Erschütternde und bewegende Berichte über das Leid vieler geflüchteter Menschen haben die Auftaktveranstaltung zur zweiten Runde der Spendenaktion „Tutzing hilft im Mittelmeer“ durchzogen. Vertreter mehrerer mit dieser Aktion unterstützter Hilfsorganisationen kamen Anfang November eigens zu dieser Veranstaltung ins Tutzinger Roncallihaus: Starfish Foundation, Lesvos Solidarity, Medical Volunteers, SOS Mediterranée, 3 Musketiere, Lands Aid. Es handelt sich um die selben Organisationen wie in der ersten Runde der Spendenaktion. Nach Angaben von Claudia Steinke, der Vorsitzenden des Ökumenischen Unterstützerkreises, soll auch diesmal eine Jury über die Verteilung der Spenden entscheiden. Dieser Jury gehören Mitglieder des Gemeinderats und des Ökumenischen Unterstützerkreises an, der die Aktion angestoßen hat und organisiert.
„Da ist ein tolles, wertvolles Netz über Tutzing hinaus entstanden“, sagte der katholische Pfarrer Peter Brummer. Die Nachrichten von der Rettung hunderter Menschen im Mittelmeer gaben der Veranstaltung zusätzliche Aktualität. „800 Menschen wurden gerettet - aber was ist mit den anderen?“ fragte Pfarrer Brummer. „Man muss an die Fluchtursachen ran!“, forderte Claus-Peter Reisch aus Landsberg, der selbst als Schiffsführer der „Lifeline“ hunderte Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet hat und sich engagiert für die Tutzinger Spendenaktion einsetzt, deren Jury er auch angehört.
„Ich hoffe, wir können noch mehr Druck ausüben“
Mehr als 76 000 Euro sind in der ersten Runde der Spendenaktion hereingekommen. Die Aktion „Tutzing hilft im Mittelmeer“ sei erfolgreich, sagte Brummer, wenn man die erreichte Geldsumme als Maßstab nehme, aber viel mehr noch wegen der Auseinandersetzung mit der Thematik: den Fluchtursachen, auf denen Flucht und Vertreibung gründen. Diese Forderung durchzog die ganze Veranstaltung. „Europa, was ist mir dir los“, fragte der Pfarrer, „was ist mit deiner christlichen Prägung?“ Flucht und Vertreibung, hätten weltweit ein ungeahntes Ausmaß erreicht. „Die Kirche verweist auf die Grundlage aller Christen: die Würde des Menschen“, betonte er. Das gelte auch für den Umgang mit den geflüchteten Menschen. „Wo ist unsere Regierung?“ fragte auch Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald erkennbar verständnislos: „Warum schieben die es immer auf andere?“ So gehe es nicht weiter: „Ich hoffe, wir können noch mehr Druck ausüben.“
Die Berichte vermittelten einen Eindruck von hohem persönlichen Einsatz vieler Mitarbeiter der Hilfsorganisationen. Der Verein „3 Musketiere e.V.“ in Reutlingen leistet zum Beispiel Nothilfe besonders in „inoffiziellen“ Camps in der Türkei, wo es keine „offziellen“ Camps gebe, sagte der Vorstandsvorsitzende Markus Brandstetter. Die 3 Musketiere haben ein Bildungsprojekt für geflüchtete Frauen und deren Kinder entwickelt. Unter dem Titel „KEP“ erhalten die Frauen eine vielseitige Ausbildung im Textilbereich. Laut Brandstetter befinden sich zurzeit wahrscheinlich etwa fünf Millionen geflüchtete Menschen in der Türkei. 75 Prozent von ihnen seien Frauen und Kinder. Von den syrischen Frauen seien 87 Prozent arbeitslos: „Für sie gibt es keine Perspektive, keine Zukunft.“ Viele seien schwer traumatisiert. „Wir stärken ihr Selbstvertrauen, bilden sie aus und bieten ihnen Partnerschaften an“, sagte er. So könnten sie eigenständig arbeiten. Die Organisation arbeitet nach Brandstetters Angaben mit zwei Modelabels in Deutschland zusammen. Auch eine Kindertagesstätte ist aufgebaut worden.
