Gemeindeleben
14.7.2021
Von vorOrt.news

Über 17 000 Radkilometer für Tutzing

Nachträge beim "Stadradeln" sind noch bis zum Samstag dieser Woche möglich

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Stand: Sonntag, 14. Juli 2021, 11.30 Uhr © https://www.stadtradeln.de/tutzing / Tabelle: vorOrt.news

Seit Samstag ist das dreiwöchige "Stadtradeln" vorbei, doch die Ergebnisse verändern sich immer noch. Auch nachträglich können für Tutzing noch Radkilometer eingetragen werden, die im Aktionszeitraum 20. Juni bis 10. Juli 2021 gefahren worden sind.

Das ist nicht zu unterschätzen, wie sich bereits zeigt: Am Finaltag waren es in der Tutzinger Rechnung 14 385 Kilometer gewesen, mittlerweile ist die Summe auf mehr als 17 000 Kilometer gestiegen - und es könnten noch mehr werden.

Der Tutzinger Koordinator Claus Piesch weist darauf hin, dass noch bis einschließlich Samstag, 17. Juli 2021 Mitternacht Zeit für weitere Einträge ist. Auch alle nicht beim Stadtradeln registrierten Personen, die noch ihren Beitrag leisten wollen, können nach seinen Angaben ihre gefahrenen Kilometer bis zum Samstag mitteilen und hinzufügen, in welchem Team sie geführt werden wollen. Tatsächlich sind seit dem Finaltag noch acht weitere Personen dazugekommen. 123 "aktiv Radelnde" werden zurzeit in Tutzing geführt. Möglich ist auch eine Mitwirkung im "Offenen Team", das bedeutet einfach nur für Tutzing. Vielleicht kennt auch jemand noch andere, die im betreffenden Zeitraum geradelt, aber noch nicht registriert sind und die noch etwas zum Tutzinger Ergebnis beitragen möchten. Sie alle können sich direkt an Piesch wenden, er trägt ihre Radkilometer dann ein. Auch eventuell gewünschte Änderungen, so etwa bei der Zugehörigkeit zu einem Team, sind möglich. Kontakt: Claus Piesch, Tel. 0152 28747803, E-Mail: clauspiesch@online.de.

Was die Nachträge bewirken können, zeigt ein Blick auf die Ergebnisse der Tutzinger Teams. In der Reihenfolge der führenden Teams hat sich dadurch zwar nichts mehr verändert: Die Radsportvereinigung "Seerunde" ist mit 4542 Kilometern die Tutzinger Nummer eins, gefolgt von den "Grünen Tutzing" mit 3359 Kilometern und dem Team "Gymnasium Tutzing" mit 1511 Kilometern. Aber einige andere Teams haben noch beträchtlich zugelegt und sich damit weit nach vorn gearbeitet. Sieben Tutzinger Teams bringen es nun jeweils auf mehr als 1000 Kilometer.

Je Kopf der Bevölkerung radeln Tutzinger mehr als Münchner

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Der derzeitige Gesamtstand des Stadtratelns in Deutschland (zum Vergrößern bitte anklicken) © https://www.stadtradeln.de/ergebnisse

Auch in der Gesamtliste des Stadtradelns für Deutschland ist Tutzing mit den Nachträgen ein wenig vorangekommen, nämlich auf den Platz 1047. Am Samstag, dem Tutzinger Finaltag, war es der Platz 1061 gewesen. Aber auch sonst ändert sich noch eine Menge. Am Samstag hatten die Organisatoren für ganz Deutschland 2119 "Teilnehmerkommunen" aufgeführt, inzwischen sind es 2124. Insgesamt sind beim diesjährigen Stadtradeln nach Angaben der Organisatoren in ganz Deutschland 533 041 Personen mitgeradelt. Sie bringen es nach dem aktuellen Stand zusammen derzeit auf knapp 101,7 Millionen geradelte Kilometer, was das Klima-Bündnis wiederum in 14 950 Tonnen Co2-Vermeidung umrechnet.

Beim momentan für Tutzing ausgewiesenen Platz 1047 sind völlig unterschiedliche Größen zu berücksichtigen. Die Gesamtliste stellt Regionen mit Millionen Einwohnern neben Gemeinden mit ein paar tausend Einwohnern. Auf Platz 1 liegt die Region Hannover mit 4,098 Millionen Kilometern. Aussagekräftiger als die Reihenfolge nach der Summe geradelter Kilometer ist eine Umrechnung in Radlkilometer je Kopf der Bevölkerung, die es ebenfalls gibt. Nach diesem Kriterium führt bei den ersten 20 Plätzen auf der Liste der Landkreis Ravensburg mit 8,22 Kilometern je Person. Die Region Hannover kommt auf 3,65 geradelte Kilometer je Person. In Tutzing sind es umgerechnet 1,72 Kilometer je Kopf. In dieser Hinsicht hat Tutzing zum Beispiel München überholt: Die bayerische Metropole liegt zwar mit insgesamt 1,834 Millionen geradelten Kilometern derzeit in der deutschen Gesamtwertung auf dem sechsten Platz, umgerechnet mit 1,16 Kilometern je Person der Bevölkerung aber hinter Tutzing. Allerdings bringen es alle anderen Regionen auf den ersten Plätzen außer München auf mehr, einige sogar auf deutlich mehr als zwei Radlkilometer je Kopf der Bevölkerung (siehe Gesamtstand-Tabelle oben).

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Erste Erlebnisse mit den neuen Radschutzstreifen

Für viele, die mitgemacht haben, waren es jedenfalls schöne Erlebnisse, die auch Gesprächsstoff geliefert haben. Nicht wenige, die dabei waren, haben sich erst durch diese Veranstaltung dazu anregen lassen, sich wieder mal in und um Tutzing in der hiesigen traumhaften Umgebung umzuschauen. Ideales Radlwetter war es zwar ausgerechnet in den drei Wochen des Tutzinger Stadtradelns nicht, doch das hat viele nicht vom Mitmachen abgehalten, wie die Tutzinger Ergebnisse beweisen.

Dabei gab es auch viele Gelegenheiten, die angenehmen und die weniger angenehmen Seiten des Radfahrens zu erkunden. Auf der positiven Seite stehen beispielsweise die neuen Radschutzstreifen an der Tutzinger Hauptstraße - wären da nicht uneinsichtige Autofahrer, die an Engstellen wie etwa der neuen Querungsinsel bei der Treppe am Johannishügel nicht etwa zurückbleiben, sondern die Radler dennoch überholen und ihnen trotz Schutzstreifen notgedrungen empfindlich nahe kommen.

Claus Piesch freut sich auf ein gutes Abschlussergebnis von Tutzing 2021. Er bedankt sich bei allen, die mitgemacht haben oder sich noch bis zum Sonntag eintragen, für ihre Teilnahme, mit dem sie auch einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Erfolg von Tutzing und dem Landkreis Starnberg leisteten.

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Autofahrer können den Schutzstreifen benutzen, wenn dort keine Radfahrer unterwegs sind. Umgekehrt ist Radfahrern auch nicht verboten, neben dem Schutzstreifen fahren. © L.G.
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Beim Überholen sollten die Autos ausreichend Abstand lassen. Dieser Fahrer weiß es, andere müssen es noch lernen. © L.G.
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