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Infotafel malträtiert, Stegabsperrung zerstört

Tutzinger Aktionen belegen: Viele haben keine Ahnung vom Sinn der Freinacht

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Zerstörungswut an der Seestraße: Manche kapieren einfach den Sinn der Freinacht nicht © L.G.

Lustige Einfälle sind selten geworden in der Freinacht. Eigentlich geht es darum, herumstehende bewegliche Sachen "aufzuräumen". Tatsächlich stehen heutzutage aber weitgehend Zerstörungen und Beschmierungen im Vordergrund, wie auch in diesem Jahr einige Beispiele in Tutzing belegen.

So hat jemand die Infotafel für die Sport- und Freizeitanlage an der Seestraße, bei deren Einmündung in die Bernrieder Straße, erheblich malträtiert, Schilder abgerissen und verbogen. Zerstört wurde auch eine der Stegabsperrungen. Und die "Kuhbrücke" am Pfaffenberg wurde nicht jugendfrei "verziert" - auf die Veröffentlichung eines Bildes verzichten wir hier.

Diese Aktionen belegen wieder einmal, dass viele keine Ahnung vom ursprünglichen Sinn der Freinacht haben und sich dafür wahrscheinlich auch überhaupt nicht interessieren. In dieser Hinsicht gab es früher sehr witzige Ideen, doch wirklich lustige Einfälle scheint heutzutage niemand mehr zu haben. Da scheint es nur noch darum zu gehen, sich auszutoben.

Den Sachschaden an der Infotafel schätzt die Polizei auf etwa 200 Euro. Sie bittet um Hinweise (Tel. 08151 3640). Generell war es in Oberbayern eine relativ ruhige Freinacht. Die Polizei war vor allem wegen Verstößen gegen die Infektionsschutz-Regelungen im Einsatz. Über etwa 200 solche Verstöße wird im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd berichtet. Meist handelte es sich um private Treffen. In Starnberg hat jemand zwei Eier an eine Hauswand geworfen. Ebenfalls in Starnberg hat jemand auf einem Spielplatz am Nepomukweg ein Schild mit dieser Aufschrift aufgestellt: „Zutritt verboten, aufgrund der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dürfen der Park und Spielplatz nur von Kindern zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr betreten werden. Eltern ist der Zutritt nicht gestattet. Vielen Dank für Ihr Verständnis, Stadt Starnberg.“ In diesem Fall ermittelt die Polizei wegen Amtsanmaßung. Der Bauhof hat das Schild entfernt.

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Zerstörungswut am Steg: Wer, bitte schön, findet so etwas lustig? © Ulrich Wagner
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