Mit in die Finanzierung von KEP eingestiegen ist die Organisation „Lands Aid“. „Die Menschen brauchen erst einmal etwas zu essen - sie müssen am Leben erhalten werden“, sagte ihr Leiter Sven Weber. Lands Aid wurde 2006 gegründet, war seit 2010 sehr engagiert auf Haiti nach dem Erdbeben dort und betreut inzwischen insgesamt 35 Projekte in vielen Regionen. Allein 500 Ärzte und Pfleger sind ehrenamtlich für Lands Aid auf Einsätzen unterwegs. Als Hauptanliegen gilt es, den Menschen zu helfen, sich selbst zu helfen. Doch Weber sagte: „Es ist leider ein Fass ohne Boden.“
Viele Menschen betrachteten es als würdelos, von Almosen zu leben, sagte Brandstetter: „Sie wollen ein würdevolles, selbstständiges Leben gestalten.“ In Izmir befänden sich “die Ärmsten der Armen“, sagte Reisch: „Ich war erschüttert, in welchen Zelten die Leute hausen müssen.“ Es sei sehr wichtig, den Menschen das Allernötigste zur Verfügung zu stellen.
„Es ist unvorstellbar, was die Menschen durchgemacht haben“
Claus-Peter Reisch berichtete über völlig unzulängliche Boote, aus denen die Menschen erst einmal in andere Boote gebracht würden. Viele kämen mit sehr kleinen Kindern auf die Rettungsschiffe, nicht selten gebe es dort auch Geburten. Auf den Schiffen blühten die Kinder aber schnell auf, und der Kontakt mit ihnen bereite viel Freude. SOS Mediterrannée schaffe zurzeit ein neues Schiff an, berichtete er: „Wir brauchen dafür wieder Unterstützung.“
„Es ist unvorstellbar, was die Menschen durchgemacht haben“, sagte Martin Binder, ein Allgemeinarzt aus Reutlingen im Ruhestand. Er ist ehrenamtlich für die Organisation „Medical Volunteers“ tätig, die vor allem in Griechenland medizinische Grundversorgung leistet. Die geflüchteten Menschen hätten gehofft, nach Tagen oder Wochen werde es weitergehen, doch nun seien sie schon sehr lange, oft über Jahre, in so einem Lager, und es gehe nichts weiter. Besonders wichtig wäre nach seinen Worten wegen der starken traumatischen Belastungen vieler Menschen psychische Betreuung, doch das sei kaum möglich, man versuche mit Selbsthilfemethoden weiterzukommen. Bei Panikattacken beispielsweise seien Gespräche mit anderen Personen wertvoll. Wegen der Sprachprobleme sind überall Übersetzer notwendig. „Deren Bezahlung ist für uns zurzeit der größe Ausgabeposten“, sagte Binder.
Lager auf Lesbos: Betonplatten "wie bei der Berliner Mauer"
Über die mühevolle Arbeit von „Starfish Foundation“, die sich auf Lesbos intensiv um die Migranten kümmert, berichtete Friederike Rother aus Planegg, die auf der griechischen Insel schon lange ein Haus besitzt. Constantinos Gianacacos, der in München das evangelische Migrationszentrum im Griechischen Haus leitet, sagte: „Die Bevölkerung will eine Lösung des Problems, die Menschen sollen möglichst bald von der Insel aufs Festland und auf die verschiedenen Länder verteilt werden.“ Nach dem Brand des Lagers Moria sind die Flüchtlinge derzeit in Containern statt früher in Zelten untergebracht.
„Die Situation im Winter ist katastrophal“, sagte Gianacacos. Alles sei sehr beengt, ins Lager komme man nicht mehr hinein wie früher, draußen stehe überall Polizei. Riesige Betonplatten - „wie bei der Berliner Mauer“ - verhinderten jeden Blick von außen ins Camp. 800 Kinder seien unter den Menschen dort, die meisten von ihnen hätten noch nie einen Lehrer gesehen. Diese Lücke versuchen die Helfer nach seinen Worten wenigstens mit gewissen Beschäftigungen zu füllen. „Das Schule zu nennen, wäre aber vermessen“, fügte er an. Sehr kritisch äußerte sich Gianacacos über Pläne der Regierung und der EU für ein geschlossenes Camp auf der Insel „ohne irgendeinen Kontakt zur Außenwelt“. Die Bevölkerung von Lesbos sei „gegen dieses KZ“ - für diese Begriffswahl entschuldigte er sich sofort.
