Ideen für eine Vertiefung der Zusammenarbeit werden zurzeit zwischen Tutzing und Bagnères-de-Bigorre entwickelt. Bei einem Besuch der südfranzösischen Partnerstadt hat Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald gemeinsam mit dem ersten Bürgermeister Claude Cazabat und der deutschen Generalkonsulin in Bordeaux, Stefanie Zeidler, unter anderem die Thermalbäder und das Freizeitzentrum Aquensis besucht. Ausführlich ließ sie sich dabei das Konzept für den Ausbau des Tourismus erklären. Zuvor waren auch Mitglieder des Tutzinger Jugendbeirats in Bagnères-de-Bigorre zu Besuch gewesen. Dabei war eine Art Stufenplan entwickelt worden, der zunächst die offensichtlichsten Gemeinschaften fördern solle – mit Kontakten zwischen den Sportvereinen, zwischen den Schulen zwischen den örtlichen Betrieben. Zu den Überlegungen gehören unter anderem Praktika zwischen den Partnergemeinden. Ausbau der Verbindung zwischen Bagnères und Tutzing
Partnerschafts-Jubiläum 2025 in Tutzing geplant
Im Jahr 2025 wird die Partnerschaft von Tutzing und Bagnères-de-Bigorre 50 Jahre alt. Die Feiern zu diesem Jubiläum sollen in Tutzing stattfinden, wie Bürgermeisterin Greinwald anlässlich ihres Besuchs in der südfranzösischen Partnerstadt mitgeteilt hat. Morgen, am Mittwoch, steht im Tutzinger Rathaus ein Bericht über diese Reise, die Anfang Oktober stattgefunden hat, im Hauptausschuss des Gemeinderats auf der Tagesordnung (Beginn 17 Uhr). Das war der erste Tutzinger Besuch der französischen Partner nach dreijähriger Corona-Pause. Mit dabei waren Mitglieder des Freundeskreises Tutzing-Bagnères und weitere Interessierte. In Bagnères-de-Bigorre gab es für die Gäste aus Tutzing ein reichhaltiges Programmpunkte. Dazu gehörten ein Konzert des Accordéon-Clubs Bagnérais, ein Ausflug ins Baskenland, Entdeckungstouren durch Ascain und Saint-Jean-de-Luz sowie ein Besuch des Bergs Pic du Midi (Gipfel des Südens) in den französischen Pyrenäen.
Generationsübergreifende Partnerschaft
Schon seit 43 Jahren ist Tutzing mit Bagnères-de-Bigorre in Südfrankreich über eine Partnerschaft verbunden. Ähnliche Partnerschaften gibt es in anderen Gemeinden und Städten wie beispielsweise Bernried (Samoreau) oder Starnberg (Dinard). Dr. Alfred Leclaire, von 1970 bis 1996 Tutzinger Bürgermeister, hat die Partnerschaft 1975 mit seinem Amtskollegen André des Boysson besiegelt. "Ans Wunderbare" grenze die Freundschaft zwischen den einst verfeindeten Nachbarn, schrieb Leclaire in einer Jubiläumsfestschrift. Im Lauf der Jahre kam es zu vielen Begegnungen, es sind sogar richtige Freundschaften entstanden. Die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Stefanie von Winning, hat einmal schmunzelnd von Spaziergängen mit dem früheren Tutzinger Kulturreferenten Hubert Hupfauf, einem der Wegbereiter dieser Partnerschaft, über den Markt von Bagnères-de-Bigorre erzählt: „Da kommt man nicht weiter - an jeder Ecke gibt es ein Hallo.“
Bei einem feierlichen Empfang von Bürgermeister Cazabat im Hotel de Ville haben die Partner im Rahmen der diesjährigen Reise das Gelübde der deutsch-französischen Freundschaft erneuert, die sie intensivieren und lebendig erhalten wollen. Bei einem Gala-Dinner hob Bürgermeisterin Greinwald auch besonders die Bedeutung der deutsch-französischen Städtepartnerschaft auf kommunaler Ebene hervor. Die langjährige Partnerschaft habe gegenseitiges Verständnis gefördert, kulturellen Austausch ermöglicht und wirtschaftliche sowie politische Zusammenarbeit unterstützt - und sie sei generationsübergreifend, sagte die Rathauschefin unter Hinweis auf die Reise des Jugendbeirats.

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