Deutliche Veränderungen an der Tutzinger Brahmspromenade haben über Pfingsten für viel Gesprächsstoff gesorgt. Nachdem rund um Bänke schon Kies und Pflaster-Einrahmungen Aufsehen erregt haben Pflastersteine mit Einrahmung , präsentiert sich nun ein größerer Teil der Promenade auf ganz neue Weise. Eine ansehnliche Fläche ist abgesperrt und mit Muttererde belegt worden, auf der Rasen ausgesät wurde.
Eine Maßnahme mit Hintergrund zu Beginn der warmen Jahreszeit? Die „Belagerung“ immer größerer Flächen der Promenade durch Badegäste ist alljährlich umstritten. Vom Spielplatz aus, der sich schon lange zu einer Art Badegelände entwickelt hat, haben sich die Erholungsuchenden mit der Zeit fast über die gesamte Promenade ausgebreitet. Die Absperrungen haben den Platz für sie nun deutlich eingeschränkt. Wie sich zu Pfingsten zeigte, wurden die erdigen Flächen auch gemieden. Auch ein auf der Promenade stehender Bagger erwies sich nicht gerade als anheimelnd für Badegäste.
Angesichts dieser Entwicklung gab es auf der Promenade auch erstaunte Bemerkungen in Hinblick auf das für Samstag, den 10. Juni geplante Weinfest, das direkt neben den abgesperrten Flächen mit Hinweisplakaten angekündigt wird. Diese inzwischen weithin beliebte Veranstaltung auf der Brahmspromenade lockt jedesmal tausende Besucher an. Wegen des großen Andrangs wurden im vorigen Jahr auf einem größeren Teil der Promenade als in früheren Jahren Biertische aufgestellt - und zwar eben dort, wo sich nun die Absperrungen befinden. Viele, die das Weinfest kennen, fragen sich nun, wie das alles wohl diesmal organisiert werden wird.
Die aktuellen Maßnahmen haben auch wegen der bekannten Beliebtheit der Promenaden bei jungen Leuten zu kontroversen Diskussionen geführt. Vielen ist aufgefallen, dass die Flächen gerade zu der Zeit abgesperrt worden sind, zu der an den Schulen die Abschlussprüfungen stattfinden. Zu dieser Jahreszeit halten sich üblicherweise in diesem Bereich tagsüber und abends viele Jugendliche auf, um das Ende des Unterrichts zu genießen. Das zeitliche Zusammentreffen mit den Absperrungen größerer Bereiche der Promenade könne kein Zufall sein, meinten Passanten. Die Ansichten dazu gingen auseinander: Die einen kritisierten, hier werde massiv gegen die Jugend gearbeitet. Die anderen sahen darin eine richtige Vorgehensweise, weil die Promenade in den vergangenen Jahren nach nächtlichen Feiern nicht selten mit Abfall übersät war.

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