Gemeindeleben
27.5.2026
Von Ambulante Krankenpflege e.V.

Nachbarschaft wird wieder großgeschrieben

Neue Koordinationsstelle stärkt Ehrenamt in Tutzing

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Die Gemeinde Tutzing, die Stiftung Theresia Petsch und die Ambulante Krankenpflege Tutzing e.V. bündeln ihre Kräfte, um bestehende ehrenamtliche Strukturen zu stärken und weiterzuentwickeln

Gute Nachbarschaft entsteht nicht von allein. Sie braucht Begegnung, Engagement und Menschen, die Verantwortung füreinander übernehmen. Genau hier setzt ein neues Gemeinschaftsprojekt in der Gemeinde an: Unter dem Leitgedanken „NACHBARSCHAFTSHILFE wird wieder großgeschrieben“ bündeln die Gemeinde Tutzing, die Stiftung Theresia Petsch und die Ambulante Krankenpflege Tutzing e.V. ihre Kräfte, um bestehende ehrenamtliche Strukturen zu stärken und weiterzuentwickeln.

Im Mittelpunkt steht eine neue Koordinationsstelle für Ehrenamtliche, die seit Mitte April 2026 besetzt ist und aufgebaut wird. Die Stelle der Koordinatorin wird durch die Stiftung Theresia Petsch finanziert und soll als zentrale Anlaufstelle für alle dienen, die sich engagieren möchten – oder Unterstützung suchen.

Die Ambulante Krankenpflege Tutzing verfügt bereits über ein starkes Fundament: Rund 80 Ehrenamtliche engagieren sich dort in unterschiedlichen Projekten. Dazu zählen unter anderem der „Trödelladen/Kleiderstube“, das „Tutzinger Tischlein Deck Dich“ sowie der Einsatz als Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleiter für ältere oder hilfebedürftige Menschen. Dieses Engagement ist über Jahre gewachsen und ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens in der Gemeinde.

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Die Ansprechpartnerinnen der Koordinierungsstelle: Adelheid Proebster (links) und Kristin Zeman © Ambulante Krankenpflege Tutzing e.V.

Gerade im Bereich der Alltagsbegleitung besteht bereits wertvolle Erfahrung. Adelheid Proebster von der Ambulanten Krankenpflege betreut diesen Bereich seit vielen Jahren mit großem Engagement und fachlicher Expertise. Sie wird ihre Erfahrungen künftig in die neue Struktur einbringen und eng mit der neuen Koordinatorin Kristin Zemann zusammenarbeiten. Damit wird Kontinuität gewährleistet und gleichzeitig Raum für Weiterentwicklung geschaffen.

Nun sollen diese gewachsenen Strukturen nicht nur gesichert, sondern im Sinne einer lebendigen Nachbarschaft weiterentwickelt werden. Ziel ist es, Menschen zusammenzuführen, neue Engagierte zu gewinnen und bestehende Initiativen besser zu vernetzen.

Kristin Zeman und Adelheid Proebster werden künftig als Schnittstelle zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, sozialen Einrichtungen und der Gemeinde wirken. Sie sollen Interessierte beraten, Einsatzmöglichkeiten vermitteln und Ehrenamtliche fachlich begleiten. Sie unterstützen Bürgerinnen und Bürger bei alltäglichen Anliegen, besonders dann, wenn kurzfristig Hilfe gefragt ist und weder Angehörige noch professionelle Dienste sofort einspringen können.

Tätigkeiten sind beispielsweise Fahrten zum Arzt/Krankenhaus, Unterstützung bei privater Korrespondenz, gemeinsame Aktivitäten wie Spazierengehen, kleinere Reparaturarbeiten, Unterstützung von Familien und Angehörigen, Einkaufshilfen und weiteres. Das Angebot ist mit einer Aufwandsentschädigung verbunden. Somit erhalten Menschen im Alltag schnelle Unterstützung. Gleichzeitig geht es darum, Bedarfe im Ort frühzeitig zu erkennen und passende Angebote zu initiieren.

Denn Nachbarschaft bedeutet heute mehr als ein freundlicher Gruß über den Gartenzaun. In einer Zeit, in der viele Menschen neu zuziehen, familiäre Strukturen sich verändern und Einsamkeit zunimmt, gewinnt das Miteinander im Ort an Bedeutung.

„Wir wollen uns der Realität stellen: Die Bedarfe, vor allem unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, wachsen – deshalb müssen wir tragfähige Strukturen schaffen und bestehende Angebote gezielt mit dem tatsächlichen Bedarf zusammenbringen“, sagt Bürgermeister Ludwig Horn. Die Initiative versteht sich als Investition in sozialen Zusammenhalt, Lebensqualität und gelebte Solidarität. Mit der neuen Koordinationsstelle setzen die drei Partner ein klares Zeichen: Ehrenamt ist kein „Zusatz“, sondern ein wesentlicher Bestandteil des sozialen Zusammenhalts.

Somit wird es zukünftig eine feste Anlaufstelle für Engagement im Ort geben – für alle, die sich einbringen möchten oder Unterstützung benötigen. Denn eine starke Nachbarschaft entsteht dort, wo Menschen füreinander da sind.

Erreichbarkeit Koordinierungsstelle:
Kristin Zeman, Adelheid Proebster
Büro im Betreuten Wohnen Tutzing
Bräuhausstr. 3, 82327 Tutzing
Tel. 08158/90 68 59
E-Mail: info@krankenpflege-tutzing.de

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