So einen Andrang würden sich manche Theaterintendanten wünschen: Beim Krippenspiel am Dienstag schien der große Raum im Kinderhaus St. Josef schier aus den Nähten zu platzen. Bis ins letzte Eck drängten sich die kleinen und großen Besucher - und die interessant gestaltete Aufführung begeisterte sie alle.
Viele ideenreiche Details hat das selbst sichtlich begeisterte und hoch engagierte Erziehungspersonal des katholischen Kindergartens mit Unterstützung versierter Eltern eingebracht. Mit perfekter Technik wurde per Beamer eine Kulisse auf die „Bühne“ gezaubert, die Darsteller und Publikum förmlich ins jüdische Land zu versetzen schien.
Viele Kinder wurden in das kleine Schauspiel mit eingebunden. Sie waren alle mit großer Konzentration dabei, einfühlsam geführt von ihren Betreuungspersonen. Die Inszenierung verknüpfte die Vorführung so geschickt mit Liedern, die zwischendurch immer wieder ein Kinderchor vortrug, dass Längen und Pausen gar nicht erst entstehen konnten.
So wurde alles glaubhaft in Szene gesetzt: Als ein Bote lautstark den Befehl des Kaisers zur Volkszählung verkündete, als sich Maria und Josef auf den langen Weg nach Bethlehem begaben, als sie vergeblich nach einer Herberge suchten, wirkten die vielen Zuschauer regelrecht gebannt.
Glänzend der Regieeinfall, die Betreiber der Herbergen aus einem Fenster in der Tür herausschauen zu lassen, bis einer von ihnen endlich einen Stall zur Verfügung stellte. Als dort das Jesuskind geboren war, schienen sich die Kinder rundherum tatsächlich ein wenig wie Engel zu fühlen.
Bei Glühwein, Limo und Würschtln gab es anschließend noch viel Gesprächsstoff und eine Menge Anerkennung für die ausgesprochen gelungene Aufführung.




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