einen Kommentar zu hinterlassen.

Kommentare

Mit Ausnahme des Badestegs geht die politische Akademie meines Wissens deutlich offener mit dem eigenen Gelände um.
Wenngleich die Lage nicht ganz so zentral und attraktiv ist.
@ Norbert Steinke

Das hört/liest sich kompliziert und kostenlos sollte das Betreten des Parks doch für uns Tutzinger auch sein.

Ein ungezwungenes Schlendern an normalen Tagen durch den Park und zurück, was spricht denn nun wirklich dagegen?

Vorschlag: Verbotsschilder abhängen, morgens um 10.00 h aufschließen und abends z.B. um 18.00 Uhr abschließen, es gäbe sie noch... die einfache Lösung.
Wie schön ist es vom Interesse der Tutzinger zu lesen, den Park des Schlosses betreten zu wollen, um dort zu flanieren oder einfach zu geniessen, wie schön es dort ist. Das kann ich verstehen und nachvollziehen.

Ich mache das mindestens 10 x pro Jahr und kann aus eigener Erfahrung bestätigen, wie wunderbar der Park ist. Auch sind die Räumlichkeiten im Schloss immer einen Besuch wert. Herr Hahn, der Chef der evangelischen Akademie, freut sich immer über zahlreichen Besuch dort nach den Veranstaltungen. Wirklich empfehlenswert!

Das kann tatsächlich jeder machen, der an einer der vielen und wirklich interessanten Veranstaltungen der evangelischen Akademie teilnimmt. Als Tutzinger geht das noch viel besser, man kann „Heimschläfer“ bleiben und trotzdem an den Veranstaltungen teilnehmen. Manche muss man bezahlen, manche sind kostenfrei - aber es lohnt sich immer. Und es ist auch nicht wirklich teuer.

Ich denke, dass die evangelische Akademie (was für ein Privileg für Tutzing gleich zwei Akademien vor der Haustür haben zu dürfen, denn auch ein Besuch der Politischen Akademie ist absolut zu empfehlen) sich über mehr Besucher aus Tutzing freuen würde.

Und man kann beide Akademien auch noch unterstützen, einfach dem Freundeskreis beitreten.

Last but not least gebe ich noch ein gut gehütetes Geheimnis preis —> man kann in den Sommermonaten im Schloss Urlaub machen. Die Zimmer sind frei buchbar, relativ schnell vergriffen, aber so kann man sich ab und zu fühlen wie ein Schlossbesitzer direkt am Starnberger See —> ein Geheimtipp (und gar nicht so teuer).
Da haben sie zu 100% recht mit ihrer Aussage - wie schön wäre das endlich mal wieder…das kennen wir leider seit vielen Jahren nicht mehr …
Lieber Herr Wagner, ja, natürlich nicht für Grillaktionen und auch nicht zum Lagern.
Ich vermiss allein die Möglichkeit eines niveauvollen kleinen Spazierganges mit dem Gefühl für uns Tutzinger.... "Es ist auch unser Schloss". Sollte das ernsthaft an Verbotsschildern scheitern? Die Kirche sollte die Tore des Parkes tagsüber öffnen, mehr nicht.
…naja wenns dann so ausartet wie in unseren Promenaden inzwischen („wenn“ einen gewissen Bereich zum durchspazieren, aber nicht zum Lagern etc) immerhin gibts dort auch Tagungen mit „Hotelbetrieb“ und ob sich das so gut verträgt dann….
Ich erlaube mir, die jüngst geäußerte Idee einer ganzjährigen Parköffnung noch einmal zur Diskussion zu stellen. Das historische Schloss vermittelt doch in gewisser Weise Gemeinschaft und steht durch den kirchlichen Eigentümer auf soliden finanziellen "Beinen".

Ein geöffneter Schlosspark könnte m.E. das Gemeinschaftsgefühl stärken, bei vielen sicher auch das Verhältnis zur Kirche verbessern.