Pfarrer Brummer erinnerte an die seit den Jahren 2013 bis 2015 von vielen Einheimischen unterstützte Hilfe geflüchteter Menschen in Tutzing, an die Anfänge in Kampberg und die vielen weiteren Aktivitäten seitdem. „Da ist etwas gewachsen an Bewusstsein und Solidarität“, sagte er, und er forderte: „Man muss nach den Ursachen fragen und in politischen Zusammenhängen denken.“ Manchmal sei es sinnvoll, „einen Stachel, ein Ausrufezeichen zu setzen“. Flucht und Vertreibung, sagte der Pfarrer, hätten weltweit ein ungeahntes Ausmaß erreicht. „Die Kirche verweist auf die Grundlage aller Christen: die Würde des Menschen“, betonte er. Das gelte auch für den Umgang mit den geflüchteten Menschen.
Tutzinger Pfarrei nimmt jungen Westafrikaner ins Kirchenasyl auf
Seit ein paar Tagen ist wieder ein junger Mann in Tutzing im Kirchenasyl, der aus Westafrika stammt. Bei der Veranstaltung im Roncallihaus begrüßte Pfarrer Brummer ihn als Ehrengast, Bürgermeisterin Greinwald hieß ihn als Neubürger willkommen. Mit Hilfe einer Anwältin soll versucht werden, seine Abschiebung zu verhindern und ein Asylverfahren in Deutschland anzustreben. Der Flüchtling sei „mit einer unglaublichen Freude, Offenheit und Erwartung“ nach Tutzing gekommen, sagte der Pfarrer, der Respekt vor den „einmaligen, geschundenen Menschen“ einforderte. „Aufnehmen statt abschotten“ - auf diese Formel habe es ein Mitglied eines für dieses Aufgabe gebildeten Arbeitskreises gebracht.
Wie die Gemeinde Tutzing den Hilfsaktionen als Kooperationspartner den Weg bereitet habe, sei von unschätzbarem Wert, sagte Cornelia Janson vom Ökumenischen Unterstützerkreis. Auch die Vertreter der Hilfsorganisationen dankten der Gemeinde, speziell Bürgermeisterin Greinwald und allen Spendern herzlich. Die Gemeinde habe sich mit dieser Aktion „in die erste Reihe gestellt“, sagte Claus-Peter Reisch.
Bürgermeisterin Greinwald brachte ihrerseits im Namen der Gemeinde mit sehr persönlichen Worten „größten Respekt und Hochachtung“ für die Arbeit der Menschen in den Hilfsorganisationen zum Ausdruck. Zum Hinweis von Pfarrer Brummer auf die christliche Grundhaltung sagte sie: „Den Auftrag haben wir alle, nicht nur die Christen.“ Wohnungen zur Verfügung zu stellen, sei in Tutzing schwierig: „Deshalb sammeln wir Geld.“ Glücklicherweise seien die Menschen in Tutzing und insgesamt im Landkreis Starnberg zu Spenden bereit. In Tutzing sei das alles nur wegen des aktiven Ökumenischen Unterstützerkreises möglich. Als einzige Gemeinde im Landkreis Starnberg hat sich Tutzing im September 2020 dem Bündnis „Städte Sichere Häfen“ angeschlossen, dessen derzeit 267 Mitgliedskommunen sich ausdrücklich zur Aufnahme geflüchteter Menschen bereit erklären und sich gemeinsam als „eine starke Gegenstimme zur europäischen Abschottungspolitik“ positionieren.
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Kommentare
Tatsache ist, dass das Klima weltweit wärmer wird und globale Auswirkungen auf die Natur und speziell auch auf uns Menschen hat.. auf unsere Landwirtschaft... auf unsere Lebensräume... auf unsere Zukunftsperspektiven...
Beispielsweise stehen viele unserer größten Metropolen unter der Bedrohung durch steigende Meeresspiegel, anderswo saufen die Menschen auf ihren flachen Inseln ab, oder verlieren Haus & Existenz im Binnenland, weil Berge und Hügel kollabieren; dazu häufiger Hochwasser und Stürme hier & mehr Dürren dort.
