Gemeindeleben
12.10.2026
Von vorOrt.news

Ein stilles Örtchen mit hoher Priorität

Regierung von Oberbayern stuft eine Bahnhofstoilette in Tutzing als hoch förderfähig ein

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Eines der Tutzinger Hauptärgernisse: die Bahnhofstoilette, die seit langem geschlossen ist © L.G.

Es ist kein glamouröses Projekt, aber eines mit guten Chancen auf Geld vom Staat: Eine Toilette am Tutzinger Bahnhof steht ganz oben auf der Liste der Vorhaben des Stadtentwicklungsprogramms "ISEK" für 2027. Rund 340 000 Euro sind dafür veranschlagt. Damit wäre die Bahnhofstoilette mit Abstand der größte neue Posten im kommenden Programmjahr.

Angestoßen hat die Idee die Regierung von Oberbayern, die als Bewilligungsbehörde über die Städtebauförderung entscheidet. Bei einer Besichtigung bewerteten ihre Vertreter die Bahnhofstoilette als hoch förderfähige Maßnahme und empfahlen sie ausdrücklich. Der Arbeitskreis ISEK des Gemeinderats hat daraus eine klare Regel abgeleitet: Empfehlungen der Regierung haben bei der Rangfolge höchste Priorität.

Der Bahnhof ist für Tutzing weit mehr als ein Haltepunkt. Hier endet eine Linie der Münchner S-Bahn, hier zweigt die Kochelseebahn ab, Regionalzüge fahren Richtung Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck. Eine öffentliche Toilette kommt Pendlern ebenso zugute wie Ausflüglern, die mit dem Zug an den See kommen.

Wie hoch der Zuschuss ausfällt, steht noch nicht fest. Die Verwaltung rechnet bei den ISEK-Maßnahmen je nach Projekt mit Förderquoten zwischen 60 und 80 Prozent. Rechnerisch bliebe bei der Toilette damit ein Eigenanteil zwischen etwa 68 000 und 136 000 Euro bei der Gemeinde.

Das Bahnhofsumfeld insgesamt bleibt ebenfalls Thema, Der Arbeitskreis hat einen Rahmenplan zur Aufwertung des Bahnhofsumfelds für rund 50 000 Euro aber erst für das Jahr 2028 vorgemerkt. Im Dezember 2025 war er noch für 2027 vorgesehen.

Entschieden ist noch nichts. Der Förderantrag muss bis 1. Dezember eingereicht sein.

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