Von Akademie für politische Bildung

Den Menschen fehlt es an fast allem

Tutzinger Akademie-Belegschaft sorgt für Hilfstransport in ukrainische Gemeinde

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Mitarbeiterin Iryna Bielefeld und die Mitarbeiter Steffen Lehmann (l.) und Christoph Glasbrenner (3.v.l.) haben die Hilfsgüter an Bürgermeister Pavlo Bedey (2.v.r.) und Helfer aus seiner Gemeinde übergeben © APB Tutzing.

Ein Hilfstransport der Tutzinger Akademie für politische Bildung ist gestern, am Mittwoch, an der rumänisch-ukrainischen Grenze angekommen. Die Mitarbeiter haben Lebensmittel, Babynahrung und Erste-Hilfe-Ausrüstung an die Helfer aus der Ukraine übergeben.

Die Akademie unterstützt eine Gemeinde in der Karpatenukraine. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in Tutzing einen Transporter gepackt. Den haben die Mitarbeiter Steffen Lehmann und Christoph Glasbrenner sowie Mitarbeiterin Iryna Bielefeld, die in der Karpatenukraine aufgewachsen ist, zum Treffpunkt in Rumänien gefahren.

An der rumänisch-ukrainischen Grenze hat der Vater von Iryna Bielefeld die Hilfsgüter übernommen. Er ist Bürgermeister der Gemeinde. Gemeinsam mit seiner Tochter verteilt er die Lieferung nun zu Hause an Geflüchtete. Die Erste-Hilfe-Ausrüstung soll an das ukrainische Militär weitergeleitet werden.

In dem ukrainischen Ort gibt es fast nichts mehr zu kaufen

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Bürgermeister Pavlo Bedey (links) und ein Helfer haben den Akademiemitarbeitern Steffen Lehmann (2.v.r.) und Christoph Glasbrenner (r.) eine Dankesurkunde des Gemeinderats für die Hilfsgüter aus Tutzing überreicht © APB Tutzing

Das Dorf grenzt an Rumänien und ist selbst von den Kriegshandlungen in der Ukraine nicht betroffen. Allerdings treffen bei den 6700 Einwohnerinnen und Einwohnern seit Wochen kaum noch Lieferungen von Lebensmitteln und Hygieneprodukten ein – dafür aber umso mehr Geflüchtete aus anderen Teilen des Landes, wie berichtet wird. Diesen Menschen fehle es an fast allem.

Da sich die meisten Hilfstransporte auf andere Regionen der Ukraine konzentrieren, hat die Akademie für Politische Bildung beschlossen, die Menschen in Transkarpatien direkt zu unterstützen. „Unsere Kollegin hat mir beim Mittagessen in der Akademie erzählt, dass es in ihrem Heimatort fast nichts mehr zu kaufen gibt“, sagt Direktorin Ursula Münch: „Das hat mir keine Ruhe gelassen.“ Sie wisse, dass die Lieferung nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein könne: „Aber wir wissen auch, dass selbst das Wenige sehnlichst erwartet wird.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Akademie haben Spenden zusammengelegt, Lebensmittel, Babynahrung, Hygieneprodukte und Verbandsmaterial geordert. Vom Unternehmen Sixt erhielten sie Unterstützung bei der Miete des Transporters.

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