Wo immer Menschen aufgrund klimatischer Veränderungen keine Zukunft mehr haben, machen sie sich auf den Weg; völlig zu Recht!
Das haben die Menschen schon immer so gemacht; und würden wir selbst nicht anders machen.
Der Klimawandel ist unbestreitbar eine der ganz großen Migrationsursachen; wenn auch bei weitem nicht die Einzige.
Nun streiten sich die Gelehrten über die Frage, wie mit dieser Strategie im Einzelfall umzugehen ist. Denn die große Gefahr, die sich für pluralistische und demokratische Gesellschaften daraus ergibt, zeigt sich in der ganzen Welt. Die schulische Bildung vieler Menschen ist auch in den reichen Ländern des Westens nicht gut genug, um freie Gesellschaften gegen solcherart perfide Angriffe zu immunisieren. Als Psychologe entscheide ich mich dafür, in solchen Fällen grundsätzlich gegenzuhalten. Herr Dornow war so nett, das Inhaltliche zu klären, und mit diesen Sätzen von mir sollte nun alles Wichtige gesagt sein.
"Wenn Flüchtlinge mehr Sozialleistungen erhalten, als jemand der auf Harz IV angewiesen ist, kann ich die jungen Männer verstehen, wenn sie ihre Frauen und Kinder zu Hause lassen... "
So ein kurzer Satz, so viel Falsches... Die Reihenfolge sollte folgende sein: 1. informieren, 2. schreiben. Dann passiert Ihnen so etwas nicht. Oder haben Sie da mal ein konkretes, belegtes Beispiel?
Das mit der Milchmädchenrechnung habe ich nicht verstanden. Vielleicht, weil ich nicht dem Beruf des Milchmädchens/-jungen nachgehe?
""Die ganze Flüchtlingskatastrophe dient dazu, Europa zu schwächen..." wie ausführlich in den Medien berichtet."
Interessante These. Haben Sie hier zufällig auch mal unter dem Namen Gunther Klesinger geschrieben?
"Ist das Ihr ernst, dass Sie den Flüchtlingsstrom dem Klimawandel zuschreiben?"
Es ist ziemlich unbestritten, dass der Klimawandel zu ganz massiven Fluchtbewegungen führen wird. Auch wenn er nicht die einzige Ursache ist. Der Wunsch, Europa zu schwächen, wird jedoch nur in bestimmten Kreisen ernsthaft als maßgeblicher Grund angesehen. In denen auch die Behauptung von den hohen Sozialleistungen kursiert. Da schließt sich der Kreis dann wieder.
Ist das Ihr ernst, dass Sie den Flüchtlingsstrom dem Klimawandel zuschreiben? Nur zur Info, der Klimawandel ist ein natürlicher Prozess, was nur durch die Menschheit etwas beschleunigt wurde!
Der Klimawandel ist unabdingbar und das können auch die Grünen mit ihren Wählern nicht ändern.
An alle Besserwisser, um sich mal eine politisch unabhängige Meinung zu bilden, empfehle ich z.B. die arte-Reportage "Umweltsünder E-Auto".
@Fr. Dannert
Wenn Flüchtlinge mehr Sozialleistungen erhalten, als jemand der auf Harz IV angewiesen ist, kann ich die jungen Männer verstehen, wenn sie ihre Frauen und Kinder zu Hause lassen...
@Hr. Dornow
Milchmädchenrechnung
"Die ganze Flüchtlingskatastrophe dient dazu, Europa zu schwächen..." wie ausführlich in den Medien berichtet.
In unserem Landkreis herrscht schon seit langer Zeit eine gewisse Wohlstandsverwahrlosung.
- St. Josef hat wieder einen Flüchtling ins Kirchenasyl aufgenommen, so vorerst vor Abschiebung bewahrt. Damit setzt Pfarrer Brummer erneut die christliche Botschaft um gegen die Ausgrenzungspolitik unserer Regierung. Auch Frau Greinwald hieß ihn ausdrücklich
willkommen.
