Gemeindeleben
15.6.2025
Von vorOrt.news

Auf dem Tutzinger Weinfest ging die Post ab

Enorme Stimmung unter dem Zeltdach - Mehrere tausend Menschen feierten auf der Brahmspromenade

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Die Band "Basement" verbreitete am Samstagabend beim Weinfest beste Partystimmung

Eine Feier voller guter Laune war das Tutzinger Weinfest am Samstag. Beste Stimmung verbreiteten am Nachmittag die "Würmsee Böhmischen", und am Abend brodelte es unter dem großen Zeltdach förmlich: Die Band "Basement" lief zu Höchstform auf. Ein musikalischer Knaller folgte auf den anderen, Jüngere und Ältere standen dicht gedrängt auf der Tanzfläche, sangen und bewegten sich, soweit es die Enge zuließ.

Die Biertische waren kurz nach Beginn des Festes am frühen Nachmittag schon recht gut besetzt. Sehr begehrt waren von Anfang an Attraktionen für Kinder, so eine Hüpfburg. Dass direkt daneben der Spielplatz ist, passte recht gut.

Viele der Sitzgarnituren, die rundherum auf den Wiesen aufgestellt worden sind, waren zunächst noch leer. Nach und nach füllten sie sich dann mit Menschen. Am späteren Nachmittag und am Abend drängelten sie sich unter dem Zeltdach und auf den Flächen drumherum. Insgesamt dürften es mehrere tausend Menschen gewesen sein. Viele kamen aus anderen Orten nach Tutzing, um mitzufeiern, denn das Weinfest hat längst weit über Tutzing hinaus einen guten Ruf. Viele trafen Bekannte, es gab eine Menge Gesprächsstoff, und die vielen Leckereien, die an den Ständen angeboten wurden, waren sehr gefragt.

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Polonaise war angesagt, und die Schlange begeisterter Menschen bewegte sich rundherum
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Bei mitreißender Musik wurde kräftig gefeiert
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Bunte Beleuchtung zauberte am Abend prächtiges Ambinente auf die Brahmspromenade

Ein Tutzinger Anziehungspunkt erster Güte

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Seppal stand farbenfroh mittendrin

Kunterbunt stand „Seppal“ auf der Brahmspromenade. Mittendrin wies der farbenfrohe Vierbeiner auf die Festwochen Haunshofen in der zweiten August-Hälfte hin, bei denen unter anderem ein Ochsenrennen und ein „Oldtimer-Treffen Markus Söder“ angekündigt wurden. Selbst großflächige Informationen über die Tutzinger Fischerhochzeit im nächsten Jahr hingen schon plakativ an den Wänden, an denen auch die Freiwillige Feuerwehr Tutzing und Unternehmen, die das Fest unterstütztren, auf sich aufmerksam machten. Für alle, die gern feiern, wird also weiterhin rundherum viel geboten.

Seit seiner Gründung hat sich das Weinfest zu einem Anziehungspunkt erster Güte entwickelt. Im Jahr 2017 hat Ludwig Horn das Weinfest erstmals für den Freizeitclub JM organisiert, dessen Vorsitzender er damals war. Inzwischen hat der vor ein paar Jahren gegründete Veranstaltungsverein Tutzing die Verantwortung übernommen, aber viele JM-Mitglieder sind nach wie vor mit großem Einsatz dabei. Etwa 90 Personen wirken intensiv mit. Sie haben alles aufgebaut, sie waren am Samstag beim Weinfest selbst engagiert dabei und sie sorgen heute für den Abbau. Die meisten von ihnen sind Mitglieder des Veranstaltungsvereins und der JM.

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Ein attraktives Programm wird beim Weinfest für die Tutzinger Fischerhochzeitr im nächsten Jahr angekündigt

Weinkennerin Clarissa Hiddemann war von Anfang an dabei

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Um die guten Tropfen, die heute beim Tutzinger Weinfest zur Auswahl stehen, hat sich Clarissa Hiddemann gekümmert

Von Anfang an mit von der Partie war Clarissa Hiddemann. Die frühere Inhaberin des Forsthauses Ilkahöhe ist Weinexpertin, schon lange ist sie beim bekannten Münchner Weinimporteur Saffer tätig, einem Familienunternehmen, das 2024 sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hat. Sie erinnert sich noch gut an die Anfänge: Rundherum gebe es vor allem Bierfeste, erzählten sich die jungen Leute von der JM damals. Da hatten sie den Einfall, ein Weinfest zu organisieren.

Aber woher sollte der Wein kommen? Über Kontakte zu begeisterten Reitern, die ihre Pferde auf dem Tutzinger Greinwaldhof hatten und zu denen auch Clarissa Hiddemann gehörte, wurden schnell die Verbindungen hergestellt. Sie war gleich Feuer und Flamme von der Idee – und sie sorgte für die Weinlieferungen.

860 Flaschen wurden beim ersten Weinfest verkauft. Kein Vergleich mit dem Bedarf in diesem Jahr: Diesmal hat Saffer fürs Weinfest 4500 Flaschen geliefert: Zehn Sorten Wein, einfache wie mittlere Sorten und solche für „geübte Weintrinker“, außerdem Prosecco. Darunter waren Weine aus Rheinhessen, aus der Pfalz, vom Neusiedler See in Österreich, aus den Abruzzen, vom Gardasee und „ein ganz leichter“, sagt Clarissa Hiddemann, mit 9,5 Prozent Alkohol, aus Portugal. Die Weinlieferung kam übrigens schon eine Woche vor dem Fest in Tutzing an - damit eine gute Kühlung gewährleistet war.

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Einige Unternehmen unterstützen das Tutzinger Weinfest

Ümüt Erin hat mit seinem Team den ganzen Tag Semmeln produziert

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Für die richtigen Klänge sorgten am Nachmittag die "Würmsee Böhmischen"

Die Backwaren brachte ein Tutzinger Unternehmen auf die Brahmspromemade: Ümüt Erin, der Inhaber des Cafés Erin, lieferte mit seinem Team mehr als 2200 Semmeln, außerdem Brezn und Brot. Eine recht große Aufgabe: „Wir haben früh angefangen und ohne Leerzeiten bis zum Abend gebacken“, berichtete er. Die erste Ladung wurde vor Festbeginn geliefert, bis zum Abend wurde immer wieder nachproduziert. "Ganz schön anstrengend", kommentierte Erin am Abend, als alles geschafft war, aber er wirkte sehr zufrieden.

Clarissa Hiddemann ist begeistert von der perfekten Organisation des Weinfestes. „Ich freue mich so, wenn ich solche engagierten jungen Leute sehe“, sagt sie. Geradezu generalstabsmäßig werde alles vorbereitet und realisiert, bis hin zur exakten Einhaltung der Sperrstunde. Auch wenn improvisiert werden muss, werden meist schnell Lösungen gefunden, so wie im vorigen Jahr, als es recht regnerisch war: Da wurden über den Biertischen kurzfristig kleine Zelte aufgebaut.

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Auch die Tutzinger Feuerwehr machte beim Weinfest auf sich aufmerksam © Fotos: L.G.
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Kommentare

Die Stimmung war einfach großartig, dass lag natürlich an der guten Organisation und der vielen Helfer der JM und dem Veranstaltungsverein Tutzing. Es war soviel Professionalität und Liebe zum Detail vorhanden, dass es für uns eine Freude war, mal wieder dabei gewesen zu sein. Danke !!! R. Harthauser
(Bearbeitet)