- Klaus-Peter Reisch erzählte von den Familien, die er vor dem Ertrinken rettete und von der Lebensfreude, die die Kinder dann auf seinem Schiff ausstrahlten.
- Und Constantinos Ganacacos aus dem griechischen Haus in München berichtete - aus eigener Anschauung - von der Isolation und Abschottung der Flüchtlinge auf Lesbos. Die Bevölkerung auf Lesbos wolle keine Berliner Mauer und kein KZ, sondern erwarte die Aufnahme in die europäischen Staaten. Herr Ganacacos kennt die Führungsrolle Deutschlands in der EU und erwartet wohl von der neuen Regierung, daß sie aus der Geschichte gelernt hat und nicht weiterhin abschottet.
Außereuropäische Staaten durch Geldzuwendungen als Wachhunde gegen „Flüchtlingsströme“ zu gewinnen entspricht nicht unseren ethischen Grundsätzen, die die Würde des Menschen nicht an nationale Grenzen bindet. Es widerspricht auch jeder rechtlichen Gleichstellung der Staaten in der EU, wenn für Asyl jeweils der Einreisestaat verantwortlich wird. Das trifft die Staaten an den Außengrenzen Europas, Deutschland bleibt verschont.
Die Achtung der Menschenwürde geht vor Grenzsicherung, Das gilt auch an der Grenze zu Weißrussland. Hier sollte die Bundesrepublik ihre Führungsrolle in der EU zeigen: Flüchtlinge, die Einlass begehren, sind kein Sicherheitsrisiko für die EU. Wenn die polnische Regierung sich überfordert sieht, sollte Deutschland aufnehmen, wir schaffen das.
Ernst von der Locht
... und vielleicht ergänzend zu Herrn Kerbs 1. Beitrag: die Klimaveränderungen sind gewiss eine große, aber längst nicht die einzige wichtige Fluchtursache, sondern auch Gier, Neid & Mißgunst, Machthunger & Herrschsucht, sowie Rassismus, Intoleranz und Rechthaberei sind oft genauso wichtige Konflikt- und Fluchtursachen!
Leider - davor darf man die Augen auch nicht verschließen - sind die jeweiligen Religionen/Weltanschauungen vor Ort oft auch mehr Teil des Problems, als Teil der Lösung.
1. Wo steht, dass alle diese Flüchtlinge nach Deutschland wollen? Abgesehen davon, dass 1,1 Millionen von dieser Liste ja bereits in Deutschland sind...
2. Wer sagt, dass Deutschland "als einziges Land Flüchtlinge aufnehmen" sollte?
@ Herrn Kerbs:
Ich glaube, dass z.B. den Menschen auf Lesbos oder in einem Schlauchboot auf dem Meer mit einer solchen Spende deutlich mehr, konkreter und unmittelbar spürbarer geholfen ist, als mit einer "Klimaneutral-Erklärung" der Frau Bürgermeisterin von Tutzing. Gegen eine solche Erklärung ist nichts einzuwenden. Ihr Ausbleiben relativiert aber den Wert der Spendenaktion nicht im Geringsten. Um die Fluchtursachen aller Art sollte man sich aus den verschiedensten Gründen natürlich auch kümmern.
Gabriele Dannert, ökumenischer Unterstützerkreis Tutzing
Die fünf größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen und ALLE wollen nach Deutschland:
Türkei - 3,6 Millionen
Kolumbien - 1,8 Millionen
Pakistan - 1,4 Millionen
Uganda - 1,4 Millionen
Deutschland - 1,1 Millionen
(Quelle: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/fluechtlingszahlen)
Die Kriminalitätsrate ist seit dem Zustrom nachweislich deutlich gestiegen! Ich verweise hier auf die Polizeistatistik.
Und bevor mir ein rassistischer Hintergrund unterstellt wird, Frauen und Kinder aufzunehmen sehe ich es als deutlich wichtiger an, als allein reisende Männer.
Wer aber bitte nicht vergessen werden sollte, sind unsere Rentner mit Grundsicherung bzw. Minirente, denen ein kalter und sicherlich teurer Winter bevorsteht.
Ich Spende regelmäßig und von Herzen an Mädchen in Indien. Auch sie haben Hilfe dringend nötig!
VG